Hat die extreme Windspitze in Dresden zugenommen?
92 Jahre Daten der DWD-Station Dresden-Klotzsche

Aktualisiert: 2026-07-23

Wenn wir wissen wollen, ob die heftigsten Sturmböen in Dresden häufiger oder stärker geworden sind, hilft nur der Blick in die offizielle Messreihe. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) misst auf dem Gelände der Wetterstation Dresden-Klotzsche (Kennung 01048) seit dem Jahr 1934 die Windgeschwindigkeit – und zwar nicht nur Durchschnitte, sondern auch die maximalen Spitzen jeder einzelnen Windböe. Die folgende Analyse stützt sich auf diese vollständige, konsolidierte Reihe, die bis zum Juli 2026 reicht. Die Antwort vorweg: Der absolute Rekord stammt aus dem Jahr 1973, und die jährlichen Spitzenwerte zeigen keinen klaren Trend nach oben.

Der 20. November 1973: An diesem Tag fegte eine orkanartige Böe mit 41,0 m/s über Dresden. Das entspricht einer Windstärke von 15 Beaufort – der höchsten Stufe auf der Beaufortskala. Keine andere Windspitze in den folgenden 53 Jahren hat diesen Wert erreicht oder übertroffen. Es ist der absolute Rekord der gesamten Messreihe.

Wie extrem ist die Spitze von 41,0 m/s?

Zum Vergleich: Eine Böe von 41,0 m/s ist so stark, dass sie Dächer abdecken und Bäume entwurzeln kann. Der 20. November 1973 bleibt der stürmischste Tag seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Zweitplatzierte liegt mit 34,3 m/s (2007) bereits deutlich darunter. Kein Jahr nach 1973 hat den Rekord auch nur annähernd gefährdet. Das ist ein starkes Signal dafür, dass die extreme Spitze kein Produkt einer jüngeren Erwärmung ist, sondern ein historisches Ereignis bleibt.

Die jährliche Entwicklung: Ein Hügel, kein Anstieg

Trägt man die höchste Windspitze jedes Jahres auf, ergibt sich ein bewegtes Bild, aber keine kontinuierliche Steigung. Die 1970er-Jahre lieferten mit 41,0 m/s den Ausreißer, die 1980er-Jahre waren insgesamt windschwächer, die 1990er- und 2000er-Jahre brachten eine Reihe von Spitzen zwischen 28,0 m/s und 34,3 m/s. In den letzten Jahren (2020 bis 2026) liegen die Jahresmaxima zwischen 19,9 m/s und 33,1 m/s – also innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite. Die folgende Tabelle zeigt alle Jahre mit der jeweiligen maximalen Windspitze (in m/s) und der durchschnittlichen Windgeschwindigkeit (in m/s) für dieses Jahr.

19734.119793.419853.319913.019974.220034.220094.020154.220214.020263.9Mittlere Windgeschw. (m/s)5m/s43m/s
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr Maximale Windspitze (m/s) Mittlere Windgeschw. (m/s)
198727.03.0
199231.54.9
199333.54.8
199428.54.8
199528.34.6
199827.84.6
199927.04.4
Maximale Windböe pro Jahr · 1973–2026 (54 anios) — pasa el raton sobre cada barra

Die Jahrzehnte im Überblick: Der Rekord bleibt unangetastet

Fasst man die Daten pro Jahrzehnt zusammen, zeigt sich, dass die maximalen Windspitzen der 1970er-Jahre (41,0 m/s) und der 2000er-Jahre (34,3 m/s) sowie der 2010er-Jahre (33,8 m/s) alle unter dem Rekord bleiben. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit ist in den letzten Jahrzehnten zwar etwas gestiegen (von 3,3 m/s in den 1980ern auf 4,1 m/s in den 2020ern), aber der Spitzenwert zeigt keinen parallelen Anstieg.

Die fünf relevantesten Jahre mit den höchsten Windspitzen

Um ein Gefühl für die Ausnahmen zu bekommen, hier die fünf Jahre mit den stärksten Böen:

Es fällt auf, dass vier dieser fünf Jahre in den letzten drei Jahrzehnten liegen, doch keines erreicht die Spitze von 1973. Der Rekord wird also nicht nur nicht gebrochen – die Abstände zu ihm sind beträchtlich: 41,0 gegenüber 34,3 ist eine Differenz von 6,7 m/s, das ist mehr als die halbe Spanne des zweit- bis fünftplatzierten Werts.

Bedeutet das, dass die extremen Windspitzen in Dresden nicht zunehmen?

Die offiziellen Daten der DWD-Station Dresden-Klotzsche von 1934 bis 2026 sprechen eine klare Sprache: Der Spitzenrekord stammt aus dem Jahr 1973 und wurde seit 53 Jahren nicht übertroffen. Die jährlichen Maxima schwanken – zwischen 19,9 m/s und 41,0 m/s – ohne einen statistisch signifikanten Trend nach oben. Die höchsten Böen treten vereinzelt auf (etwa 1993, 2007, 2018 oder 2021), bleiben aber unter dem historischen Maximum. Für die Frage „Haben die extremen Windspitzen zugenommen?“ lautet die Antwort: Nein, der absolute Rekord ist alt, und die Spitzen der letzten Jahrzehnte liegen darunter.

Das bedeutet nicht, dass Stürme seltener geworden sind – die mittlere Windgeschwindigkeit ist leicht gestiegen. Aber die allerheftigsten Böen, die orkanartigen Extremereignisse, haben in Dresden seit 1973 nicht zugenommen. Der 20. November 1973 bleibt der Maßstab.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, offizielle Station Dresden-Klotzsche (Indikativ 01048). Ausgewertet wurden tägliche Messungen der maximalen Windspitze (Böe) von 1934 bis 2026. Der Datensatz wurde am 23. Juli 2026 aktualisiert und steht unter der GeoNutzV-Lizenz zur Verfügung. Die Analyse basiert auf der vollständigen, konsolidierten historischen Reihe des DWD.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act

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