Actualizado: 2026-07-10
Der Dezember ist Nürnbergs feuchtester Monat. Die relative Luftfeuchte erreicht im langjährigen Mittel 85,6 % – das bedeutet: die Luft ist an fast jedem zweiten Tag im Monat mit Wasserdampf fast gesättigt. An keinem anderen Monat liegt der Wert höher. Januar und November folgen dichtauf mit 84,0 % und 84,9 %. Erst im späten Frühling sinkt die Feuchte spürbar ab.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die durchschnittliche relative Luftfeuchte über das Jahr verteilt. Die Daten stammen von der DWD-Station Nürnberg (Indikativ 03668) und umfassen alle verfügbaren Tage mit Messwerten der relativen Feuchte (hrmedia). Der Zeitraum reicht vom 7. April 1955 bis zum 6. Juli 2026.
| Monat | Mittlere rel. Luftfeuchte (%) |
|---|---|
| Januar | 84,0 |
| Februar | 80,0 |
| März | 74,1 |
| April | 68,4 |
| Mai | 67,2 |
| Juni | 67,1 |
| Juli | 67,3 |
| August | 70,5 |
| September | 76,2 |
| Oktober | 81,5 |
| November | 84,9 |
| Dezember | 85,6 |
Am trockensten ist die Luft im Juni mit einem Mittel von 67,1 % – das entspricht etwa einem Sommertag, an dem die Luft nicht schwül wirkt. Mai (67,2 %) und Juli (67,3 %) liegen fast gleichauf. Generell gilt: Von April bis September liegt die Feuchte unter 77 %, während sie von Oktober bis März über 80 % steigt. Einzige Ausnahme ist der Februar mit 80,0 % – er ist der „trockenste“ der feuchten Monate.
Als schwül empfinden wir Tage, an denen die Höchsttemperatur mindestens 28 °C erreicht und die relative Luftfeuchte im Mittel über 60 % liegt. In Nürnberg treten solche Bedingungen nur von Mai bis September auf – mit deutlichem Schwerpunkt im Hochsommer.
| Monat | Mittlere Anzahl schwüler Tage pro Jahr |
|---|---|
| Mai | 1,4 |
| Juni | 2,5 |
| Juli | 2,9 |
| August | 4,0 |
| September | 2,3 |
Der August sticht heraus: Mit durchschnittlich 4,0 schwülen Tagen im Monat – das entspricht fast einer voller Woche drückender Luft pro Jahr. Juli folgt mit 2,9 Tagen, Juni mit 2,5 Tagen. Im Mai sind es 1,4 Tage, im September 2,3 Tage. An keinem anderen Monat treten diese Bedingungen auf. Wer also schwüle Sommerabende in Nürnberg erleben möchte, hat die höchste Wahrscheinlichkeit im August.
Die Werte zeigen ein klassisches kontinentales Feuchteprofil: Wintermonate mit hoher Luftfeuchte (84–86 %) und Sommermonate mit moderater Feuchte (67–71 %). Die Schwüle bleibt auf wenige Tage im Spätsommer begrenzt – selbst im Hochsommer liegt das Mittel der relativen Feuchte unter 71 %, sodass die Luft selten wirklich drückend wirkt.
Die Datenbank umfasst 71 Jahre vollständiger Messreihen (1955–2026). Die tatsächliche Schwankung von Jahr zu Jahr kann natürlich größer sein: In manchen Augustmonaten gab es vielleicht keinen einzigen schwülen Tag, in anderen Jahren bis zu zehn. Die Mittelwerte geben jedoch eine verlässliche Orientierung.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station Nürnberg (Indikativ 03668). Datenbasis: tägliche Messwerte der relativen Luftfeuchte (hrmedia) vom 7. April 1955 bis 6. Juli 2026. Berechnung der Monatsmittel und Schwüle-Statistik durch Histoclima unter Verwendung der DWD-Rohdaten. Lizenz: GeoNutzV.
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