Aktualisiert: 2026-07-10
141,2 Tage pro Jahr – das ist der Durchschnitt an Tagen mit perfekten Bedingungen für eine Runde Golf in Nürnberg.
Das entspricht fast fünf Monaten im Jahr, in denen Temperatur, Regen und Wind kaum stören.
Der absolute Spitzenmonat ist der September: Dann liegen Luftfeuchte und Niederschlag auf einem Niveau, das den Sport draußen zum reinsten Vergnügen macht.
Ob Sie ein Turnier planen, einen Wochenendtrip mit den Schlägern an die Pegnitz oder einfach wissen wollen, wann die besten Chancen auf einen trockenen, milden Tag sind – die offiziellen Wetterdaten der DWD-Station Nürnberg (Kennung 03668) geben eine klare Antwort. Wir haben die täglichen Aufzeichnungen von April 1955 bis Juli 2026 ausgewertet. Ein Tag gilt dann als „golfwürdig“, wenn die Höchsttemperatur zwischen 15 °C und 30 °C liegt, weniger als 5 mm Niederschlag fallen und die mittlere Windgeschwindigkeit unter 6 m/s bleibt.
Die folgende Tabelle zeigt für jeden Monat die Durchschnittstemperatur, die gesamte Niederschlagsmenge und die mittlere Luftfeuchtigkeit – alles über den gesamten Messzeitraum gemittelt. So sehen Sie auf einen Blick, wann die Natur mitspielt und wann Sie lieber einen Plan B einpacken sollten.
| Monat | Durchschnittstemperatur (°C) | Niederschlag (mm gesamt) | Luftfeuchte (%) |
|---|---|---|---|
| Januar | 0,0 | 3059,2 | 84,0 |
| Februar | 1,1 | 2637,1 | 80,0 |
| März | 4,6 | 2953,5 | 74,1 |
| April | 8,8 | 2797,9 | 68,4 |
| Mai | 13,6 | 4373,7 | 67,2 |
| Juni | 17,2 | 4921,6 | 67,1 |
| Juli | 18,8 | 5199,1 | 67,3 |
| August | 18,2 | 4866,5 | 70,5 |
| September | 14,1 | 3682,7 | 76,2 |
| Oktober | 9,3 | 3341,7 | 81,5 |
| November | 4,3 | 3165,1 | 84,9 |
| Dezember | 1,2 | 3594,8 | 85,6 |
Auffällig: Der Juni und Juli kratzen mit Durchschnittstemperaturen von 17,2 °C bzw. 18,8 °C schon hart an der Obergrenze von 30 °C, bleiben aber im Mittel im grünen Bereich. Die höchste Niederschlagssumme fällt verblüffenderweise im Juli, was allerdings über viele Jahre gemittelt ist – einzelne trockene Hochdrucklagen sind darin nicht zu erkennen. Die Luftfeuchte sinkt im Mai, Juni und Juli auf Werte um 67 %, was selbst an schwülen Tagen noch erträglich bleibt.
Wer das absolute Maximum sucht, findet es nicht in Nürnberg, sondern in Andernach. Dort liegen im langjährigen Schnitt 154,5 Tage pro Jahr im idealen Golfwetter-Bereich – ganze 13 Tage mehr als in der Noris. Das erklärt sich durch die mildere Lage am Rhein und etwas weniger kontinentale Tiefstwerte im Frühjahr und Herbst.
Über das ganze Jahr gerechnet, heißt das: An fast jedem zweiten Tag (genauer: an 39 % aller Tage) können Sie in Nürnberg mit großer Wahrscheinlichkeit eine Runde auf dem Golfplatz einplanen, ohne dass Regen, Wind oder extreme Hitze dazwischenfunken. Konzentriert auf die Monate April bis Oktober steigt die Quote noch deutlich an – dann sind es oft drei von vier Tagen, die die Kriterien erfüllen. Die kälteste Zeit (Dezember bis Februar) fällt mit Durchschnittstemperaturen um den Gefrierpunkt und hoher Luftfeuchte komplett aus dem Raster.
Die Daten stammen von der DWD-Station Nürnberg (Kennung 03668). Die Aufzeichnungen beginnen am 7. April 1955 und enden am 6. Juli 2026. Die Definition eines „Golftages“ (Temperatur 15–30 °C, Niederschlag unter 5 mm, Wind unter 6 m/s) ist ein rein meteorologisches Raster. Lokale Faktoren wie Platzhöhe, Schatten oder Gewitterneigung werden nicht abgebildet. Auch Phasen mit extremen Hitzewellen (über 30 °C) fallen automatisch aus der Zählung, obwohl Golf bei solchen Temperaturen oft noch gespielt wird – aber die Definition soll die ideale Runde abbilden, nicht die maximal mögliche.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Station Nürnberg (03668). Auswertungszeitraum: April 1955 – Juli 2026. Zählung der Golftage nach Tmax 15–30 °C, Niederschlag <5 mm, Wind <6 m/s. Datenlizenz: GeoNutzV. Alle Mittelwerte sind über den gesamten verfügbaren Zeitraum berechnet.
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