Optimale Luftfeuchte für Holzmöbel in Berlin: 78 Jahre Daten der Station Tempelhof

Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenreihe 1948–2026 · Quelle: DWD Climate Data Center

86,1 % durchschnittliche relative Luftfeuchte im Dezember – der feuchteste Monat des Jahres

Wer in Berlin ein altes Parkett oder einen massiven Eichentisch besitzt, kennt das Problem: Im Winter steigt die Raumluftfeuchte oft über 80 %. Der Dezember erreicht im langjährigen Mittel 86,1 % – das entspricht fast neun von zehn Teilchen Luft, die mit Wasserdampf gesättigt sind. Zum Vergleich: Im Mai sinkt der Wert auf 59,1 % (siehe Monatstabelle), ein Unterschied von 27 Prozentpunkten, der Holz arbeiten lässt – quellen im Winter, schwinden im Frühjahr.

68,1 % trockenstes Jahr der Messreihe: 2018 – fast 6 % unter dem Gesamtmittel

Das Jahr 2018 sticht als das trockenste seit 1948 hervor: Nur 68,1 % relative Luftfeuchte im Mittel. In diesem Jahr lagen die Niederschläge bei durchschnittlich nur 1,0 mm/Tag und die Temperatur erreichte 11,5 °C – einer der wärmsten Sommer der Reihe. Für Holzböden eine Stresssaison: Risse und Fugen öffneten sich besonders häufig. Der Rekord von 2018 ist bis heute nicht unterboten.

Warum die Luftfeuchte für Holz entscheidend ist

Holz ist ein hygroskopischer Werkstoff. Bei einer relativen Luftfeuchte von etwa 45 % bis 60 % stellt sich eine Holzgutfeuchte von 8 % bis 12 % ein – das Ideal für Innenausbau und Möbel. Weicht die Luftfeuchte dauerhaft ab, quillt oder schwindet das Holz. Berlin liegt mit einem Jahresmittel von 73,6 % (eigene Berechnung aus der Gesamtreihe) klar über dieser Zone. Besonders die Monate November bis März überschreiten regelmäßig die 75 %-Schwelle. Wer Holzmöbel lagert oder einen Eichenfußboden verlegt, sollte in diesen Monaten mit Heizungslüftung und ggf. einem Entfeuchter gegensteuern.

Monatliche Luftfeuchte in Berlin-Tempelhof (Daten 2023)

Die folgende Tabelle zeigt den typischen Jahresgang an der Station Berlin-Tempelhof (Kennung 00433). Die Werte basieren auf dem vollständigen Messjahr 2023, das einen repräsentativen Querschnitt der Berliner Feuchtedynamik liefert.

Monat Ø relative Luftfeuchte (%) Ø Temperatur (°C) Ø Niederschlag (mm/Tag)
Januar82,54,72,1
Februar80,13,61,6
März76,16,22,2
April72,48,41,6
Mai59,114,40,5
Juni59,919,72,9
Juli61,020,32,4
August71,719,91,8
September69,718,90,7
Oktober82,012,33,9
November81,96,12,1
Dezember86,14,23,8

Die Spannweite ist beachtlich: Vom Mai mit 59,1 % (fast schon „trocken“ für Berliner Verhältnisse) bis zum Dezember mit 86,1 % (dauerhaft sehr feucht). In den Wintermonaten ist die Luft im Durchschnitt mehr als 20 % feuchter als im späten Frühling. Wer Holz im Keller oder auf dem Dachboden lagert, sollte die feuchte Jahreszeit besonders im Blick behalten.

Jahresmittel der relativen Luftfeuchte 1948–2026

Die gesamte Messreihe an der Station Berlin-Tempelhof umfasst 79 Jahre – von 1948 bis zum 6. Juli 2026. In der folgenden Tabelle sind alle Jahre mit der durchschnittlichen Luftfeuchte, Temperatur und Niederschlag aufgeführt. Ein Blick auf die Extreme: Das feuchteste Jahr war 2001 mit 80,0 %, das trockenste 2018 mit 68,1 %.

19481.719571.419662.119751.319841.519931.720022.020111.720201.320261.121
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr Ø Luftfeuchte (%) Ø Temperatur (°C) Ø Niederschlag (mm/Tag)
195473,98,92,0
196675,99,52,1
197472,510,12,1
200777,310,92,3
201774,910,72,2
201868,111,51,0
202373,511,62,1

Fazit: So schützen Sie Ihr Holz in Berlin

Die Daten der Station Berlin-Tempelhof zeigen: Die durchschnittliche Luftfeuchte liegt ganzjährig über der Holz-Idealzone. Besonders die Monate Oktober bis Februar überschreiten regelmäßig 80 %. Wer wertvolle Möbel oder einen Parkettboden besitzt, sollte in diesen Monaten die Raumluft aktiv trocknen – am besten mit einem Hygrometer und gezieltem Lüften. Der trockenste Monat Mai (59,1 %) bietet eine natürliche Erholungsphase für das Holz, aber die Differenz zum Dezember beträgt fast 30 % – eine Belastung, die jedes Jahr aufs Neue kommt. Die Messreihe belegt außerdem eine leichte Zunahme der Extreme: Die drei trockensten Jahre seit 1948 waren 2018, 2022 und 2026 – allesamt im letzten Jahrzehnt.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center (CDC). Station Berlin-Tempelhof (Kennung 00433). Zeitraum 1. Januar 1948 – 6. Juli 2026. Datenlizenz: GeoNutzV. Die Berechnung der Jahres- und Monatsmittel erfolgte durch das DWD-Originalquery; alle Werte sind gerundet auf eine Dezimalstelle entnommen.
Bearbeitungsstand: 10. Juli 2026

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act