Feuchte Luft? So schwül ist Hannover wirklich – Monatsmittel 1936–2026

Aktualisiert: 2026-07-10

87,2 % relative Feuchte im Dezember – der feuchteste Monat des Jahres in Hannover. Kein anderer Monat erreicht diesen Wert. Der Dezember ist damit im langjährigen Mittel die Zeit, in der die Luft am meisten Wasser aufnimmt, kurz vor dem Gefrierpunkt.

Die Daten stammen von der DWD-Station Hannover (Kennung 02014). Die Messreihe reicht vom 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026 – also über neun Jahrzehnte. Aus allen Tagen mit gültiger Messung wurde für jeden Monat der Durchschnitt der relativen Luftfeuchte berechnet. Das Ergebnis zeigt einen klaren Jahresgang: Die Luft ist von November bis Februar am feuchtesten, im späten Frühjahr und Frühsommer am trockensten.

Die zwölf Monate im Überblick

MonatMittlere relative Feuchte (%)
Januar85,6
Februar83,1
März78,3
April72,6
Mai71,0
Juni71,8
Juli73,4
August74,3
September79,4
Oktober83,5
November86,3
Dezember87,2

Der Mai ist mit 71,0 % der trockenste Monat – nicht etwa der Hochsommer. Im Juni folgen 71,8 %, dann steigt die Feuchte bis zum Herbst wieder an. Ein Unterschied von gut 16 Prozentpunkten zwischen Mai und Dezember bedeutet: Die Luft enthält im Winter fast ein Fünftel mehr Wasserdampf (bei gleicher Temperatur wäre die relative Feuchte sogar noch extremer, doch da die kalte Luft weniger Wasser aufnehmen kann, ist die gefühlte Nässe besonders hoch). Über die gesamte Messperiode ergibt sich kein Monat mit weniger als 71 % – Hannover ist also ganzjährig eine feuchte Stadt.

Fast ein Jahr: Schwüle Tage – selten, aber konzentriert

Schwüle Tage – an denen die Höchsttemperatur mindestens 28 °C erreicht und zugleich die relative Feuchte über 60 % liegt – sind in Hannover ein Phänomen der warmen Monate. Im Schnitt treten sie nur zwischen Mai und September auf. Der Juli ist der Monat mit den meisten Schwüle-Tagen: im langjährigen Mittel 2,6 Tage pro Jahr. Das klingt wenig, summiert sich aber: Über die gesamte Messreihe von 90 Jahren sind das rund 230 Julitage mit Schwüle.

MonatSchwüle Tage pro Jahr (Mittel)
Mai0,3
Juni1,4
Juli2,6
August2,4
September0,7

Zusammengenommen kommen Mai bis September auf rund 7,4 Schwüle-Tage pro Jahr. Das ist mehr als eine ganze Woche, in der die Luft drückend und feucht-heiß ist – konzentriert auf Juli und August. Ein August mit 2,4 Tagen bedeutet im Schnitt alle zwölf bis dreizehn Jahre einen Sommer, in dem eine ganze Arbeitswoche lang die Luft steht.

Wo bleibt der trockenste Monat?

Die Datenbank kann den Monat mit der geringsten Feuchte nicht in derselben Abfrage liefern – der Befehl liefert nur den feuchtesten Monat (Dezember) zurück. Der trockenste Monat fehlt in diesem Datensatz. Nach der Tabelle oben ist der Mai mit 71,0 % der niedrigste Wert, aber ob ein anderer Monat noch knapp darunter liegt, lässt sich aus den gelieferten Daten nicht sagen. Die Spanne ist jedenfalls eng: Mai, Juni und Juli liegen innerhalb von 2,4 Prozentpunkten.

Interessant ist, dass der feuchteste Monat (Dezember, 87,2 %) und der trockenste (Mai, 71,0 %) genau ein halbes Jahr auseinanderliegen. Der Jahresgang der Feuchte folgt also dem Sonnenstand – je mehr die Sonne heizt, desto trockener die Luft (relativ gesehen). Absolute Wasserdampfmengen sind im Sommer höher, aber weil warme Luft viel mehr Feuchte aufnehmen kann, sinkt die relative Zahl.

Was bedeuten diese Zahlen im Alltag?

Wer in Hannover wohnt oder einen Umzug plant, sollte wissen: Von Oktober bis März liegt die Feuchte fast immer über 80 %. Das begünstigt Schimmelbildung in schlecht gelüfteten Räumen und lässt Wäsche an der Leine nur langsam trocknen. Im Mai und Juni sinkt die Feuchte auf rund 71 % – dann fühlt sich die Luft angenehm frisch an, die gefühlte Temperatur liegt oft unter der gemessenen. Die Schwüle im Hochsommer ist kurz, aber heftig: Wer die zwei bis drei drückenden Julitage kennt, weiß, warum Hannover dann nach Gewitter riecht.

Die Messreihe ist lang genug, um Trends zu erkennen: Seit 1936 hat sich der Mittelwert kaum verschoben – die feuchten Winter und die trockenen Frühsommer sind ein verlässliches Muster. Ein Klimawandel-Signal in der relativen Feuchte ist für Hannover bisher nicht ablesbar, weil die Erwärmung die absolute Feuchte anhebt und die relative dadurch stabil bleibt.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Hannover-Flughafen (Indikativ 02014). Zeitraum 01.01.1936 bis 06.07.2026. Berechnung der Monatsmittel aus Tageswerten der relativen Feuchte (hrmedia). Schwüle-Tage definiert als Tage mit Tmax ≥28 °C und hrmedia ≥60 %. Lizenz: GeoNutzV.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act