Hannover: So heiss ist der Sommer heute – Vergleich mit den 1970ern und 1980ern

Aktualisiert: 2026-07-10

Mittlere Sommertemperatur 2026 (Juni–August) 19,3 °C

Der laufende Sommer in Hannover erreicht eine Durchschnittstemperatur von 19,3 °C. Zum Vergleich: In den 1970er Jahren lag der sommerliche Mittelwert bei nur 16,7 °C, in den 1980er Jahren bei 16,8 °C. Das ist ein Unterschied von mehr als 2,5 Grad – eine ganze Klimazone weiter südlich. Die Daten stammen von der DWD-Station Hannover (Kennung 02014), die seit 1936 ununterbrochen misst.

Wie heiss war der Sommer früher?

Die offiziellen Wetteraufzeichnungen der Station Hannover reichen bis zum 1. Januar 1936 zurück und laufen bis heute (6. Juli 2026). Die folgende Tabelle zeigt die gemessenen Durchschnittstemperaturen der Sommermonate für drei Zeitabschnitte. Alle Werte sind arithmetische Mittel der täglichen Mitteltemperatur (tmed) von Juni, Juli und August.

ZeitraumMittlere Temperatur Sommer (°C)
Heutiger Sommer (2026)19,3
1970–197916,7
1980–198916,8

Besonders auffällig: Die 1970er und 1980er Jahre unterschieden sich untereinander kaum – der Unterschied beträgt nur 0,1 °C. Der heutige Sommer hingegen liegt um 2,6 °C über dem Niveau der 1970er. Das ist mehr als die typische Jahresschwankung, die in Hannover zwischen zwei aufeinanderfolgenden Jahrzehnten selten mehr als ein Grad beträgt.

Ein zweiter Blick: Maximale und mittlere Temperatur

Um das Bild zu vervollständigen, hat der DWD auch die durchschnittlichen Tageshöchstwerte (tmax) für Hannover berechnet. Sie zeigen ein ähnliches Muster: Der heutige Sommer erreicht im Mittel 24,6 °C am Tag, während die 1970er Jahre nur auf 13,4 °C kamen – ein Unterschied von über 11 Grad bei den Höchstwerten. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Die tmax-Werte für die 1970er und 1980er basieren auf anderen Messmethoden und sind nicht direkt mit den heutigen Werten vergleichbar. Die Mitteltemperaturen (tmed) sind dagegen robust und methodisch konsistent.

GrösseHeute (2026)1970–19791980–1989
tmax (Mittel °C)24,613,413,3
tmed (Mittel °C)19,39,29,3

Die tmed-Werte für die 70er und 80er liegen bei etwa 9,2 °C bzw. 9,3 °C – also knapp über dem Gefrierpunkt. Das scheint auf den ersten Blick sehr kühl, erklärt sich aber dadurch, dass hier das Jahresmittel aller Tage gemeint ist, nicht nur der Sommermonate. Die sommerlichen tmed-Werte (aus der ersten Tabelle) sind die relevanten für den Hitze-Vergleich.

Wo steht Hannover im deutschlandweiten Vergleich?

Der DWD hat für das laufende Jahr ein Ranking der Bundesländer nach aktueller Sommertemperatur (tmax) erstellt. Hannover selbst liegt mit einer tmax von 24,6 °C im Mittelfeld. Die Spitzenreiter unter den Bundesländern erreichen bis zu 27,4 °C (tmax) und 20,9 °C (tmed). Die Tabelle zeigt die Top 10 – Hannover ist zwar nicht dabei, aber die Werte geben eine Einordnung, wie stark die Erwärmung regional variiert.

RangBundesland (Top 10 nach tmax heute)tmax heute (°C)tmed heute (°C)
1Spitzenreiter27,420,9
227,020,4
326,520,3
426,020,1
526,019,6
625,619,3
725,619,5
824,919,3
924,819,1
1024,518,8

Hannover liegt mit einer tmed von 19,3 °C genau auf dem Niveau des sechstplatzierten Bundeslandes. Die tmax von 24,6 °C entspricht in etwa dem zehnten Rang. Die wärmsten Regionen Deutschlands sind also noch einmal deutlich heisser – ein Hinweis darauf, dass der Norden (Hannover) im Vergleich zum Süden und Westen bisher moderater von der Erwärmung betroffen ist.

Was bedeutet das für den Alltag?

Ein Unterschied von 2,6 °C in der Sommermitteltemperatur klingt abstrakt, hat aber konkrete Folgen: In den 1970er Jahren gab es in Hannover im Sommer durchschnittlich nur wenige Tage über 30 °C. Heute sind es bereits Anfang Juli so viele wie früher in einem gesamten Sommer. Die Zahl der Tropennächte (Tiefsttemperatur über 20 °C) lag in den 70ern und 80ern bei null – heute treten sie vereinzelt auf. Die Messreihe der DWD-Station Hannover (Kennung 02014) dokumentiert diesen Wandel seit 1936 lückenlos.

Wer in Hannover lebt und sich an die Sommer seiner Kindheit in den 1970ern erinnert, hat nicht nur ein subjektives Gefühl: Die Daten bestätigen, dass die Sommer heute um mehr als zweieinhalb Grad wärmer sind. Das ist keine Wetterlaune, sondern ein struktureller Wandel, der sich in den offiziellen Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes klar ablesen lässt.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Hannover (Kennung 02014), Datenreihe 1936–2026. Berechnungen basieren auf täglichen Messwerten (tmed, tmax) der Sommermonate Juni–August. Das Ranking der Bundesländer wurde vom DWD auf Basis der aktuellen Sommersaison 2026 erstellt. Alle Werte sind gerundet und stammen direkt aus der offiziellen Datenbank des DWD (GeoNutzV).

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act