Aktualisiert: 2026-07-10
11,3 °C
Jahresmitteltemperatur 2023 an der DWD-Station Hannover
Zum Vergleich: Das vieljährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990 liegt bei 8,9 °C. Die Abweichung beträgt 2,4 °C. Ein Sprung, der sich anfühlt, als hätte Hannover plötzlich das Klima einer Stadt 250 Kilometer weiter südlich bekommen.
Eine Abweichung von 2,4 Grad im Jahresmittel ist kein flüchtiger Ausschlag, sondern ein dauerhaftes Signal. Ein so warmes Jahr wie 2023 wäre im Mittel der 1961–1990-Periode statistisch extrem selten gewesen. Die Station Hannover, die seit 1936 ununterbrochen misst, zeigt in ihrer langen Reihe, wie sich die Null-Linie nach oben verschiebt. Das Jahr 2023 ist kein Ausreißer, sondern ein neuer Orientierungspunkt.
Die Wetterstation Hannover (Kennung 02014) liefert Werte vom 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026. Das sind über 90 Jahre lückenloser Temperaturaufzeichnung – eine der längsten städtischen Reihen Norddeutschlands. Jede Angabe in diesem Bericht basiert auf den Rohdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Climate Data Center), frisch abgerufen und nach den offiziellen Kenntag-Definitionen ausgewertet.
Wie warm war es bisher in diesem Jahr? Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Mittelwerte aus dem Jahr 2026 (Stand Anfang Juli). Die Werte stammen direkt von der Station Hannover.
| Monat | Ø Temperatur (°C) | Ø Höchsttemperatur (°C) |
|---|---|---|
| Januar | -0,2 | 2,0 |
| Februar | 2,6 | 5,0 |
| März | 7,5 | 13,2 |
| April | 9,4 | 15,2 |
| Mai | 14,0 | 19,4 |
| Juni | 19,6 | 25,0 |
| Juli | 17,8 | 22,7 |
Besonders auffällig: Der Juni 2026 erreichte eine Durchschnittstemperatur von 19,6 °C und eine mittlere Höchsttemperatur von 25,0 °C. Das liegt schon jetzt über dem, was früher ein typischer Hochsommermonat war. Der Juli steuert mit 17,8 °C im Durchschnitt auf ähnlichem Niveau. Die Wärme kommt früh und bleibt länger.
Die offizielle Referenzperiode der Klimatologie ist der Zeitraum 1961–1990. Damals lag die Jahresmitteltemperatur in Hannover bei 8,9 °C. Um diesen Wert zu berechnen, hat der DWD alle gültigen Tagesmitteltemperaturen dieser 30 Jahre gemittelt. Das ist der Nullpunkt, von dem aus jede Abweichung gemessen wird.
2023 wurde für jedes einzelne Kalendertag die Temperatur aufgezeichnet, dann der Jahresdurchschnitt gebildet – Ergebnis: 11,3 °C. Die Differenz: 2,4 °C. In der Klimatologie spricht man bei solchen Werten von einer „starken positiven Temperaturanomalie“. Frei übersetzt: Das Jahr war deutlich wärmer, als es nach den alten Vergleichswerten zu erwarten gewesen wäre.
Ein einzelnes Jahr beweist noch keinen Trend, aber in Hannover reiht sich 2023 in eine Serie von auffällig warmen Jahren ein. Wer die langen DWD-Reihen studiert, sieht, dass die 2,4 °C kein Ausreißer sind, sondern ein Zeichen dafür, dass die Grundtemperatur der Stadt nach oben wandert. Winter mit negativen Monatsmitteln wie der Januar 2026 (−0,2 °C) werden seltener, während Frühsommer mit 19,6 °C (Juni 2026) zur neuen Normalität werden könnten.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Daten der Station Hannover (Kennung 02014), ungeprüfte Tageswerte. Auswertung: histoclima.com. Berechnung des historischen Mittels 1961–1990 und der Jahresmittel 2023 auf Basis der offiziellen DWD-Kenntag-Definition. Alle Werte auf eine Nachkommastelle gerundet, ohne weitere Bearbeitung.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
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