Niederschlags-Anomalie in Berlin 2022: 389,3 mm – das fehlende Drittel

Actualizado: 2026-07-10

Das Jahr 2022 war in Berlin-Tempelhof ein Trockenjahr. Über die ganze Saison fielen gerade einmal 389,3 mm Regen – das sind 180,0 mm weniger als der langjährige Durchschnitt der Periode 1991–2020. Das Mittel über jene dreißig Jahre liegt bei 569,3 mm. Wer in Berlin wohnt, hat es gespürt: der Rasen vergilbte, die Spree führte wenig Wasser, und die Waldbrandgefahr stieg. Die Abweichung ist kein Randphänomen – es fehlt mehr als ein Drittel der normalen Jahresmenge.

Die Station Berlin-Tempelhof (DWD-Kennung 00433) liefert eine der längsten und dichtesten Klimareihen der Hauptstadt. Der Datenbestand reicht vom 1. Januar 1948 bis zum 6. Juli 2026. Jeder Millimeter Niederschlag ist in dieser Serie dokumentiert – und für 2022 zeigt sich ein klares Signal: deutlich trockener als üblich.

Das Regenjahr 2022 im Detail

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) vergleicht jedes Kalenderjahr mit dem Mittel der dreißig Jahre von 1991 bis 2020. Fällt die Summe unter diese Referenz, gilt das Jahr als „trockener". 2022 ist mit einer negativen Abweichung von 180,0 mm eindeutig eingestuft: „trockener". Umgerechnet fehlte für ein durchschnittliches Jahr fast die gesamte Niederschlagsmenge der Monate April, Mai und Juni zusammen.

Größe Wert (mm)
Jahresniederschlag 2022 389,3 mm
Mittelwert 1991–2020 569,3 mm
Abweichung −180,0 mm
Bewertung trockener

Wie regnerisch war jeder einzelne Monat des Jahres 2023?

Wenn wir wissen wollen, ob sich die Trockenheit fortsetzt oder ob sich 2023 erholt hat, hilft ein Blick auf die Monatsbilanzen. Die folgende Tabelle zeigt die Niederschlagssumme für jeden Monat des Jahres 2023, ebenfalls gemessen an der Station Berlin-Tempelhof. Auffällig: Der Mai 2023 brachte nur 14,1 mm – das ist extrem wenig, selbst im Vergleich zum trockenen Vorjahr. Der Dezember hingegen lieferte 116,7 mm, fast das Achtfache des Maiwerts.

Monat Niederschlag (mm)
Januar65,2
Februar43,4
März69,4
April47,5
Mai14,1
Juni77,2
Juli74,1
August57,2
September21,6
Oktober93,2
November64,4
Dezember116,7

Mit 14,1 mm im Mai fiel weniger Regen als an manchen Apriltagen normal ist. Der Dezember glich mit 116,7 mm etwas aus – doch die erste Jahreshälfte 2023 war insgesamt sehr trocken. Erst der Juni (77,2 mm) und der Oktober (93,2 mm) brachten wieder ergiebigere Niederschläge.

Was bedeutet diese Anomalie für Berlin?

Eine Abweichung von −180,0 mm ist kein statistischer Ausreißer mehr, sondern ein deutlicher Trendbaustein. In einer Stadt mit durchschnittlich 569,3 mm pro Jahr bedeutet ein Minus von 180 mm, dass über sechs Wochen lang kein Regen fällt oder dass die Sommergewitter komplett ausbleiben. Die Daten der Berliner Wetterstation zeigen: Trockene Jahre wie 2022 sind keine Seltenheit mehr, sie werden durch die wärmere Luftmasse und veränderte Zirkulationsmuster begünstigt. Wer in Berlin lebt oder einen Umzug plant, sollte wissen: Die Hauptstadt wird nicht automatisch trockener – aber die Schwankungen werden extremer.

Der DWD erfasst diese Daten offen und lückenlos. Die Station Berlin-Tempelhof misst seit 1948 ohne Unterbrechung. Jeder Wert in dieser Analyse stammt direkt aus dem Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (Climate Data Center) und wurde von der Station Berlin-Tempelhof (00433) übermittelt.

Datenbasis: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (CDC). Station Berlin-Tempelhof, Kennung 00433. Zeitraum 1948-01-01 bis 2026-07-06. Lizenz: GeoNutzV. https://www.dwd.de/

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act