Aktualisiert: 2026-07-10
Am 13. November 1972 wurde an der Station Rostock-Warnemünde die höchste jemals registrierte Windböe gemessen. Die Böe erreichte 41,0 m/s – das entspricht fast 148 km/h. Seit diesem Herbsttag vor über 53 Jahren hat kein Sturm diesen Spitzenwert übertroffen. Der Rekord gilt bis heute, obwohl in den folgenden Jahrzehnten mehrfach Böen um 39,0 m/s und 37,8 m/s auftraten.
Zum Vergleich: Eine Böe von 41,0 m/s ist mehr als doppelt so stark wie die durchschnittliche Höchstböe eines normalen Wintersturms an der Ostsee. Es ist die Kraft, die schwere Schäden an Gebäuden und Bäumen verursacht – und dennoch zeigt die Statistik, dass Rostock seit 1947 nie eine Böe über 42 m/s erlebt hat.
Unter den Top 10 der je gemessenen Böen in Rostock-Warnemünde (seit Beginn der Aufzeichnungen 1947) stechen fünf Ereignisse besonders hervor. Die Rangliste wird von einem einzigen Herbsttag dominiert, gefolgt von mehreren Winterstürmen.
| Datum | Böe (m/s) | Rang |
|---|---|---|
| 13.11.1972 | 41,0 | 1 |
| 15.01.1968 | 39,0 | 2 |
| 26.11.1992 | 37,8 | 3 |
| 05.12.2013 | 37,7 | 4 |
| 17.10.1967 | 37,0 | 5 |
Die restlichen fünf Plätze der Top 10 belegen weitere Böen zwischen 37,0 m/s und 35,4 m/s, darunter Ereignisse aus den Jahren 1968, 1995, 1992, 1981 und 2004.
Der Jahresverlauf zeigt deutlich, dass die stärksten Böen in den Herbst- und Wintermonaten auftreten. Der November ist mit dem Rekordwert von 41,0 m/s der stürmischste Monat, gefolgt von Januar und Oktober. Die ruhigste Zeit ist der Spätsommer: Im August wurde die geringste monatliche Höchstböe registriert.
| Monat | Maximale Böe (m/s) |
|---|---|
| Januar | 39,0 |
| Februar | 34,0 |
| März | 33,0 |
| April | 32,0 |
| Mai | 30,1 |
| Juni | 33,0 |
| Juli | 29,0 |
| August | 27,8 |
| September | 35,0 |
| Oktober | 37,0 |
| November | 41,0 |
| Dezember | 37,7 |
Seit 1947 wird an der Station Rostock-Warnemünde kontinuierlich die tägliche Spitzenböe aufgezeichnet. Die folgende Tabelle zeigt das Maximum jedes Jahres von 1967 bis 2026. Deutlich zu erkennen ist, dass die 1970er Jahre mit den Rekorden von 1972 und 1968 die stürmischste Phase darstellen. In den 2010er Jahren gab es einen erneuten Ausreißer mit 37,7 m/s im Dezember 2013, der jedoch den Allzeitrekord nicht gefährdete.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Böe max (m/s) |
|---|---|
| 1967 | 37,0 |
| 1968 | 39,0 |
| 1972 | 41,0 |
| 1992 | 37,8 |
| 1995 | 37,0 |
| 2013 | 37,7 |
| 2026 | 22,1 |
Die hier vorgestellten Werte stammen aus dem Datenbestand des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Climate Data Center. Sie wurden an der offiziellen DWD-Station Rostock-Warnemünde (Indikativ 04271) gemessen. Der betrachtete Zeitraum umfasst die vollständige digitale Datenreihe vom 1. Januar 1947 bis zum 6. Juli 2026.
Der Rekordwert von 41,0 m/s am 13. November 1972 ist der absolute Höchstwert dieser knapp 80-jährigen Messreihe. Detaillierte Monats- und Jahresmaxima ermöglichen eine genaue Einordnung jedes Sturms in den historischen Kontext. Alle Angaben ohne Gewähr; die Daten unterliegen der Lizenz GeoNutzV.
Quelle: DWD - Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station Rostock-Warnemünde (04271). Datenstand: Juli 2026.
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