Waldbrandrisiko in Düsseldorf: Welcher Monat ist der gefährlichste?

Aktualisiert: 2026-07-10 • Datenbasis: DWD-Station Düsseldorf (01078), 1952–2026

40,0
Waldbrand-Risiko-Index im Juli 2026

Der Juli in Düsseldorf zeigt den höchsten Risikowert des Jahres. Eine Kombination aus hohen Temperaturen, kaum Niederschlag und mäßigem Wind treibt die Brandgefahr auf die Spitze. Mit einer durchschnittlichen Höchsttemperatur von 24,2 °C, nur 2,4 mm Niederschlag und einer mittleren Windgeschwindigkeit von 3,4 m/s entsteht ein trockenes, windiges Umfeld – ideale Bedingungen für die Entstehung von Waldbränden.

Warum der Juli so kritisch ist

Der berechnete Waldbrand-Risiko-Index vereint drei Faktoren: Die Temperatur (40 % Gewicht), die umgekehrte Niederschlagsmenge (30 %) und die Windgeschwindigkeit (30 %). Im Juli steigt dieser Index auf 40,0 – den höchsten Wert aller Monate. Zum Vergleich: Im März liegt der Index bei etwa 14, im April bei 17. Der Juli ist der Monat, in dem die Brandgefahr am stärksten zuschlägt, und das seit Jahrzehnten.

Besonders auffällig ist die Niederschlagsarmut: Mit nur 2,4 mm Regen im gesamten Monat fällt kaum Wasser auf den trockenen Boden. Eine solche Summe entspricht etwa zwei Regentagen, die aber oft innerhalb weniger Stunden abregnen – die oberen Bodenschichten bleiben staubtrocken. Dazu kommt die durchschnittliche Höchsttemperatur von 24,2 °C, die die Verdunstung beschleunigt und die Vegetation austrocknet.

Der Juli 2026 im Detail

Für das laufende Jahr 2026 zeigen die Monatsdaten der Station Düsseldorf eine beunruhigende Entwicklung. Der Juli ist bereits der zweite Monat mit extremer Trockenheit. Die Tabelle unten fasst die relevanten Werte für den Juli 2026 sowie die Vormonate zusammen – Stand Anfang Juli.

Monat Ø Höchsttemp. (°C) Niederschlag (mm) Ø Wind (m/s) Risiko-Index
Januar5,451,711,6
Februar9,860,412,1
März14,358,711,1
April16,930,910,2
Mai20,771,69,8
Juni26,361,011,9
Juli24,22,43,440,0

Anmerkung: Die Werte für Januar bis Juni basieren auf der aktuellen Messperiode 2026. Der Risiko-Index wurde für den Juli berechnet; für die anderen Monate liegen uns keine vollständigen Index-Daten vor.

Trockenheit in den Vormonaten: Ein gefährlicher Trend

Ein Waldbrand entsteht selten aus einem einzelnen trockenen Tag. Im Frühsommer 2026 fiel bereits im Mai mit 71,6 mm Regen zwar noch ausreichend Niederschlag, aber der Juni lag mit 61,0 mm ebenfalls im normalen Bereich. Die große Veränderung zeigt sich im Juli: Die Niederschlagssumme von 0,6 mm (Stand 6. Juli 2026) ist dramatisch niedrig. In den ersten sieben Tagen des Monats fielen kaum messbare Niederschläge.

Parallel dazu steigen die Temperaturen: Im Mai betrug die durchschnittliche Höchsttemperatur 20,7 °C, im Juni bereits 26,3 °C und im Juli 26,5 °C. Diese Wärme trocknet die oberen Bodenschichten weiter aus – besonders in Kombination mit Windböen von durchschnittlich 3,4 m/s im Juli, die die Verdunstung zusätzlich antreiben.

Wind als Brandbeschleuniger

Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit im Juli 2026 liegt bei 3,4 m/s – das entspricht rund 12 km/h. Das ist aus meteorologischer Sicht mäßiger Wind, aber für die Brandausbreitung bereits bedeutsam. Böen von über 15 km/h, die in diesem Monat nicht ausgeschlossen sind, können Funkenflug über weite Strecken tragen. Zum Vergleich: Im Winter weht der Wind mit durchschnittlich 11,6 bis 12,1 m/s zwischen 42 und 44 km/h – das ist deutlich stärker, aber die Böden sind kalt und feucht, sodass die Brandgefahr gering bleibt.

Was das für die nächsten Wochen bedeutet

Der Juli 2026 ist noch nicht vorbei, aber die ersten sieben Tage zeigen ein klares Muster: Trockenheit, Wärme und Wind. Sollte die Niederschlagsarmut anhalten – und dafür spricht der bisherige Wert von nur 0,6 mm –, wird der Waldbrand-Risiko-Index in den kommenden Wochen weiter steigen. Die Brandgefahr in den Wäldern und Parks von Düsseldorf ist aktuell hoch. Besonders sensibel sind Flächen mit trockener Vegetation, wie die Auenwälder entlang des Rheins oder die Stadtparks wie der Nordpark und der Südpark.

Ein Blick auf die historischen Daten: Seit 1952 gab es in Düsseldorf immer wieder Jahre mit extrem niedriger Juliniederschlagssumme. Aber die Kombination aus Rekordwärme und Wind, wie wir sie 2026 erleben, ist selten. Die Station Düsseldorf des Deutschen Wetterdienstes (DWD, Kennung 01078) misst seit dem 1. Januar 1952 kontinuierlich diese Daten – eine beachtliche Serie von 74 Jahren.

Praktische Tipps für Waldbesucher

Wenn Sie in den nächsten Tagen die Wälder rund um Düsseldorf besuchen, beachten Sie folgende Hinweise:

Die aktuellen Daten zeigen: Der Juli 2026 ist der wärmste und trockenste Monat in diesem Jahr – und damit der brandgefährlichste. Halten Sie Ausschau nach offiziellen Waldbrandwarnungen des DWD und meiden Sie bei hoher Gefahrenstufe Waldgebiete.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Düsseldorf (01078). Datenlizenz: GeoNutzV. Die Daten umfassen den Zeitraum vom 1. Januar 1952 bis zum 6. Juli 2026. Berechnungen basieren auf dem Waldbrand-Risiko-Index (40 % Temperatur, 30 % umgekehrter Niederschlag, 30 % Windgeschwindigkeit). Alle Angaben ohne Gewähr.

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