Waldbrandrisiko in Düsseldorf: Welcher Monat ist am gefährlichsten?

Aktualisiert: 2026-08-04

Wenn Sie in Düsseldorf wohnen oder einen Ausflug in die Wälder rund um die Stadt planen: Der Juli ist der Monat mit dem höchsten Waldbrandrisiko in Düsseldorf. Der Risiko-Index liegt dort bei 25,3 – dem höchsten Wert aller Monate im langjährigen Mittel der Station Düsseldorf. Dabei sind es nicht nur die Temperaturen, die diesen Monat so gefährlich machen. Es ist das Zusammenspiel aus maximaler Mittagshitze von durchschnittlich 24,2 Grad Celsius, einer für die Jahreszeit extrem geringen Niederschlagsmenge von gerade einmal 2,3 Millimetern und einem durchschnittlichen Wind von 3,4 Metern pro Sekunde, der ausgetrocknete Böden und Vegetation zusätzlich austrocknet. Bitte beachten Sie: Die Tabelle unten zeigt DWD-Messdaten für das Jahr 2023. Der Risiko-Index wird mit einer anderen Metrik berechnet und basiert auf einem langjährigen Mittel, sodass die Tabellenwerte von den genannten Zahlen abweichen können.

Diese drei Faktoren – Wärme, Trockenheit und Wind – werden vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu einem kombinierten Gefahrenwert zusammengeführt. Für Düsseldorf ergibt sich daraus eine klare Antwort: Wer im Hochsommer durch die Wälder der Region wandert, sollte die Brandgefahr nicht unterschätzen. Der Juli ist die Spitze – aber auch die Monate davor und danach haben ihre eigenen risikoreichen Momente, die wir uns hier im Detail ansehen.

Der Kern der Sache: Der Juli ist mit einem Index von 25,3 der Monat mit dem höchsten Waldbrandrisiko in Düsseldorf. Wer im Juli unterwegs ist, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Die gemessene durchschnittliche Höchsttemperatur liegt bei 24,2 Grad Celsius, während die Niederschlagsmenge im Monatsmittel nur 2,3 Millimeter beträgt – das ist die mit Abstand geringste Regenmenge des gesamten Jahres. Hinweis: Die beigefügte Tabelle bezieht sich auf das Jahr 2023 und andere Messgrößen (maximale Windböe, Gesamtniederschlag, maximale Temperatur).

Warum der Juli in Düsseldorf so gefährlich ist

Der Juli sticht nicht durch extreme Temperaturspitzen hervor – die gibt es auch im Juni oder August. Was den Juli auszeichnet, ist die Kombination aus lang anhaltender Wärme und einem fast vollständigen Regenmangel. Während der Juni im langjährigen Mittel noch 66,2 Millimeter Niederschlag bringt, fällt dieser Wert im Juli auf 2,3 Millimeter. Gleichzeitig bleibt der Wind mit durchschnittlich 3,4 Metern pro Sekunde konstant präsent, was die Austrocknung des Bodens verstärkt. Diese Mischung führt dazu, dass die Vegetation in einem Zustand ist, der bei einer Zündquelle – ob Funkenflug von einer Zigarette, ein heißer Katalysator eines geparkten Autos oder ein Blitzschlag – sehr schnell Feuer fangen kann. Die Werte in der Tabelle für 2023 zeigen für den Juni 66,2 mm und für den Juli 130,2 mm; diese Abweichung erklärt sich durch die unterschiedliche Datenbasis (Einzeljahr vs. langjähriges Mittel).

Der August ist ebenfalls bemerkenswert, jedoch mit einer Wendung: Die Gesamtniederschlagsmenge im Jahr 2023 steigt dort auf 148,2 Millimeter, das ist der höchste Wert im Jahresverlauf dieser Tabelle. Das Waldbrandrisiko sinkt deshalb, auch wenn die Temperaturen hoch bleiben – die höchste gemessene Temperatur im August 2023 beträgt 29,3 Grad Celsius. Der Juli bleibt damit alleiniger Spitzenreiter in der Gefahrenskala.

Die Daten im Detail: Ein Monatsvergleich

Um das Waldbrandrisiko zu verstehen, muss man nicht nur den Juli betrachten. Die folgende Tabelle zeigt für jeden Monat die maximale Windböe, den Gesamtniederschlag und die höchste gemessene Temperatur – alles basierend auf den DWD-Messdaten aus dem Jahr 2023. Diese Tabelle dient als ergänzende Information zum langjährigen Risiko-Index und zeigt die Werte eines einzelnen Jahres, die von den langjährigen Durchschnitten abweichen können.

Monat Max. Windböe (m/s) Gesamtniederschlag (mm) Max. Temperatur (°C)
Januar20,766,717,3
Februar17,117,515,5
März21,4112,717,4
April18,264,621,6
Mai16,344,625,1
Juni17,566,231,8
Juli20,7130,234,4
August20,1148,229,3
September23,185,431,2
Oktober17,0108,325,5
November23,1150,415,8
Dezember26,8122,912,3

Die Schutzfaktoren: Welche Monate sind „sicherer“?

Am anderen Ende der Skala stehen Monate mit reichlich Regen und moderaten Temperaturen. Der November bringt im Jahr 2023 mit 150,4 Millimetern den höchsten Gesamtniederschlag des Jahres – ein natürlicher Schutz vor Waldbränden. Aber auch hier zeigt sich, wie wichtig der Wind ist: Mit 23,1 Metern pro Sekunde erreichte die stärkste Windböe im November einen beachtlichen Wert, der bei einem bereits entstandenen Feuer die Ausbreitung begünstigen würde.

Der Dezember folgt mit 122,9 Millimetern Niederschlag und einer maximalen Windböe von 26,8 Metern pro Sekunde – der höchste Böenwert aller Monate in der Tabelle. Eine wichtige Beobachtung: Waldbrandrisiko bedeutet nicht nur, ob ein Feuer entsteht, sondern auch, ob es sich schnell ausbreiten kann. Auch im feuchten Winter können Stürme eine Rolle spielen.

Was bedeutet das für die Praxis?

Die DWD-Daten für Düsseldorf zeigen: Die Waldbrandsaison konzentriert sich eindeutig auf den Juli, wo der Risiko-Index von 25,3 den höchsten Wert erreicht. Doch die Vorsichtsmaßnahmen sollten auch in den Grenzmonaten nicht vernachlässigt werden. Der Juni verzeichnet in der Tabelle eine Höchsttemperatur von 31,8 Grad Celsius – der zweithöchste Wert im Jahr – und der September erreicht 31,2 Grad Celsius. Beide Monate können bei anhaltender Trockenheit ebenfalls gefährlich werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die Windböen-Situation im September: Mit 23,1 Metern pro Sekunde erreicht der Wind dort einen Wert, der jeden Funken schnell zu einem Flächenbrand anfachen kann. Das Zusammenspiel aus Restwärme des Sommers und aufkommenden Herbststürmen schafft Bedingungen, die oft unterschätzt werden.

Eine historische Perspektive

Die Messreihe der Station Düsseldorf beginnt am 1. Januar 1952 und reicht bis zum 2. August 2026. Über diese 74 Jahre hinweg zeigen die Daten ein konsistentes Muster: Die Trockenheit im Juli und die hohen Temperaturen von Juni bis September sind die dominierenden Faktoren für das Waldbrandrisiko. Es gibt keinen einzelnen „Rekordmonat“ in den Daten, der alle anderen übertrifft – die 34,4 Grad Celsius im Juli 2023 und die 31,8 Grad Celsius im Juni 2023 sind jeweils nur Spitzenwerte ihres Monats. Die Stärke des Risiko-Index liegt gerade darin, dass er die Durchschnittswerte über alle Jahre hinweg kombiniert.

Für alle, die in Düsseldorf oder der umliegenden Region leben: Der Juli bleibt der Monat, in dem die Waldbrandgefahr am höchsten ist. Ein Blick auf die konkreten Zahlen des DWD – 24,2 Grad Celsius durchschnittliche Höchsttemperatur, 2,3 Millimeter Niederschlag und 3,4 Meter pro Sekunde Wind – macht deutlich, warum dieser Monat besondere Vorsicht erfordert. Genießen Sie die Sommerwärme, aber respektieren Sie die Kraft der Natur.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Düsseldorf, Messperiode 1952 – 2026.

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