Wärmesumme für Hamburg-Neuwiedenthal: Wie viele Gradtage braucht der Sommer?

Aktualisiert: 2026-07-10

1363,8
Wärmesumme im Jahr 2018 – der absolute Spitzenwert seit Aufzeichnungsbeginn 1962

Das Jahr 2018 bescherte Hamburg die wärmste Vegetationsperiode seit Beginn der Messungen an der Station Hamburg-Neuwiedenthal. 1363,8 Gradtage (Basis 10 °C) summierten sich von April bis September. Das ist fast so, als hätte die Temperatur in diesen sechs Monaten jeden Tag über 10 °C gelegen – ein Rekord, der bis heute ungebrochen ist.

Die Wärmesumme ist ein zentraler Kennwert für Landwirtschaft, Gartenbau und Klimafolgenforschung. Sie gibt an, wie viele Grad die Tagesmitteltemperatur über einem Schwellenwert von 10 °C liegt, summiert über die Hauptwachstumsmonate April bis September. Je höher die Zahl, desto mehr Wärme steht Pflanzen wie Mais, Tomaten oder Sonnenblumen zur Verfügung. In Hamburg, wo die Sommer oft von Nordseeluft gedämpft werden, zeigen diese Daten eindrücklich, wie sich das Klima wandelt.

Die Extreme: Von kühl bis glühend heiß

Auf den ersten Blick fällt auf: Die Spanne ist gewaltig. Der tiefste Wert der gesamten Reihe stammt aus dem Jahr 2026 mit 489,0 Gradtagen – ein Jahr, das noch unvollständig ist (die Daten enden am 6. Juli 2026). Der niedrigste vollständige Wert liegt bei 520,0 im Jahr 1962. Dazwischen liegen mehr als 800 Gradtage Unterschied. Die fünf höchsten vollendeten Jahre zeigen eine klare Tendenz:

Diese fünf Jahre allein liegen alle im 21. Jahrhundert – kein einziges Jahr vor 2000 schafft es in die Top 5. Das macht deutlich: Die Sommer in Hamburg sind wärmer geworden, und die Vegetationsperiode bringt zunehmend mehr Wärmeenergie.

Die Jahresreihe: Wärmesumme von 1962 bis 2026

Die folgende Tabelle zeigt die vollständige Reihe für die Station Hamburg-Neuwiedenthal (DWD-Kennung 01981). Jeder Wert ist die auf eine Nachkommastelle gerundete Summe aller Gradtage über 10 °C von April bis September eines Jahres:

1962520.01970790.01978734.01986820.819941029.020021105.22010948.920181363.82026489.0Wärmesumme1364926489
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr Wärmesumme
20031197,5
20061177,3
20161151,2
20181363,8
20231139,6
20241242,5
2026489,0

Was bedeutet das für Hamburg?

Im Durchschnitt der Jahre 1962 bis 2025 – also ohne das unvollständige Jahr 2026 – summiert sich die Wärmesumme für die Provinz Hamburg auf 40380,9 Gradtage über die gesamte Messperiode. Umgerechnet auf die 64 vollständigen Jahre entspricht das einem Jahresmittel von etwa 631 Gradtagen. Werte über 1000, wie sie ab den 1990er Jahren häufiger auftreten, bedeuten, dass die Vegetationsperiode effektiv mehr als 100 Tage mit einer Durchschnittstemperatur von über 10 °C hatte – ein deutliches Signal für eine verlängerte und intensivere Wachstumszeit.

Die Rekordmarke von 1363,8 aus dem Jahr 2018 steht symbolisch für diese Entwicklung. Damals herrschte von April bis September eine außergewöhnliche Wärme, die Landwirte und Winzer gleichermaßen forderte. Solche Jahre bleiben selten, aber die Häufung seit der Jahrtausendwende zeigt: Die Wahrscheinlichkeit für sehr warme Sommer steigt.

Für alle, die ihren Garten planen oder verstehen wollen, wie sich das Klima in ihrer Region verändert, sind diese Gradtage ein verlässlicher Indikator. Sie zeigen nicht nur die Spitzen, sondern auch die vielen Jahre dazwischen – die stillen, unauffälligen Sommer, die im Mittel doch wärmer werden.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Hamburg-Neuwiedenthal (Kennung 01981). Die Wärmesumme (Basis 10 °C) wurde aus den Tagesmitteltemperaturen der Monate April bis September berechnet. Die Reihe reicht vom 1. Mai 1962 bis zum 6. Juli 2026. Alle Werte sind offizielle Daten unter der Lizenz GeoNutzV. Weitere Informationen unter www.dwd.de.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act

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