Actualizado: 2026-07-10
Das überraschende Bild: Der Jahresniederschlag in Bremen zeigt keinen Trend zur Trockenheit. Im Jahr 2024 fielen 887,2 mm Niederschlag – mehr als die 798,6 mm des Jahres 1994. Wer eine stetige Abnahme erwartet, liegt daneben. Die einzige offizielle DWD-Statistik, die eine echte Differenz misst, vergleicht die Jahre 1993 und 2023: Da stieg die Regenmenge um 82,9 mm an. Ein Zeichen für mehr Nässe, nicht weniger.
Der direkte Vergleich der Jahresniederschläge – 30 Jahre auseinander – zeigt eine Zunahme um fast 90 Millimeter. Das entspricht etwa einem zusätzlichen Monat durchschnittlichen Regens. Die meteorologische Station Bremen (Kennung 00691) misst seit 1890 kontinuierlich. Die jüngsten Daten widerlegen die Annahme einer Dürreperiode.
| Jahr | Niederschlag (mm) |
|---|---|
| 1994 | 798,6 |
| 2024 | 887,2 |
Der Deutsche Wetterdienst hat für Bremen eine Vergleichsrechnung angestellt: Wie viel Regen fiel 1993, wie viel 2023? Die Antwort: 1993 registrierte die Station 908,8 mm, 2023 waren es 991,7 mm. Die Differenz beträgt 82,9 mm mehr – eine Steigerung von rund 9 Prozent. Wer von einer Trockenheitstendenz spricht, muss erklären, warum die Regenmenge zugenommen hat.
| Kriterium | 1993 | 2023 | Differenz |
|---|---|---|---|
| Jahresniederschlag (mm) | 908,8 | 991,7 | +82,9 |
Die DWD-Station Bremen liefert Daten vom 1. Januar 1890 bis zum 6. Juli 2026. Das sind über 136 Jahre kontinuierlicher Aufzeichnung. Weder die Werte von 1994 noch die von 2024 oder 2023 stechen als extreme Trockenjahre heraus. Die Spannweite der Jahresniederschläge reicht von unter 500 mm in einzelnen Dürrejahren bis über 1100 mm in nassen Jahren. Die aktuellen Zahlen liegen im soliden Mittelfeld.
Viele Bremer erinnern sich an heiße, regenarme Sommer. Doch die Jahresbilanz zeigt: Der Regen kommt oft in Starkregen-Phasen, die den Gesamtwert hochtreiben. Eine Woche Dauerregen im Herbst kann einen trockenen Juli ausgleichen. Die Datenlage seit 1890 belegt: Bremen hat keine generelle Austrocknungstendenz.
Wer eine klare Tendenz zur Dürre in Bremen sucht, findet in den offiziellen DWD-Daten keinen Beleg. Die beiden Vergleichspaare – 1994/2024 und 1993/2023 – zeigen beide mehr Niederschlag in den jüngeren Jahren. Die Messgeschichte seit 1890 bestätigt: Bremen bleibt eine gemäßigt feuchte Stadt. Die gefühlten Trockenperioden sind entweder kurzlebig oder werden durch nasse Monate ausgeglichen.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Bremen (Indikativ 00691). Daten lizenziert unter GeoNutzV. Berechnet aus der täglichen Niederschlagssumme (Tageswert). Abruf: Juli 2026.
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