Regen am ersten Montag im Mai in Berlin – die Zahlen seit 1948

Aktualisiert: 2026-07-10

Fast jeder zweite erste Montag im Mai ist nass. An 33 von 79 Jahren mit auswertbaren Daten fiel am ersten Montag im Mai Niederschlag in Berlin-Tempelhof. Das entspricht einer Regenwahrscheinlichkeit von 41,8 %. Ein Wert, der zeigt: Wer den Frühling in Berlin plant, sollte die Mai-Montage nicht unterschätzen.

Die Regenwahrscheinlichkeit im Detail

Die Daten der Wetterstation Berlin-Tempelhof (DWD-Kennung 00433) reichen von 1948 bis 2026. In diesem Zeitraum ließen sich 79 Jahre vollständig auswerten – nur in diesen Jahren waren die Niederschlagsdaten am ersten Montag im Mai verfügbar. An 33 dieser 79 Tage registrierte das Pluviometer mehr als 0 mm Regen. Die verbleibenden 46 Jahre blieben trocken. Das ergibt eine historische Regenwahrscheinlichkeit von genau 41,8 Prozent. Kein berechneter Wert, sondern das echte Verhältnis über fast acht Jahrzehnte.

Stellen Sie sich vor: Von zehn ersten Montagen im Mai regnet es an vieren. Das ist häufiger als „jeder dritte“ – und wer an einem solchen Tag ein Open-Air-Event oder eine Fahrradtour plant, sollte die Regenjacke lieber dabeihaben. Die Wahrscheinlichkeit liegt knapp unter der 50-Prozent-Marke, aber deutlich über dem Zufall.

Der Mai 2023 im Klimapuzzle

Um die Regenwahrscheinlichkeit besser einordnen zu können, hilft ein Blick auf den gesamten Monat Mai im Jahr 2023 an der Station Tempelhof. Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Werte für alle zwölf Monate des Jahres 2023 – darunter die für den Mai typischen Bedingungen:

Monat Mittlere Temp. (°C) Gesamtniederschlag (mm) Mittlere Luftfeuchte (%) Mittlere Windgeschw. (m/s) Mittlere Bewölkung (Achtel)
Januar 4,7 65,2 82,5 4,1 7,1
Februar 3,6 43,4 80,1 4,1 6,3
März 6,2 69,4 76,1 3,9 6,7
April 8,4 47,5 72,4 3,8 5,8
Mai 14,4 14,1 59,1 3,9 4,7
Juni 19,7 77,2 59,9 3,3 5,1
Juli 20,3 74,1 61,0 3,5 5,4
August 19,9 57,2 71,7 3,0 6,1
September 18,9 21,6 69,7 2,6 4,2
Oktober 12,3 93,2 82,0 3,5 7,0
November 6,1 64,4 81,9 3,9 7,0
Dezember 4,2 116,7 86,1 4,3 7,4

Auffällig: Der Mai 2023 war mit nur 14,1 mm Gesamtniederschlag ein sehr trockener Monat. Die mittlere Bewölkung lag mit 4,7 Achteln vergleichsweise niedrig – dafür war die Luftfeuchte mit 59,1 % die geringste des ganzen Jahres. Ein typischer Berliner Mai kann also durchaus sonnig und trocken sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für Regen am ersten Montag bei 41,8 % liegt.

Was die 41,8 % für Ihre Planung bedeuten

Wer einen Termin auf den ersten Montag im Mai legen muss – ob Hochzeit, Klassenfoto oder Baustellenbeginn –, sollte wissen: Die Chance, dass es regnet, ist fast so hoch wie die, dass es trocken bleibt. Der Unterschied ist knapp: 41,8 Prozent Regenwahrscheinlichkeit bedeuten, dass es in 33 von 79 Jahren an genau diesem Tag Niederschlag gab. Das ist mehr als ein Drittel und weniger als die Hälfte. Übersetzt in eine Fünf-Tage-Woche: An zwei von fünf ersten Montagen im Mai müssen Sie mit Regen rechnen.

Warum der erste Montag im Mai?

Der erste Montag im Mai ist kein zufälliges Datum. In vielen europäischen Kalendern fällt er direkt nach dem 1. Mai (Maifeiertag) und wird oft für Verkaufsstarts, Saissons oder den Beginn von Bauphasen genutzt. Auch Vereine, Schulen und Firmen starten gern an diesem Tag in den Monat. Die vorliegende Analyse wertet alle Jahre seit 1948 aus, in denen die Wetterstation Berlin-Tempelhof durchgehend arbeitete. Sie zeigt: Kein anderer Wochentag im Mai hat eine grundlegend andere Statistik – aber für den Montag liegen die Daten aus der Langzeitreihe nun auf dem Tisch.

Niederschlag von Januar bis Dezember – das Jahresprofil 2023

Die Tabelle oben enthält noch mehr: Die Niederschlagssummen aller Monate des Jahres 2023. Der Mai war mit 14,1 mm der trockenste Monat des gesamten Jahres. Zum Vergleich der Dezember brachte 116,7 mm – mehr als achtmal so viel Regen. Wer also den Mai als den milden, sonnigen Frühlingsmonat kennt, liegt richtig, aber die 41,8 % Regenwahrscheinlichkeit am ersten Montag zeigen: Auch im Mai sind nasse Tage keine Seltenheit, und ein einzelner Tag kann durchaus ins Wasser fallen.

Die Luftfeuchte im Mai – trocken für Berliner Verhältnisse

Mit einer mittleren Luftfeuchte von 59,1 % im Mai 2023 war die Luft so trocken wie in keinem anderen Monat. Selbst im Juni lag die Luftfeuchte bei 59,9 %, also fast gleich auf. Das erklärt, warum Regentage im Mai oft kurz und kräftig sind – die Luft muss sich erst mit Feuchtigkeit aufladen, bevor es schüttet. Die Bewölkung von 4,7 Achteln zeigt, dass der Himmel im Mai 2023 gut zur Hälfte bedeckt war – ein durchwachsener, aber nicht grauer Monat.

Datenbasis und Methodik

Alle Angaben stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, und basieren auf der Station Berlin-Tempelhof (Kennung 00433). Die Datenreihe umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 1948 bis zum 6. Juli 2026. Für die Regenwahrscheinlichkeit wurden alle Jahre ausgewertet, in denen am ersten Montag im Mai gültige Niederschlagsdaten vorlagen. Ein Tag galt als „Regentag“, wenn die gemessene Niederschlagsmenge größer als 0 mm war. Trockene Tage mit genau 0 mm wurden nicht als Regen gezählt. Die monatlichen Mittelwerte für 2023 wurden aus den Tageswerten des gesamten Jahres berechnet und gerundet.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Berlin-Tempelhof (00433). Datenlizenz GeoNutzV. Letzter Datenabruf: Juli 2026. Die Analyse umfasst 79 Jahre mit vollständigen Niederschlagsdaten am ersten Montag im Mai (1948–2026). Die monatlichen Werte beziehen sich auf das Kalenderjahr 2023.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act