Aktualisiert: 10. Juli 2026
42 Liter pro Quadratmeter an einem einzigen Oktobertag – das ist der bis heute ungeschlagene Tagesrekord der Station Hamburg-Fuhlsbüttel. Am 27. Oktober 1939 fielen 41,1 mm Niederschlag. Das entspricht fast zwei Monatsmengen eines durchschnittlichen Oktober. Seit diesem Tag hat kein Oktobersturm diesen Wert mehr übertroffen – ein Rekord, der seit 86 Jahren Bestand hat.
Oktober in Hamburg ist oft grau und regnerisch. Aber manche Jahre übertreffen den üblichen Herbstregen deutlich. Die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes in Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975) misst seit 1936 täglich die Niederschlagsmenge. Der Höchstwert eines einzelnen Tages stammt aus dem Oktober 1939, wie die Daten seit Beginn der Aufzeichnungen belegen. Die Jahressumme des gesamten Monats fiel 1998 mit 183,0 mm extrem aus – das ist die höchste je gemessene Monatsmenge für einen Oktober.
An keinem anderen Oktober-Tag in der Messgeschichte floss mehr Regen vom Himmel. Die 41,1 mm, die am 27. Oktober 1939 registriert wurden, bedeuten: Innerhalb von 24 Stunden fiel so viel Niederschlag wie sonst an etwa 4 typischen Oktobertagen. Der Rekord liegt knapp 90 Jahre zurück – er wird bis heute nicht übertroffen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Oktober bringt in Hamburg etwa 65 bis 70 mm, der Rekordtag allein liefert also mehr als die Hälfte davon.
Im Ranking der nassesten Oktober seit 1936 sticht ein Jahr besonders heraus: 1998 mit 183,0 mm. Dahinter folgt 1970, das mit 142,7 mm ebenfalls weit über dem Durchschnitt lag. Die Tabelle zeigt die fünf Oktober mit der höchsten Gesamtniederschlagsmenge:
| Jahr | Niederschlag Oktober (mm) |
|---|---|
| 1998 | 183,0 |
| 1970 | 142,7 |
| 1941 | 128,4 |
| 2002 | 126,0 |
| 2017 | 121,0 |
Die Liste zeigt, dass die extrem nassen Oktober über das gesamte Messzeitraum verteilt sind: 1941 liegt dicht hinter 1970, und die Jahre 2002 sowie 2017 zeigen, dass auch im 21. Jahrhundert noch sehr feuchte monate auftreten. Der Spitzenreiter 1998 ist bis heute unübertroffen.
Die folgende Tabelle listet für jedes Jahr die Gesamtniederschlagssumme im Oktober und den höchsten Tageswert auf. Sie zeigt, wie stark die Monatssummen schwanken: von nur 8,0 mm im Jahr 1951 bis zu 183,0 mm 1998. Auch die maximalen Tageswerte variieren enorm – im Rekordjahr 1939 mit 41,1 mm, aber auch 1993 mit 37,1 mm nahe dran.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Niederschlag Oktober (mm) | Niederschlag max. Tag (mm) |
|---|---|---|
| 1939 | 107,7 | 41,1 |
| 1979 | 13,4 | 3,5 |
| 1982 | 81,5 | 34,1 |
| 1983 | 102,7 | 32,4 |
| 1993 | 73,2 | 37,1 |
| 1998 | 183,0 | 32,6 |
| 2008 | 106,1 | 32,3 |
Ein Blick auf die Tabelle zeigt: In den Jahren 1939, 1970, 1993 und 1998 gab es besonders starke Regenfälle innerhalb weniger Stunden. Der Oktober 1998 sticht nicht nur durch die höchste Monatsmenge hervor – auch der maximale Tageswert von 32,6 mm am 25. Oktober jenes Jahres gehört zu den heftigsten. Der Oktober 2023 lag mit 107,8 mm ebenfalls über dem langjährigen Mittel, aber noch weit entfernt von den Spitzenwerten.
Datenquelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (CDC). Offizielle Station: Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Zeitreihe Oktober 1936–2026. Die Werte entstammen der geprüften Tagesdatenbank. Abgerufen am 10. Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV.
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