Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenbasis: 1759–2026
43,1 % Wahrscheinlichkeit für Niederschlag in der zweiten Aprilwoche
Die Osterwoche, die zwischen dem 10. und 16. April liegt, ist seit 1759 die regenreichste aller möglichen Ostertermine. Fast jeder zweite Tag in dieser Aprildekade brachte messbaren Niederschlag (über 0,1 mm). Die Messreihe der Station Leipzig-Holzhausen reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück – ein historisch einmaliger Datenschatz.
Ostern kann zwischen dem 22. März und dem 25. April liegen. Diese Spanne teilen wir in sechs Abschnitte. Die Daten der Station Leipzig-Holzhausen (02928) zeigen für jeden Abschnitt, wie viel Prozent der Tage seit 1759 Regen brachten. Die Werte streuen um etwa 7 Prozentpunkte, doch die Unterschiede sind stabil:
| Osterwoche (Zeitraum) | Regenwahrscheinlichkeit (%) |
|---|---|
| Vor dem 27. März | 42,1 |
| 27. März – 2. April | 42,4 |
| 3. April – 9. April | 41,3 |
| 10. April – 16. April | 43,1 |
| 17. April – 23. April | 35,6 |
| 24. April – 30. April | 38,7 |
Die dritte Aprilwoche (17.–23. April) ist die trockenste: Nur gut ein Drittel der Tage verzeichnet Regen. Wer also Ostern spät im April feiert, hat statistisch die besten Chancen auf trockenes Wetter – aber selbst dann bleibt die Wahrscheinlichkeit für mindestens einen Regentag in der Ferienwoche hoch.
Um zu verstehen, was diese Prozentzahlen bedeuten, lohnt ein Vergleich mit einem konkreten Jahr. Im Jahr 2022 verteilte sich der Regen in Leipzig folgendermaßen über die Monate (Gesamtniederschlag pro Monat in Millimeter):
| Monat | Niederschlag (mm) |
|---|---|
| Januar | 61,5 |
| Februar | 37,5 |
| März | 9,3 |
| April | 23,6 |
| Mai | 29,4 |
| Juni | 25,5 |
| Juli | 43,4 |
| August | 64,3 |
| September | 72,4 |
| Oktober | 29,3 |
| November | 27,2 |
| Dezember | 66,9 |
Besonders auffällig: Der März 2022 war mit nur 9,3 mm extrem trocken – das entspricht etwa einem Fünftel des Aprilwerts. In einem solchen Jahr wäre die Regenwahrscheinlichkeit zu Ostern (oft Ende März/Anfang April) deutlich niedriger als der langjährige Mittelwert. Die Osterwochenzahlen aus der 267-jährigen Reihe gleichen solche Extreme aber aus und zeigen das typische Risiko.
Die Werte in der Tabelle sagen: In der jeweiligen Woche hat es an X % aller Tage seit 1759 geregnet (mehr als 0,1 mm). Wenn Sie also eine ganze Osterwoche in Leipzig verbringen, ist die Chance, dass Sie mindestens einen Regentag erleben, deutlich höher als der Einzelwert. Für die zweite Aprilwoche (43,1 %) bedeutet das: In 4 von 10 Jahren bleibt es in der gesamten Woche trocken – in 6 von 10 Jahren müssen Sie mit mindestens einem Schauer rechnen.
Die Spanne reicht von 35,6 % (dritte Aprilwoche) bis 43,1 % (zweite Aprilwoche). Die Unterschiede mögen klein klingen, doch über die Jahrhundertreihe sind sie statistisch robust. Die frühen Ostertermine (März/Anfang April) liegen mit 42,1 % und 42,4 % dicht beieinander – und damit knapp unter dem Maximum. Wer flexibel ist, sollte also die dritte oder vierte Aprilwoche bevorzugen. Aber Vorsicht: Auch dort regnet es immer noch an mehr als jedem dritten Tag.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Leipzig-Holzhausen (02928). Auswertung des Zeitraums 1. November 1759 bis 6. Juli 2026 für Niederschlag > 0,1 mm an den Kalendertagen 20. März bis 30. April. Die Osterwochen wurden in sechs Abschnitte eingeteilt: vor 27. März, 27. März–2. April, 3.–9. April, 10.–16. April, 17.–23. April, 24.–30. April. Die Regenwahrscheinlichkeit ist der Anteil der Tage mit Niederschlag an allen Tagen des jeweiligen Abschnitts, gemittelt über den gesamten verfügbaren Zeitraum.
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