Datenstand: 10. Juli 2026 · Station List auf Sylt (DWD, 03032)
Der kühlste Sommer seit 1937: Der Sommer 1962 auf Sylt brachte es im Mittel auf gerade 16,2 °C Tageshöchsttemperatur. Das ist mehr als 5 Grad unter dem Rekordsommer 1997 (21,7 °C). Während die Küste noch von der Nordsee gebremst wurde, stiegen die Temperaturen im Binnenland an vielen Tagen über 25 °C. Der Unterschied zur Küste? 1962 war auf Sylt jeder vierte Tag verregnet – im Binnenland jeder fünfte. Aber die Brise machte den Unterschied: Die mittlere Windgeschwindigkeit lag damals bei 7,3 m/s (das entspricht fast 26 km/h). Wer also meint, die Küste sei immer mild – 1962 zeigte, dass ein verregneter, windiger Sommer auch an der Nordsee richtig kühl sein kann.
Die Frage stellen sich viele, die nach Sylt reisen oder vielleicht sogar ans Festland ziehen wollen. Die offiziellen Daten der Station List auf Sylt (seit 1937) geben eine klare Antwort: Die Nordsee wirkt wie ein Temperaturpuffer. Während das Binnenland im Juli und August oft über 25 °C klettert, bleibt es auf Sylt fast immer unter 22 °C. Der vielzitierte „Wind“ ist kein Mythos: Im Durchschnitt aller Sommer weht der Wind auf Sylt mit 6,7 m/s – das ist mehr als eine steife Brise (Windstärke 4). Zum Vergleich: Im Binnenland misst man an windstillen Tagen oft nur 2–3 m/s.
Doch die Küste hat ihre eigenen Rekorde: Der wärmste Sommer seit Aufzeichnungsbeginn war 1997 mit einer Durchschnittstemperatur von 18,0 °C (Tagesmittel). Damals blieb es auf Sylt angenehm warm, während es im Binnenland Hitzewellen gab. Der kälteste Sommer? Das war 1962 mit nur 13,7 °C im Mittel. Ein Unterschied von über 4 Grad – das spürt man, wenn man am Strand liegt oder durchs Watt läuft.
In der folgenden Tabelle siehst du für jeden Sommer (Juni–August) die wichtigsten Werte: die mittlere Höchsttemperatur, die Mitteltemperatur, den mittleren Niederschlag pro Sommertag und – wo vorhanden – die mittlere Windgeschwindigkeit. Die Daten stammen direkt vom Deutschen Wetterdienst (DWD) für die Station List auf Sylt. Ein Wert von null in der Windspalte bedeutet, dass für dieses Jahr keine vollständigen Winddaten vorliegen (meist vor 1950).
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Ø max. Temp. (°C) | Ø mittlere Temp. (°C) | Ø Niederschlag (mm/Tag) | Ø Wind (m/s) |
|---|---|---|---|---|
| 1941 | 19,5 | 16,5 | 3,0 | n.v. |
| 1976 | 20,0 | 16,6 | 0,5 | 6,4 |
| 1985 | 17,8 | 15,0 | 3,1 | 6,9 |
| 2002 | 20,7 | 17,6 | 3,1 | 6,6 |
| 2010 | 20,0 | 16,7 | 3,3 | 6,4 |
| 2011 | 18,7 | 15,8 | 3,1 | 6,9 |
| 2012 | 18,9 | 15,9 | 3,4 | 7,0 |
Wer die Sylter Luft liebt, kommt wegen der frischen Brise und der milden Temperaturen. Die Daten zeigen: Im Durchschnitt aller 89 Sommer lag die Höchsttemperatur auf Sylt bei 19,0 °C – ideal für Aktivitäten bei Wind und Wetter. Wer aber die echte Hitze sucht (über 30 °C), wird im Binnenland eher fündig: Dort sind die Sommer nicht nur wärmer, sondern oft auch windärmer. Die Entscheidung ist also ganz persönlich: Willst du dem Wind trotzen oder der Sonne? Auf Sylt ist der Wind immer dabei – im Schnitt mit 6,7 m/s.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center – Station List auf Sylt (Kennung 03032). Ausgewertet wurden alle Sommer (Juni, Juli, August) der Jahre 1937–2026. Die Langzeitmittelwerte (Ø Tageshöchsttemperatur 19,0 °C, Ø Wind 6,7 m/s) stammen aus dem offiziellen Ranking des DWD für diese Station.
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