Risiko Dehydrierung in München: Heiße und trockene Tage seit 1954

Aktualisiert: 10. Juli 2026

Ein einziger Tag in 72 Jahren erfüllte die Extrembedingung: Hitze über 30 °C bei gleichzeitig trockener Luft unter 30 % relativer Feuchte. Dieser Tag fiel auf das Jahr 2012 — und seither hat sich kein vergleichbarer Wert mehr ereignet. Es ist der Höchstwert der gesamten Münchner Messreihe seit 1954.

1 Tag extreme Hitze+Trockenheit (≥30 °C, <30 % RH)

Was bedeutet „Risiko Dehydrierung“?

Für den menschlichen Körper wird es dann gefährlich, wenn hohe Temperaturen (ab 30 °C Maximum) auf eine sehr trockene Luft (unter 30 % relative Feuchte) treffen. Der Schweiß verdunstet extrem schnell, der Flüssigkeitsverlust steigt rasant – ohne ausreichendes Trinken kann es innerhalb weniger Stunden zur Dehydrierung kommen. In München ist dieses Szenario ausgesprochen selten: Die Luft ist in der Regel feuchter. Der Datensatz der Station München-Stadt (Kennung 03379) des Deutschen Wetterdienstes zeigt, wie selten diese Kombination wirklich ist.

Das Spitzenjahr 2012

Das Jahr 2012 sticht heraus: Es ist das einzige Jahr im gesamten Messzeitraum (1. Juni 1954 bis 6. Juli 2026), in dem ein Tag sowohl die 30 °C-Marke überschritt als auch die Luftfeuchte unter 30 % fiel. Verglichen mit 72 Jahren ist das eine Häufigkeit von etwa 1,4 % der Jahre. Anders gesagt: statistisch gesehen tritt ein solcher Tag nur etwa alle 70 Jahre auf. Rechnet man den einen Tag in Monate um – es ist weniger als ein halber Tag pro Jahrzehnt – wird deutlich, wie außergewöhnlich die Bedingung ist.

Alle anderen Jahre der Serie verzeichneten 0 Tage mit dieser Kombination. Das bedeutet nicht, dass es keine heißen oder trockenen Tage gab, sondern dass die Gleichzeitigkeit beider Extreme in München nahezu nie vorkommt. Die Münchner Luft ist auch an Hitzetagen meist noch feucht genug, um die Schweißverdunstung zu bremsen.

Die Datenreihe: Nur ein Jahr mit Extremwert

Die folgende Tabelle zeigt die vollständige Auswertung aller Jahre mit mindestens einem Tag, an dem die Temperatur ≥30 °C und die Luftfeuchte <30 % betrug. Da nur das Jahr 2012 einen solchen Tag aufweist, ist die Liste sehr kurz – aber sie ist vollständig und basiert auf den Originaldaten des DWD.

Jahr Anzahl Tage (≥30 °C, <30 % RH)
2012 1

Warum ist das relevant?

Für München-Besucher oder -Bewohner, die einen Ausflug planen, bedeutet das: Die Gefahr einer Dehydrierung durch trockene Hitze ist extrem gering. Wer an heißen Sommertagen (über 30 °C) jedoch im Freien Sport treibt oder wandert, sollte trotzdem auf Flüssigkeitszufuhr achten – die Luftfeuchte kann auch in München an manchen Tagen unter 40 % fallen, was den Flüssigkeitsverlust erhöht. Die gemessenen Daten zeigen aber, dass die kritische Schwelle von 30 % Luftfeuchte bei über 30 °C in den letzten 72 Jahren nur ein einziges Mal erreicht wurde.

Zum Vergleich: An einem normalen heißen Julitag in München liegt die relative Luftfeuchte meist zwischen 40 % und 60 %. Die Kombination aus staubtrockener Wüstenluft (unter 30 %) und starker Hitze ist typisch für südlichere Gefilde – nicht für die Isarstadt.

Hintergrund der Messung

Die Daten stammen von der DWD-Station München-Stadt (03379), einer der am längsten betriebenen Klimastationen Bayerns. Die Messreihe umfasst den Zeitraum 1. Juni 1954 bis 6. Juli 2026 – also mehr als 72 Jahre lückenloser Tageswerte. Jeder einzelne Tag wurde auf Temperaturmaximum und mittlere relative Luftfeuchte geprüft. Die Auswertung wurde von Histoclima.com auf Basis des DWD-Klimadatensatzes durchgeführt.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, Station München-Stadt (Kennung 03379). Daten lizenziert unter GeoNutzV. Diese Seite verwendet ausschließlich die vom DWD bereitgestellten Originalwerte. Stand der Daten: Juli 2026.

Histoclima.com – Klimahistorische Daten für Deutschland und Spanien.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act