Risiko Dehydrierung durch trockene Hitze in Hamburg

Aktualisiert: 10. Juli 2026 – Datenbasis: DWD Climate Data Center

Der extremste Tag in 90 Jahren: Am 23. Juli 1976 herrschte in Hamburg eine seltene Kombination aus extremer Hitze (≥30 °C) und brennend trockener Luft (relative Feuchte ≤30 %). Dieser eine Tag – der 1 einzige im gesamten Zeitraum 1936–2026 – markiert das absolute Maximum an Dehydrierungsrisiko durch trockene Hitze in der Hansestadt. An keinem anderen Datum wurde es gleichzeitig so heiß und so staubtrocken.

Für alle, die über einen Umzug nach Hamburg nachdenken oder eine Reise planen: Die Daten der offiziellen DWD-Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Kennung 01975) zeigen, dass Tage mit extremem Flüssigkeitsverlust – also wenn die Temperatur über 30 °C steigt und die Luftfeuchte auf maximal 30 % fällt – seit 1936 praktisch nicht vorkommen. Das ist kein Zufall: Die Lage nahe der Nordsee sorgt meist für eine feuchte Brise, die selbst an heißen Sommertagen die gefühlte Trockenheit dämpft. Doch genau diese eine Kombination – 1 Tag in 90 Jahren – macht die statistische Seltenheit deutlich.

Zur Einordnung: Ein Tag mit solchen Werten entspricht weniger als 0,03 % aller Tage im Messzeitraum. In anderen Worten: Selbst wenn man einen ganzen Sommer in Hamburg verbringt, liegt die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Extremtag zu erleben, nahe bei null. Der Sommer 1976 bleibt für dieses Phänomen ungeschlagen – kein späteres Jahr hat die Marke auch nur erreicht.

Das extremste Jahr: 1976

Das Jahr mit den meisten Tagen extremer Trockenhitze ist gleichzeitig das Jahr mit dem bisher einzigen Tag: 1976. Die vollständige Serie (1936–2026) enthält nur in diesem einen Jahr einen solchen Tag. Alle anderen Jahre verzeichnen 0 Tage. Der Rekord liegt also seit fast 50 Jahren unangefochten. Für Hamburg ist das typisch: Die Stadt zählt nicht zu den trocken-heißen Regionen Deutschlands – ein kurzer Blick auf die Bundesländer-Rangliste zeigt, wie weit andere Gebiete voraus sind.

Bundesländer und Städte im Vergleich

Damit Sie das Hamburger Klima besser einordnen können, hier die Top-5 der Bundesländer und Städte mit den meisten Tagen extremer Trockenhitze (Temperatur ≥30 °C, relative Feuchte ≤40 %). Die Daten stammen aus demselben DWD-Messnetz und decken ebenfalls den Zeitraum 1936–2026 ab.

Bundesländer mit der höchsten Anzahl an Trockenhitze-Tagen

RangBundeslandTage (≥30 °C & ≤40 % rF)
1Bayern186
2Hessen164
3Baden-Württemberg143
4Sachsen137
5Rheinland-Pfalz131

Die trocken-heißesten Stationen Deutschlands

RangStationTage (≥30 °C & ≤40 % rF)
1Berlin-Alexanderplatz64
2Frankfurt/Main64
3Freiburg62
4Lindenberg61
5Berlin-Tegel60

Hinweis: Die Station Hamburg-Fuhlsbüttel taucht in diesem Ranking nicht auf – anders als in südlichen oder östlichen Regionen ist das Risiko hier statistisch vernachlässigbar.

Einordnung: Was bedeutet 1 Tag in 90 Jahren?

Stellen Sie sich vor, Sie verbringen jeden Sommer drei Monate in Hamburg – das sind 270 Tage. Um statistisch einen einzigen Tag mit extremer Trockenhitze zu erleben, müssten Sie 90 Sommer hintereinander dort leben. Oder anders: Die Wahrscheinlichkeit, an einem beliebigen Sommertag zwischen Juni und August eine solche Konstellation zu erleben, liegt weit unter 1 %. Kein anderer Ort im Ranking der 10 trocken-heißesten Stationen hat weniger als 52 Tage – Hamburg hat faktisch 0,01 Tage pro Jahr.

Das macht Hamburg zu einer der sichersten deutschen Großstädte, wenn es um das Risiko der Dehydrierung durch trockene Hitze geht. Die Luft ist selbst an heißen Tagen oft noch feucht genug, um die Verdunstungskühlung des Körpers zu unterstützen. Dennoch: Auch ohne extreme Trockenheit kann es im Sommer heiß werden – aber die gefährliche Kombination aus ≥30 °C und ≤30 % Luftfeuchte ist hier eine echte Ausnahmeerscheinung.

Jahresübersicht: Alle Jahre mit mindestens einem Trockenhitze-Tag

Da es in 90 Jahren nur einen einzigen Treffer gab, zeigt die folgende Tabelle das vollständige Ergebnis:

JahrAnzahl Tage (≥30 °C & ≤30 % rF)
19761
Alle anderen Jahre (1936–2026)0

Der Messzeitraum der Station Hamburg-Fuhlsbüttel umfasst den 1. Januar 1936 bis zum 6. Juli 2026. In diesen 90 Jahren wurde also nur ein einziger Tag registriert, der die Kriterien für extremes Dehydrierungsrisiko durch trockene Hitze erfüllt. Selbst wenn die relative Feuchte-Schwelle auf ≤40 % angehoben wird (wie im Ranking der Bundesländer), bleibt Hamburg weit abgeschlagen – die Stadt liegt in der Kategorie der geringsten Risiken.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, offizielle Messwerte der Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Lizenz: GeoNutzV. Zeitraum: 01.01.1936 – 06.07.2026. Für die Rangliste der Bundesländer und Stationen wurden alle DWD-Stationen mit vollständigen Daten ausgewertet (Temperatur ≥30 °C, relative Feuchte ≤40 %). Die Abfrage erfolgte am 10.07.2026.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act