Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2026 · Station Frankfurt/Main (DWD-Kennung 01420)
Der späteste erste Herbstregen seit 2010 fiel am 23. September 2020: Fast drei Wochen später als der Durchschnitt der letzten Jahre. In jenem Jahr musste Frankfurt bis zum meteorologischen Herbstbeginn (1. September) 22 Tage auf den ersten nennenswerten Regen warten – eine ungewöhnlich lange Trockenphase zum Start der goldenen Jahreszeit. Der früheste Herbstregen im selben Zeitraum trat dagegen schon am 1. September auf, gleich viermal: 2015, 2017, 2023 und 2025. Es zeigt: Die Streuung zwischen den Jahren ist beträchtlich, und der Auftakt des Herbstes kann in Frankfurt von Septemberdürre bis zu pünktlichem Landregen reichen.
Als „Erster Herbstregen“ gilt der Tag nach dem 31. August, an dem an der DWD-Station Frankfurt/Main (01420) eine messbare Niederschlagsmenge von mehr als 0,0 Millimetern registriert wird. Der Zeitraum umfasst die meteorologischen Herbstmonate September, Oktober und November. Traurige Berühmtheit: Lag der erste Regen erst im Oktober oder November, wäre das Jahr hier nicht erfasst – doch in unserer vollständigen Reihe von 2010 bis 2025 trat der erste Herbstregen ausnahmslos im September ein.
Die Tabelle zeigt jedes Jahr ab 2010 mit dem exakten Datum. Besonders auffällig: Die Jahre 2010 bis 2019 pendelten zwischen dem 1. und dem 7. September – eine sehr kompakte Spanne. Dann folgte 2020 mit dem Ausreißer auf den 23. September – der bisher späteste Termin in dieser Stichprobe.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Datum erster Herbstregen |
|---|---|
| 2012 | 5. September 2012 |
| 2013 | 7. September 2013 |
| 2014 | 6. September 2014 |
| 2015 | 1. September 2015 |
| 2016 | 4. September 2016 |
| 2020 | 23. September 2020 |
| 2021 | 10. September 2021 |
Die Temperatur in Frankfurt steigt langfristig. Die wärmsten Jahre der Messreihe seit 1935 liegen alle im 21. Jahrhundert: 2018, 2022 und 2023 erreichten eine Jahresmitteltemperatur von 12,5 °C. Zum Vergleich: 1945 war mit −0,3 °C das mit Abstand kälteste Jahr der Serie – ein extremer Ausreißer, der bis heute unerreicht bleibt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Jahresmitteltemperatur für jedes Jahr der Reihe. Beachten Sie die Lücken um 1946/47, für die keine Daten vorliegen.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Jahresmitteltemperatur (°C) |
|---|---|
| 1945 | −0,3 |
| 2014 | 12,1 |
| 2018 | 12,5 |
| 2020 | 12,1 |
| 2022 | 12,5 |
| 2023 | 12,5 |
| 2024 | 12,2 |
Die Frankfurter Herbstregenfälle seit 2010 zeigen kein klares Muster einer Verschiebung. 2020 war ein Ausreißer – ob er den Beginn einer Wetterumstellung markiert, wird erst die Zukunft zeigen. Bemerkenswert ist, dass in 9 von 16 Jahren der erste Herbstregen bereits am 1. oder 2. September fiel. Der September bleibt in Frankfurt also weiterhin der klassische Monat, in dem der Herbst mit Regen beginnt. Trockene Altweibersommer sind möglich, aber selten geworden.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Frankfurt/Main (Kennung 01420). Die vollständige Tagesreihe umfasst den Zeitraum 1. Juli 1935 bis 6. Juli 2026. Die Berechnung des ersten Herbstregens erfolgte automatisiert auf Basis aller verfügbaren Niederschlagsmessungen (mehr als 0,0 mm) in den Monaten September bis November. Alle Angaben ohne Gewähr. Lizenz: GeoNutzV.
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