Aktualisiert: 10. Juli 2026 | Daten: DWD Climate Data Center, Station Düsseldorf (01078)
Seit 1952 tritt der erste Tag mit 30 Grad oder mehr im Mittel am 16. Juni ein – also etwa in der dritten Juni-Dekade. In manchen Jahren kommt die erste Hitzewelle bereits im Mai, in anderen erst im Hochsommer. Die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Düsseldorf misst diese Daten lückenlos seit 1952. Der errechnete Durchschnittswert basiert auf allen Jahren mit gültigen Messungen bis einschließlich 2026.
Als Heisser Tag („heißer Tag“) gilt in der Klimatologie ein Tag, an dem die Höchsttemperatur mindestens 30 Grad Celsius erreicht. Der DWD wertet für die Station Düsseldorf (Kennung 01078) die täglichen Tmax-Werte aus. Der erste Heisse Tag eines Jahres ist der früheste Kalendertag mit Tmax ≥30 °C. Aus allen Jahren seit 1952 wurde der mittlere julianische Tag berechnet: das Ergebnis ist der 16. Juni (Julianischer Tag 167).
Das heisst: Wer in Düsseldorf die erste richtige Hitzewelle des Sommers erleben möchte, kann statistisch gesehen ab Mitte Juni damit rechnen. In einzelnen Jahren kann es aber auch schon Ende Mai so weit sein – oder erst im Juli.
Die folgende Tabelle zeigt die mittleren Höchsttemperaturen pro Monat für das Referenzjahr 2023 an der Station Düsseldorf. So lässt sich einordnen, in welchen Monaten die 30-Grad-Schwelle überhaupt realistisch ist:
| Monat | Mittlere Höchsttemperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 7,6 |
| Februar | 9,2 |
| März | 11,0 |
| April | 13,9 |
| Mai | 19,9 |
| Juni | 26,4 |
| Juli | 24,4 |
| August | 23,5 |
| September | 24,3 |
| Oktober | 17,7 |
| November | 10,3 |
| Dezember | 8,6 |
Die Tabelle zeigt: Im Juni 2023 lag die mittlere Tmax bei 26,4 °C – der wärmste Monat des Jahres. Der Juli und August folgen mit 24,4 °C bzw. 23,5 °C. Der Mai liegt mit 19,9 °C bereits deutlich über der 15-Grad-Marke, aber noch unter der 30-Grad-Schwelle. Der erste Heisse Tag fällt daher meist in den Juni oder Juli.
Der DWD betreibt die Klimastation Düsseldorf (Indikativ 01078) seit dem 1. Januar 1952. Die aktuellsten Messungen stammen vom 6. Juli 2026. Der gesamte ausgewertete Zeitraum umfasst somit knapp 75 Jahre – von 1952 bis 2026. Innerhalb dieser Periode wurde für jedes Jahr der erste Tag mit Tmax ≥30 °C ermittelt. Aus allen Jahren mit gültigen Daten ergibt sich der Durchschnittswert von Julianischer Tag 167 – der 16. Juni.
Ein wichtiger Hinweis: In Jahren, in denen nie 30 Grad erreicht wurden (z. B. kühle Sommer), bleibt der Eintrag „null“. Die Mittelwertbildung berücksichtigt nur Jahre mit mindestens einem Heissen Tag. Diese Jahre sind in der DWD-Klimatologie klar gekennzeichnet.
Ein Heisser Tag ist für die meisten Menschen in Düsseldorf der Startschuss für sommerliche Aktivitäten: Freibäder öffnen, Biergärten füllen sich, die Zahl der Radfahrer steigt. Ein erster Heisser Tag Mitte Juni bedeutet, dass die Stadt statistisch gesehen etwa eine Woche vor dem kalendarischen Sommeranfang (21. Juni) die 30-Grad-Marke erreicht. In besonders warmen Jahren kann dieser Tag sogar auf den Mai fallen – was dann als „vorzeitiger Hitzesommer“ gilt. In kühleren Jahren verschiebt sich der erste Heisse Tag in den Juli oder bleibt ganz aus.
Die Daten des DWD sind eine verlässliche Grundlage für alle, die wissen wollen, wann sie in Düsseldorf mit der ersten richtigen Hitze rechnen können. Die offizielle Station misst direkt im Stadtgebiet (Flughafen Düsseldorf, Höhe 45 m) und liefert damit repräsentative Werte für das gesamte Rhein-Ruhr-Gebiet.
Der Durchschnittswert von 167. Tag des Jahres (16. Juni) ist ein statistischer Mittelwert über mehr als 70 Jahre. Die Streuung ist jedoch gross: Die frühesten ersten Heissen Tage wurden bereits im Mai registriert, die spätesten im Hochsommer. Wer also ein Freibadfest oder eine Hochzeit im Freien plant, sollte sich nicht allein auf den Mittelwert verlassen – aber er gibt eine gute Orientierung, dass ab Mitte Juni mit heissen Tagen zu rechnen ist.
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