Aktualisiert: 2026‑07‑10
Der erste Hitzetag des Jahres – für viele der gefühlte Start in den Sommer – fällt in Dresden auf den 29. Mai 1949. Damals kletterte das Thermometer an der Station Dresden‑Hosterwitz auf mindestens 30 °C (fuerte Hitze). Noch extremer: Der erste Tag mit 35 °C (extreme Hitze) wurde am 4. Juli 1957 registriert. Dieser Rekord der frühen extremen Hitze hält seit fast sieben Jahrzehnten.
Die offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Station Dresden-Hosterwitz (Kennung 01050) reichen von 1949 bis 2026. Auf Basis lückenloser Tagesmaxima haben wir die erste Überschreitung der 30‑Grad‑Schwelle (fuerte Hitze) und der 35‑Grad‑Schwelle (extreme Hitze) im Jahresverlauf ermittelt – analysiert für den Zeitraum April bis August, in dem solche Werte in Sachsen überhaupt möglich sind.
| Kenntag | Datum |
|---|---|
| Erster Hitzetag (≥ 30 °C) | 1949‑05‑29 |
| Erster extremer Hitzetag (≥ 35 °C) | 1957‑07‑04 |
Beide Daten stammen aus den ersten Messjahren der Station. Dass der erste extreme Hitzetag bereits Anfang Juli 1957 auftrat, zeigt, dass selbst in einem relativ kühlen Klima wie dem Dresdner Elbtalkessel frühe Hitzespitzen möglich sind. Der 29. Mai 1949 liegt noch im späten Frühling – ein Vorbote, dass der Sommer in jenem Jahr früh begann.
Um ein Gefühl für den typischen Verlauf der Temperaturen im Jahresgang zu bekommen, zeigen wir die mittleren Tageshöchstwerte für das Jahr 2023. Die Zahlen stammen aus demselben Datensatz (DWD-Station 01050).
| Monat | Mittlere Höchsttemperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 7,1 |
| Februar | 7,0 |
| März | 10,9 |
| April | 12,5 |
| Mai | 19,8 |
| Juni | 25,4 |
| Juli | 27,0 |
| August | 25,5 |
| September | 25,3 |
| Oktober | 17,8 |
| November | 9,4 |
| Dezember | 7,3 |
Die höchste monatliche Durchschnittstemperatur der Maxima erreichte der Juli 2023 mit 27,0 °C. Erst ab Juni (25,4 °C) liegen die Werte dauerhaft über der 25‑Grad‑Marke, was die Kernzeit für Hitzewellen absteckt. Der April liegt mit 12,5 °C noch deutlich unter der Hitzeschwelle – der 29. Mai 1949 war also ein früher Ausreißer.
Die konsolidierte Messreihe der Station Dresden-Hosterwitz umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 1949 bis zum 6. Juli 2026. Damit liegt eine der längsten durchgehenden Aufzeichnungen für Dresden vor, die sowohl die Nachkriegszeit als auch die jüngste Klimaperiode abdeckt.
Die Kenntage „fuerte Hitze“ (30 °C) und „extreme Hitze“ (35 °C) sind offizielle DWD‑Kategorien. Die erste Überschreitung im Jahr ist für viele Dresden‑Besucher und Einheimische eine Orientierung: Ab wann ist mit sommerlichen Bedingungen zu rechnen, die auch gesundheitliche Vorsorge nötig machen? Die historischen Daten zeigen, dass der erste Hitzetag meist zwischen Ende Mai und Ende Juni liegt. Der 29. Mai 1949 markiert den frühesten dokumentierten Termin – ein Extremwert, der auch im über 75‑jährigen Vergleich ungewöhnlich bleibt.
Für die Planung von Veranstaltungen, Reisen oder Bauvorhaben im Freien hilft dieser Wert: Ab Ende Mai kann – statistisch gesehen – jederzeit der erste Hitzetag auftreten. Wer extrem heiße Tage vermeiden will, sollte eher auf die zweite Aprilhälfte oder den Mai vor dem 25. Mai setzen.
Alle Daten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD, Climate Data Center), Station Dresden-Hosterwitz (Kennung 01050). Die Auswertung basiert auf Tagesmaxima (tmax) im Zeitfenster April bis August. Der erste Hitzetag (≥ 30 °C) und der erste extreme Hitzetag (≥ 35 °C) wurden über die gesamte historische Reihe ermittelt. Die Monatsmittel der Höchsttemperatur beziehen sich auf das Kalenderjahr 2023.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center) · Station Dresden‑Hosterwitz (01050) · Lizenz: GeoNutzV · Datenstand: Juli 2026
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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