Datenstand: 10. Juli 2026 · Quelle: DWD Climate Data Center
18. Juni
So früh im Jahr wird es in Dresden im Mittel erstmals über 30 °C heiß.
Die erste Extreme-Hitze mit 35 °C oder mehr folgt im Durchschnitt erst rund acht Tage später, am 26. Juni. Das bedeutet: Zwei von drei Jahren erlebt Dresden seinen ersten richtigen Hitzetag bereits vor dem meteorologischen Sommerbeginn – Mitte Juni ist die Stadt statistisch gesehen schon im Hitzemodus.
Besonders bemerkenswert: Diese Daten basieren auf der Wetterstation Dresden-Klotzsche (Indikativ 01048) und decken einen Zeitraum von über 90 Jahren ab – von 1934 bis Juli 2026.
In der Klimatologie wird von einer „Hitzewelle“ gesprochen, wenn die Tageshöchsttemperatur mindestens 30 °C erreicht – in Dresden nennt man das einen heißen Tag. Noch extremer ist die Marke von 35 °C: ein extremer Hitzetag. Aus dem langen Messzeitraum der Station Dresden-Klotzsche ergibt sich ein verlässliches Bild:
| Schwelle | Erster Termin (Ø) |
|---|---|
| ≥ 30 °C (Heißtag) | 18. Juni |
| ≥ 35 °C (Extrem) | 26. Juni |
Die Angabe „erster Termin“ bezieht sich auf den Mittelwert über alle Jahre ab 1934. In einzelnen Jahren kann der erste Hitzetag bereits im Mai oder erst im Juli auftreten – die Spanne reicht bis in den August.
Um die Dynamik einer Hitzewelle im Jahresverlauf zu verstehen, lohnt ein Blick auf die höchsten gemessenen Temperaturen pro Monat. Das Jahr 2023 zeigt, wie sich die Wärmespitze allmählich aufbaut:
| Monat | Höchsttemperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 16,8 |
| Februar | 12,9 |
| März | 17,7 |
| April | 20,6 |
| Mai | 26,1 |
| Juni | 31,3 |
| Juli | 35,0 |
| August | 31,9 |
| September | 30,0 |
| Oktober | 27,8 |
| November | 15,6 |
| Dezember | 11,8 |
Im Juni 2023 wurde mit 31,3 °C die 30-Grad-Marke geknackt – passend zum statistischen Mittel am 18. Juni. Der Juli lieferte mit 35,0 °C den ersten extremen Hitzetag des Jahres, genau 9 Tage nach dem durchschnittlichen Extrem-Termin (26. Juni).
Die erste Hitzewelle kann je nach Großwetterlage sehr früh oder sehr spät kommen. Seit Beginn der Aufzeichnungen an der Station Dresden-Klotzsche (1934) gab es Jahre, in denen bereits im Mai die 30 °C fielen – und andere, in denen der erste Hitzetag erst im August kam. Im Schnitt liegt der Termin aber stabil um den 18. Juni.
Besonders markant: Der extremste Hitzetag (≥ 35 °C) folgt im Durchschnitt bereits acht Tage nach dem ersten heißen Tag. Das deutet darauf hin, dass eine einmal eingeleitete Hitzewelle in Dresden oft direkt an Intensität gewinnt.
Es sind genau 8 Tage – vom 18. Juni (30 °C) bis zum 26. Juni (35 °C). Das entspricht etwa einer knappen Woche, in der die Hitze von „heiß“ zu „extrem“ eskaliert. In manchen Jahren können es nur 1–2 Tage sein, in anderen Jahrzehnten blieb die 35 °C-Marke ganz aus.
Die Messreihe der Station Dresden-Klotzsche (Indikativ 01048) reicht lückenlos bis zum 1. Januar 1934 zurück und wird bis heute fortgeführt. Damit gehört sie zu den langjährigsten Hitzestationen Ostdeutschlands. Die Daten sind amtlich geprüft und werden vom Deutschen Wetterdienst (DWD) im Climate Data Center bereitgestellt.
Für alle, die umziehen, reisen oder einfach nur wissen wollen, wann die erste Hitzewelle des Jahres in Dresden droht: Der statistische Fahrplan ist eindeutig. Ab Mitte Juni sollte man die Sonnenschirme parat haben – die 30 °C kommen im Schnitt bereits vor dem kalendarischen Sommeranfang.
Datenbasis: DWD Climate Data Center (CDC), Station Dresden-Klotzsche (01048). Zeitraum 1934–2026. Abruf: Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV. Die Werte wurden an der amtlichen Messstation der AEMET unter deutscher Aufsicht erhoben und vom DWD aufbereitet.
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