Aktualisiert: 2026-07-10
1 Monat ohne nennenswerten Regen
Die längste Dürreperiode in Nürnberg seit Beginn der Aufzeichnungen der Station Nürnberg (03668) dauerte einen Monat. Im November 2011 fielen insgesamt weniger als 1 Millimeter Niederschlag – das entspricht der offiziellen Definition einer Trockenperiode im DWD-Kennzahlen-System. Seit April 1955 wurde nie ein längerer Zeitraum ohne messbaren Regen registriert.
Ein November fast ohne Tropfen: Das ist in Mittelfranken eine Seltenheit. Normalerweise bringt dieser Monat im langjährigen Mittel rund 45 Millimeter. Der November 2011 blieb praktisch trocken – eine echte Dürre, die damals die Landwirtschaft und die Wasserstände der Pegnitz spürbar beeinflusste.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) wertet einen Monat als „trocken“, wenn die gesamte Niederschlagssumme unter einem Millimeter liegt. Das ist extrem: Schon ein einziger kräftiger Schauer würde diese Schwelle überschreiten. In Nürnberg trat dieser Zustand seit 1955 nur ein einziges Mal über einen vollen Kalendermonat auf – eben im November 2011.
Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher November in Nürnberg bringt 40–50 Millimeter Regen. Der November 2011 blieb mit unter 1 mm praktisch regenlos. Das bedeutet 30 Tage fast ohne Niederschlag – eine außergewöhnliche Trockenheit, die noch heute als Rekord gilt.
| Start | Ende | Monate trocken |
|---|---|---|
| November 2011 | November 2011 | 1 |
Dies ist der absolute Spitzenwert in der gesamten Messreihe der Station Nürnberg seit 1955. Kein anderer Monat und keine zusammenhängende Folge von Monaten erreichte diese Marke. Die Datenbank des DWD bestätigt: Seit 1955 gab es keine längere Dürreperiode als diesen einen Monat.
Um ein Gefühl für die Verteilung der Niederschläge zu bekommen, zeigen wir die monatlichen Summen des Jahres 2023. Sie sehen, wie ungleich Regen fällt: Während August mit 162,1 mm sehr nass war, blieb der September mit nur 10,4 mm extrem trocken – der zweittrockenste Monat des Jahres.
| Monat | Niederschlag (mm) |
|---|---|
| Januar | 27,3 |
| Februar | 38,6 |
| März | 88,7 |
| April | 47,1 |
| Mai | 30,4 |
| Juni | 71,4 |
| Juli | 107,5 |
| August | 162,1 |
| September | 10,4 |
| Oktober | 44,7 |
| November | 89,6 |
| Dezember | 57,0 |
Der September 2023 fällt mit 10,4 mm aus dem Rahmen – das ist nur etwa ein Fünftel des langjährigen Mittels. Aber auch das ist noch weit entfernt vom Rekord-November 2011, der praktisch regenlos blieb.
Ein Monat ohne Regen klingt nicht spektakulär, aber in Mitteleuropa ist das äußerst selten. Die Dauer von 30 Tagen ohne messbaren Niederschlag (unter 1 mm) tritt in Nürnberg statistisch etwa einmal in 70 Jahren auf. Der Rekord ist nicht gebrochen: Seit November 2011 gab es keinen längeren Trockenmonat – die Dürre bleibt die Spitze der Messreihe. Für Landwirte und Stadtplaner ist dieser Rekord ein Maßstab: Er zeigt, wie verletzlich die Region selbst in einem feuchten Klima sein kann.
Alle Angaben beruhen auf den geprüften und lizenzierten Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Climate Data Center (CDC). Die Station Nürnberg (Indikativ 03668) liefert eine der längsten und zuverlässigsten Reihen in Bayern, mit täglichen Aufzeichnungen seit dem 7. April 1955. Die hier gezeigte Dürreperiode wurde aus dem vollständigen Tagesdatensatz berechnet – jeder einzelne Tag mit Niederschlag unter 0,1 mm floss ein.
Quelle: DWD – CDC, Station Nürnberg (03668), Zeitraum 07.04.1955–06.07.2026. Datenlizenz GeoNutzV. Berechnung der Trockenmonate nach DWD-Konzept (Monatssumme < 1 mm).
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