Aktualisiert: 2026-07-18
Für alle, die in München einen Garten haben oder umziehen möchten: Die Frage nach der letzten Frostnacht im Frühjahr entscheidet oft über die gesamte Pflanzsaison. Wer zu früh setzt, riskiert Erfrierungen an Tomaten, Zucchini oder Stauden. Wer zu spät wartet, verschenkt Wachstumszeit. Hier kommen die offiziellen Zahlen der DWD-Station München-Stadt (Indikativ 03379) – kein Schätzwert, sondern die gemessene Realität seit 1954.
Die kälteste Nacht der gesamten Aufzeichnung erlebte München am 10. Februar 1956. Das Thermometer fiel auf -25,4 °C. Das ist der absolute Tiefstwert der Station – kein späterer Wintertag kam je wieder an diese Marke heran. Der Rekord steht seit 70 Jahren und ist bis heute ungebrochen.
Doch für den Garten interessiert weniger der Tiefstwert mitten im Winter, sondern der letzte Frost im Jahr. Als Frost gilt ein Tag, an dem die Minimumtemperatur unter 0 °C fällt. Die folgende Tabelle zeigt für jedes Jahr zwischen 1955 und 2026, wann der letzte Frost zwischen Januar und Juni aufgezeichnet wurde – und wie kalt es in jener Nacht wurde. Die Daten stammen aus dem Tagesdatensatz des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Letzter Frost (Datum) | Minimaltemperatur (°C) |
|---|---|---|
| 1956 | 1956-04-21 | -25,4 |
| 1974 | 1974-04-20 | -4,5 |
| 1975 | 1975-04-11 | -5,7 |
| 1989 | 1989-03-24 | -4,5 |
| 2014 | 2014-04-17 | -5,7 |
| 2020 | 2020-04-02 | -4,6 |
| 2022 | 2022-04-04 | -4,5 |
Die mittlere Anzahl an Frosttagen (Tage mit Tmin < 0 °C) schwankt enorm zwischen den Monaten. Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Tage im langjährigen Mittel (1954–2026) pro Monat mit Frost auftreten. Besonders auffällig: Im Mai ist Frost eine extreme Seltenheit – im Durchschnitt trifft es nur 0,1 Tage pro Jahr, also etwa einmal in zehn Jahren. Das erklärt, warum Mitte Mai in München als ungefährliche Pflanzgrenze gilt, sofern kein Kaltlufteinbruch kommt.
| Monat | Durchschnittliche Frosttage |
|---|---|
| Januar | 21,0 |
| Februar | 17,2 |
| März | 10,6 |
| April | 2,4 |
| Mai | 0,1 |
| Oktober | 1,2 |
| November | 8,8 |
| Dezember | 18,0 |
Die Frosttage im Mai sind so selten, dass sie statistisch kaum ins Gewicht fallen: nur 0,1 Tage im Durchschnitt. Das sind 1 Frosttag pro Jahrzehnt. Gärtner können sich also in der Regel nach dem letzten Aprildrittel richten. Die 2,4 Frosttage im April sind die letzte Hürde – danach sind die Nächte meist frostfrei.
Die fünf spätesten letzten Fröste seit Aufzeichnungsbeginn verdeutlichen die Risikospanne:
Der späteste Frost fiel in den Jahren 1957, 1962, 1976 und 1985 – allesamt in der ersten Maiwoche. Seit 1985 gab es keinen Frost mehr nach dem 29. April. Die letzten Jahrzehnte zeigen eine Tendenz zu früheren letzten Frösten, auch wenn einzelne Jahre wie 2017 (24. April) oder 2021 (16. April) noch späte Ausreißer nach oben brachten.
Die Daten der Station München-Stadt decken den Zeitraum von Juni 1954 bis Juli 2026 ab. Die angefragte Serie für die Frostauswertung beginnt 1955, da für 1954 die Daten erst ab Juni vorliegen. Alle Berechnungen basieren auf dem offiziellen Tagesdatensatz des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Climate Data Center, Station München-Stadt (Indikativ 03379). Die Daten stehen unter der Lizenz GeoNutzV und sind Teil des deutschlandweiten Referenznetzes. Für die Gartengestaltung in München bedeutet das: Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet bis nach dem 9. Mai – statistisch gesehen sind die Eisheiligen aber meist schon Anfang April überstanden.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Daten der Station München-Stadt (Indikativ 03379), abgerufen am 18.07.2026. Lizenz: GeoNutzV.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
© 2026 HistoClima. Aufbereitung, Design und Texte: eigene Leistung. Wetterdaten: DWD - Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), weiterverwendet gemäß der GeoNutzV (Nutzungsbestimmungen für Geodaten des Bundes). HistoClima ist nicht mit dem DWD verbunden und wird von ihm nicht unterstützt. Zitieren und Verlinken dieser Seite mit Quellenangabe ist erlaubt.