Die längste Trockenperiode in Bitterfeld: 27 Tage ohne messbaren Niederschlag

Aktualisiert: 2026-07-17

Im Herbst 1959 hielt der Regen in Bitterfeld über 27 Tage komplett aus. Vom 23. September bis zum 19. Oktober fiel keine einzige messbare Niederschlagsmenge – die längste Trockenperiode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an der DWD-Station Bitterfeld im Jahr 1947. Rekorddürre, die bis zum Ende der Messreihe 1966 ungebrochen blieb.

Die offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Station Bitterfeld (Indikativ 00524) umfassen einen lückenlosen Zeitraum vom 1. Januar 1947 bis zum 31. Dezember 1966. In diesen zwanzig Jahren gab es mehrere Trockenphasen, aber keine erreicht die Länge jener von 1959. Der Rekord liegt bei 27 aufeinanderfolgenden Tagen ohne Niederschlag – das sind fast vier Wochen, in denen kein Tropfen fiel.

Die fünf längsten Trockenperioden im Überblick

Die Top-5 der längsten Dürrephasen zeigen ein klares Muster: Fast alle ereigneten sich im Spätsommer und Herbst, zwischen Ende August und Ende Oktober. Die zusammenhängendsten Trockenphasen waren:

Beginn Ende Tage
1959-09-23 1959-10-19 27
1949-09-17 1949-10-11 25
1959-08-29 1959-09-21 24
1961-09-15 1961-10-07 23
1951-09-30 1951-10-21 22

Auffällig: Gleich zwei der fünf extremsten Trockenperioden fallen in das Jahr 1959. Der August/September jenes Jahres brachte es auf 24 Tage ohne Regen, und nur zwei Tage später begann die Rekordserie mit 27 Tagen. Insgesamt war der Herbst 1959 in Bitterfeld außergewöhnlich niederschlagsarm.

Was bedeutet eine 27-tägige Trockenperiode?

27 Tage ohne messbaren Niederschlag – das sind mehr als drei Wochen am Stück. Für den Boden bedeutet das eine tiefgreifende Austrocknung, die die Vegetation stark belastet. In einer sonst gemäßigten Region wie Bitterfeld ist eine derart lange Dürre selbst für den Spätsommer ungewöhnlich. Der Rekord von 1959 liegt damit deutlich über dem, was als normale sommerliche Trockenphase gelten würde.

Die zweitlängste Trockenperiode dauerte 25 Tage und ereignete sich im September/Oktober 1949, nur zehn Jahre zuvor. Der dritte Platz mit 24 Tagen liegt ebenfalls im September 1959 – nur drei Wochen vor dem Rekord. Das zeigt, wie außergewöhnlich der Herbst 1959 für die Region war.

Zeitraum der Daten

Die zugrunde liegenden Daten stammen von der DWD-Station Bitterfeld und decken den Zeitraum vom 1. Januar 1947 bis zum 31. Dezember 1966 ab. In diesen 20 Jahren wurden die täglichen Niederschlagsmengen lückenlos erfasst. Die Berechnung der Trockenperioden erfolgte nach der sogenannten Gaps-and-Islands-Methode, die zusammenhängende Tage mit Niederschlag von 0 Millimeter oder fehlenden Messwerten als eine Trockenphase identifiziert.

Der Rekord von 27 Tagen wurde in den verbleibenden Jahren bis 1966 nicht mehr eingestellt. Die längste Trockenperiode der gesamten Messreihe bleibt damit der Herbst 1959.

Weitere bemerkenswerte Trockenphasen

Neben der absoluten Rekorddürre gab es in der zwanzigjährigen Messreihe mehrere Trockenperioden zwischen 20 und 22 Tagen. Die fünftlängste Phase im Jahr 1951 dauerte 22 Tage (30. September bis 21. Oktober) und zeigt, dass der Spätsommer und Frühherbst in Bitterfeld generell die anfälligste Zeit für Trockenheit sind. Vier der fünf längsten Perioden liegen in den Monaten September und Oktober. Nur die Dürre von August/September 1959 (24 Tage) bildet eine Ausnahme und beginnt bereits Ende August.

Alle diese Werte sind offizielle Rekorde, die auf den Rohdaten des DWD basieren. Sie geben ein präzises Bild der Niederschlagsarmut in Bitterfeld während der ersten zwei Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Daten der Station Bitterfeld (Indikativ 00524) für den Zeitraum 01.01.1947 bis 31.12.1966. Die längste Trockenperiode wurde anhand der täglichen Niederschlagssummen (0 mm oder fehlender Wert) als längste zusammenhängende Serie ohne messbaren Niederschlag berechnet. Lizenz: GeoNutzV.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act