Aktualisiert: 2026-07-31
Die längste Trockenperiode in Berlin-Lichterfelde (Süd) dauerte 34 Tage. Es war der Winter 1946/47. Vom 7. Dezember 1946 bis zum 9. Januar 1947 fiel in der DWD-Station kein einziger Tropfen Regen.
Diese 34 Tage ohne messbaren Niederschlag sind der absolute Rekord in der Messreihe der Station. Sie bleibt bis heute ungebrochen – und das, obwohl der Winter 1946/47 in Berlin als extrem streng gilt. Eine solche Trockenheit mitten in der kalten Jahreszeit ist bemerkenswert: Normalerweise bringen die Wintermonate in Berlin regelmäßig Niederschläge in Form von Regen oder Schnee.
Die Messstation Berlin-Lichterfelde (Süd) ist eine der längsten kontinuierlich betriebenen Wetterstationen der Region. Die hier ausgewerteten Tagesdaten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und umfassen den Zeitraum vom 1. Januar 1936 bis zum 31. Oktober 1956.
Die Rekord-Trockenperiode dauerte vom 7. Dezember 1946 bis zum 9. Januar 1947. Genau 34 Tage lang zeigte das Messgerät der Station tagtäglich eine Niederschlagsmenge von null. Das bedeutet: Weder Regen noch Schnee noch Tau – nichts erreichte den Boden.
Zum Vergleich: Zwei weitere lange Trockenperioden gab es im September und Oktober 1949 mit 32 Tagen und im September/Oktober 1951 mit 24 Tagen. Auch sie blieben deutlich unter der 34-Tage-Marke des Rekordwinters 1946/47.
| Beginn | Ende | Tage |
|---|---|---|
| 1946-12-07 | 1947-01-09 | 34 |
| 1949-09-20 | 1949-10-21 | 32 |
| 1951-09-30 | 1951-10-23 | 24 |
| 1954-03-03 | 1954-03-25 | 23 |
| 1940-10-08 | 1940-10-30 | 23 |
Was diese Zahlen so besonders macht: Drei der fünf längsten Trockenperioden seit Messbeginn fallen in die Herbstmonate September und Oktober. Der Rekord allerdings – die 34 Tage im Dezember und Januar – sticht deutlich heraus. Eine so lange Regenpause im Winter ist außergewöhnlich, denn gerade in dieser Jahreszeit ziehen häufig Tiefdruckgebiete über Berlin.
34 Tage ohne messbaren Niederschlag sind für Berlin eine Seltenheit. Der Rekord stammt aus dem Dezember 1946 und Januar 1947. In dieser Zeit muss die Stadt staubtrocken gewirkt haben – abgesehen von der Kälte, die Berlin im Winter 1946/47 erlebte.
Die Tagesdaten der Station zeigen: Die längste Trockenperiode trat nicht im Sommer auf, wie man vielleicht erwarten würde, sondern mitten im Winter. Das unterstreicht, wie außergewöhnlich dieser Witterungsabschnitt gewesen sein muss. Ein solches Ereignis – eine winterliche Trockenphase von mehr als einem Monat – ist in der Berliner Klimageschichte ohne Beispiel.
Seit 1956, dem Ende des hier ausgewerteten Messzeitraums, wurde die Marke von 34 Tagen nicht wieder erreicht. Die beiden zweitlängsten Trockenperioden – 32 Tage im Herbst 1949 und 24 Tage im Herbst 1951 – liegen deutlich darunter.
Wer nach historischen Wetterextremen der Region sucht, findet in Berlin-Lichterfelde (Süd) eine der zuverlässigsten Messreihen. Die Daten zeigen, dass extreme Trockenheit in Berlin nicht nur ein Phänomen der vergangenen Jahre ist. Schon Mitte des 20. Jahrhunderts gab es lange Perioden ohne Regen – und der Rekord vom Winter 1946/47 ist bis heute unübertroffen.
Die hier dargestellten Zahlen basieren auf den Tagessummen der Niederschlagsmessung. Als "trocken" gilt ein Tag, an dem die Niederschlagsmenge auf den zehntel Millimeter genau null betrug. Die Auswertung erfolgte über die komplette Messreihe der Station im angegebenen Zeitraum.
Für alle, die sich für das Berliner Klima und seine Extreme interessieren, bleibt festzuhalten: Die längste dokumentierte Zeit ohne Regen in Berlin-Lichterfelde (Süd) sind 34 Tage – vom 7. Dezember 1946 bis zum 9. Januar 1947. Ein Winterrekord, der mehr als 80 Jahre Bestand hat.
Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Berlin-Lichterfelde (Süd), Zeitraum 1936–1956.
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