Trockenperiode-Rekord in Berlin-Lichterfelde (Süd): 32 Tage ohne Regen

Aktualisiert: 2026-09-27

Es ist der trockenste Lauf, den die Messreihe der Station Berlin-Lichterfelde (Süd) kennt: Zwischen dem 20. September und dem 21. Oktober 1949 vergingen 32 Tage in Folge, an denen kein messbarer Niederschlag fiel.
Längste Trockenperiode der Station – ein Rekord, der seit 1949 ungebrochen ist.

Warum diese 32 Tage so außergewöhnlich sind

Wer im Herbst 1949 in Lichterfelde wohnte, brauchte wochenlang keinen Schirm. Vom 20. September bis einschließlich 21. Oktober 1949 blieb der Himmel über dem Süden Berlins trocken – der Regen setzte erst danach wieder ein. Die Zahl, die das ausdrückt, ist keine Schätzung, sondern eine gemessene Tagesabfolge ohne Niederschlag: 32 Tage. In der gesamten, vom Deutschen Wetterdienst (DWD) geführten Reihe blieb diese Spanne bis heute die längste.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Der Kern dieser Trockenheit lag nicht mitten im Hochsommer, sondern im Herbst. Der September und der Oktober sind in Berlin ohnehin keine Monate mit üppigen Regenmengen, und wenn in dieser Jahreszeit stabile Hochdrucklagen dominieren, kann die ohnehin schwache Niederschlagsneigung über Wochen praktisch ausbleiben. Genau das geschah 1949.

Die fünf längsten Trockenperioden der Station im Vergleich

Der DWD führt eine Rangliste der längsten zusammenhängenden Phasen ohne Niederschlag für Berlin-Lichterfelde (Süd). Der Spitzenwert von 1949 liegt deutlich über den übrigen Einträgen dieser Liste:

RangBeginnEndeTage in Folge
120.09.194921.10.194932
230.09.195123.10.195124
303.03.195425.03.195423
408.10.194030.10.194023
527.01.195416.02.195421

Ein Herbstmuster, kein Einzelfall

Auffällig ist, wo die trockensten Läufe liegen: Vier der fünf längsten Phasen beginnen im September, im Oktober oder am 8. Oktober – sie gehören also in den Herbst. Nur eine einzige, der Lauf vom 3. März bis zum 25. März 1954, fällt in den Spätwinter. Der 27. Januar 1954 markiert mit dem bis zum 16. Februar reichenden Lauf von 21 Tagen den zweiten Wintereintrag. Der Herbst ist also an dieser Station der klassische Kandidat für lange Regenpausen.

Zwischen 1951 und 1954 liegen drei Einträge der Liste – eine Phase, in der trockene Hochdruckwetterlagen im Herbst und im Spätwinter mehrfach zu deutlich verlängerten Regenpausen führten. Und der Rekord von 1949 blieb über all diese Jahre hinweg unangetastet.

Was das für Planung und Alltag bedeutet

Für jeden, der einen Termin im Südwesten Berlins plant oder dort wohnt, ist das eine handfeste Orientierungsgröße: Es ist möglich, dass über mehr als vier Wochen hinweg praktisch kein Niederschlag fällt – der längste Fall ist dieser eine Lauf über 32 Tage aus dem Jahr 1949. Solche Phasen treten nicht regelmäßig auf, aber sie sind Teil des realen Klimas der Station und nicht bloß eines statistischen Mittels.

Der Rekord ist alt, und das ist selbst ein Befund. In einem Zeitraum, in dem Berlin mehrfach von ausgeprägten Hitze- und Trockenjahren geprägt war, wurde der Wert vom Herbst 1949 nicht übertroffen. Die längste Trockenperiode der Station stammt also aus einem einzigen Nachkriegsherbst und steht bis heute an der Spitze.

Über die Daten und die Station

Die Messreihe der DWD-Station Berlin-Lichterfelde (Süd) liegt auf einer Höhe von 43 m und reicht in dieser Auswertung von 1936 bis 1955. Grundlage für die Berechnung der zusammenhängenden Trockenperioden ist die tägliche Niederschlagsmessung; gezählt werden Tage in Folge, an denen kein messbarer Regen registriert wurde. Alle Angaben zu Beginn, Ende und Dauer dieser Reihen stammen aus den amtlichen Daten des DWD und sind nicht aus Jahressummen abgeleitet, sondern einzeln gemessene Tageswerte.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Berlin-Lichterfelde (Süd), Zeitraum 1936–1955.

HistoClima-Werkzeuge: entdecke das Wetter an deinem Geburtstag, eurem Hochzeitstag oder die Statistik deiner Geburtstagswoche.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalte mit KI-Unterstützung auf Basis offizieller DWD-Daten, automatisch geprüft. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act