Längste Frostserie in Hamburg-Fuhlsbüttel: 79 Tage unter null Grad

Aktualisiert: 2026-07-18

Vom 17. Dezember 1962 bis zum 5. März 1963 blieb das Thermometer in Hamburg-Fuhlsbüttel an 79 Tagen hintereinander unter dem Gefrierpunkt. Das ist die längste ununterbrochene Kältewelle der Messgeschichte an dieser Station – und sie ist bis heute ungeschlagen. Ganze 79 Tage bedeutet: fast drei Monate lang jeden Morgen strenge Minusgrade, kein Tag mit Tauwetter dazwischen.

Eine Kältewelle, die Geschichte schrieb

Der Winter 1962/63 gilt in Norddeutschland als einer der strengsten des 20. Jahrhunderts. Die Frostserie begann kurz vor Weihnachten 1962 und endete erst im März 1963. Für Hamburg-Fuhlsbüttel bedeutet das: 79 aufeinanderfolgende Tage mit einer Tagesminimum-Temperatur unter 0 °C. Kein anderer Winter in der fast 90-jährigen Messreihe der Station kam auch nur annähernd an diesen Wert heran. Die Daten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und sind ab 1936 lückenlos digitalisiert.

Die 5 längsten Frostperioden

In der Tabelle sehen Sie die fünf extremsten Serien von Dauerfrosttagen (täglich <0 °C) seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Abstand zwischen Platz 1 und Platz 2 ist mit 15 Tagen Differenz deutlich: Wer einmal 79 Tage durchhält, liegt meilenweit vor allen anderen.

Beginn Ende Tage unter null
17. Dezember 19625. März 196379
5. Januar 19429. März 194264
24. November 196925. Januar 197063
19. Januar 194718. März 194759
30. Dezember 19408. Februar 194141

Die drei kältesten Winter der Liste stammen aus den 1940ern (1940/41, 1941/42, 1946/47) sowie dem Winter 1969/70 – allesamt Episoden, die in Hamburg noch vielen älteren Bewohnern im Gedächtnis sind. Der Winter 1969/70 begann bereits im November, was die Serie auf 63 Tage brachte, aber knapp an den Rekord von 1962/63 heranreicht.

Die Datenbasis: 90 Jahre Messgeschichte

Die Werte stammen von der DWD-Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975) und umfassen den Zeitraum vom 1. Januar 1936 bis zum 15. Juli 2026. Die Frostserien werden aus den täglichen Minimumtemperaturen berechnet: Jeder Tag zählt, an dem das Minimum unter 0,0 °C liegt. Die 79 Tage im Winter 1962/63 sind das absolute Maximum in dieser knapp 90-jährigen Reihe. Keine der jüngeren Frostperioden – weder der kalte Februar 2012 noch der März 2018 – erreichte auch nur 40 aufeinanderfolgende Eistage.

Zur Einordnung: 79 Tage sind mehr als 11 Wochen am Stück ohne einen einzigen Tag mit positivem Minimum. Für Hamburg, das im langjährigen Mittel nur rund 20 bis 25 Frosttage pro Winter zählt (Tage unter 0 °C), ist eine solche Serie eine extreme Ausnahme. Die zweitlängste Serie (64 Tage im Winter 1942) liegt bereits 15 Tage zurück – ein deutlicher Hinweis darauf, wie außergewöhnlich der Rekordwinter 1962/63 war.

Warum dieser Rekord heute noch wichtig ist

Angesichts der allgemeinen Erwärmung werden solche Serien seltener. Der Hamburger Winter 2022/23 zum Beispiel brachte keinen einzigen Monat mit durchgehendem Frost. Die 79-Tage-Serie ist nicht nur ein historischer Wert, sondern auch eine Art „Kälte-Maximum“ der jüngeren Klimageschichte der Hansestadt. Wer wissen möchte, wie kalt es im Norden Deutschlands werden kann, findet in Hamburg-Fuhlsbüttel den derzeitigen Rekord: 79 Tage unter null – davon 77 zwischen Dezember und März – ein eisiger Rekord, der seit 1963 unangetastet bleibt.

Datenquelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Indikativ 01975). Auswertung der täglichen Minimumtemperatur (Tmin < 0 °C) vom 1. Januar 1936 bis 15. Juli 2026. Die Berechnung der zusammenhängenden Frostserien erfolgte über das „Gaps-and-Islands“-Verfahren (julianday – row_number). Alle Angaben ohne Gewähr. Für die Klimareferenz wird die vollständige, homogenisierte DWD-Reihe verwendet.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act

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