Aktualisiert: 2026-07-18
Der Winter 1941/42 forderte Dresden heraus: Vom 6. Januar bis 16. März 1942 fiel die Temperatur in der Station Dresden-Strehlen 70 Nächte hintereinander unter den Gefrierpunkt. Das ist die längste ununterbrochene Frostperiode, die je an dieser Station gemessen wurde.
70 Tage am Stück unter 0 °C
Kein Tauwetter, keine milde Unterbrechung – 70 Tage lang blieb die Quecksilbersäule selbst in der mildesten Stunde unter null. Der Rekord ist bis heute ungebrochen.
Die offiziellen Wetteraufzeichnungen der DWD-Station Dresden-Strehlen (Indikativ 01051) reichen vom 1. Januar 1936 bis zum 3. Oktober 2023. In diesen fast 88 Jahren gab es viele strenge Winter, aber keiner übertraf die 70-tägige Dauerfrostperiode von 1942.
Neben dem Spitzenreiter von 1942 stechen vor allem die Winter 1947, 1944/45, 1963 und 1956 hervor. Die folgende Tabelle zeigt die 5 längsten zusammenhängenden Frostperioden, die je gemessen wurden:
| Beginn | Ende | Tage |
|---|---|---|
| 6. Januar 1942 | 16. März 1942 | 70 |
| 20. Januar 1947 | 13. März 1947 | 53 |
| 15. Dezember 1944 | 31. Januar 1945 | 48 |
| 7. Januar 1963 | 10. Februar 1963 | 35 |
| 25. Januar 1956 | 28. Februar 1956 | 35 |
Die beiden letzten Plätze teilen sich zwei Winter mit 35 Tagen: der berühmte „Jahrhundertwinter“ 1962/63 sowie der Februar 1956, der ebenfalls extrem kalt ausfiel. Beide Serien blieben deutlich unter der Rekordmarke.
Um sich das Ausmaß vorzustellen: 70 Tage sind mehr als zwei Monate – genauer gesagt fast 10 Wochen ohne eine einzige frostfreie Nacht. Wer im Januar 1942 in Dresden lebte, erlebte den gesamten Januar, den kompletten Februar und die erste Märzhälfte hindurch Nacht für Nacht Minusgrade. Selbst tagsüber dürfte die Erwärmung an vielen Tagen knapp über null geblieben sein, sonst hätte die Serie gerissen.
Der Rekord von 1942 ist nicht nur der absolute Spitzenwert, sondern fällt auch in eine Epoche besonders kalter Winter in Mitteleuropa. Die 1940er und 1950er Jahre waren insgesamt frostreicher als die folgenden Jahrzehnte – und das zeigt sich in dieser Tabelle deutlich: Vier der fünf längsten Frostserien stammen aus den Jahren 1942 bis 1956.
Dresden-Strehlen liegt im Elbtal, einer Region, die im Winter häufig von Kaltluftseen und Nebel geprägt ist. Dadurch können sich Frostperioden dort länger halten als auf umliegenden Hügeln. Die Messreihe der DWD-Station ist zudem besonders lang und lückenlos – sie gilt als Referenz für das Klima in der sächsischen Landeshauptstadt.
Die hier gezeigten Daten wurden nach dem Gaps-and-Islands-Verfahren berechnet: Dabei werden alle Tage mit einer dokumentierten Tagesminimumtemperatur unter 0 °C lückenlos aneinandergereiht und auf Unterbrechungen geprüft. Nur echte, durchgehende Serien ohne einen einzigen frostfreien Tag zählen. Diese Methodik wendet der DWD für seine offiziellen „Kenntage“-Statistiken an.
Bleibt die Frage: Wird der Rekord jemals fallen? Die Winter in Dresden sind im Schnitt milder geworden, doch einzelne Kältewellen sind weiterhin möglich. Einen Winter mit 70 aufeinanderfolgenden Frosttagen hat seit 1942 allerdings niemand mehr erreicht – das ist inzwischen über 80 Jahre her.
Die Analyse umfasst den gesamten verfügbaren Messzeitraum der Station Dresden-Strehlen (Indikativ 01051) vom 1. Januar 1936 bis 3. Oktober 2023. Ein Wert von 0 Tagen in einem Jahr bedeutet, dass es in diesem Winter keine einzige Frostserie von mindestens einem Tag gab – oder dass die Serie unterbrochen wurde. Alle Angaben beruhen auf den Rohdaten des DWD-Climate Data Centers und wurden nach einheitlichen Kriterien ausgewertet.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center – Station Dresden-Strehlen (01051).
Datengrundlage: Tägliche Minimumtemperaturen (Tmin) von 1936 bis 2023. Auswertung auf Basis des Gaps-and-Islands-Verfahrens im SQL-Datenbankabzug vom Juli 2026. Lizenz: GeoNutzV.
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
HistoClima-Werkzeuge: entdecke das Wetter an deinem Geburtstag, eurem Hochzeitstag oder die Statistik deiner Geburtstagswoche.
© 2026 HistoClima. Aufbereitung, Design und Texte: eigene Leistung. Wetterdaten: DWD - Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), weiterverwendet gemäß der GeoNutzV (Nutzungsbestimmungen für Geodaten des Bundes). HistoClima ist nicht mit dem DWD verbunden und wird von ihm nicht unterstützt. Zitieren und Verlinken dieser Seite mit Quellenangabe ist erlaubt.