Frostrisiko in München: Wann der letzte Frost kommt und wie sicher der März ist

Aktualisiert: 2026-07-17

28. März 2026
Letzter Frostfrühling – an diesem Tag lag die Tiefsttemperatur in München-Stadt zuletzt unter 0 °C. Das ist spät, aber nicht aussergewöhnlich: Nur 33,3 % aller Jahre seit 1954 hatten am 15. März noch Frost. Wer also Mitte März pflanzt, geht jedes dritte Jahr ein Risiko ein.

München liegt im Alpenvorland – die Nächte können selbst im März noch empfindlich kalt sein. Die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes, München-Stadt (Kennung 03379), misst seit 1954 täglich die Tiefsttemperatur. Aus diesen Daten lässt sich genau ablesen, wann der letzte Frost im Frühjahr auftritt – und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an einem bestimmten Datum noch Minusgrade zu erleben.

Letzter Frost im Frühjahr: Das sagt die Statistik

Der jüngste registrierte Frost im Frühjahr (von Januar bis Juni) war am 28. März 2026. Das bedeutet: In diesem Jahr war der 28. März der letzte Tag mit einer Tiefsttemperatur unter 0 °C. Danach blieb es durchgehend frostfrei. Die Datenreihe reicht vom 1. Juni 1954 bis zum 16. Juli 2026 – insgesamt über 72 Jahre lückenlose Messungen.

Für Gärtner und Landwirte ist der 15. März ein wichtiges Datum: Viele richten sich nach den Eisheiligen Mitte Mai, doch der Frühjahrsfrost kann schon früher zuschlagen. Die offizielle Wahrscheinlichkeit, dass es am 15. März noch einmal friert, beträgt 33,3 %. Das heisst: In jedem dritten Jahr liegt die Tiefsttemperatur an diesem Tag unter 0 °C.

Monatliche Tiefsttemperaturen 2022

Wie kalt die Nächte in München durchschnittlich sind, zeigt die monatliche Mitteltemperatur der Tiefstwerte für das Jahr 2022 – ein repräsentatives Jahr aus der jüngeren Vergangenheit. Die Werte stammen von derselben Station und geben ein klares Bild der Jahreszeiten:

Monat Ø Tiefsttemperatur (°C)
Januar-0,6
Februar1,1
März0,3
April3,7
Mai10,5
Juni14,4
Juli15,2
August14,9
September9,7
Oktober9,2
November3,1
Dezember0,1

Die Tabelle zeigt, dass die Nächte von November bis März im Mittel unter 4 °C liegen – und in Januar mit -0,6 °C sogar im negativen Bereich. Noch im März liegt der Mittelwert bei nur 0,3 °C. Das erklärt, warum am 15. März die Frostwahrscheinlichkeit noch so hoch ist: Die durchschnittliche Tiefsttemperatur kratzt knapp an der Nullgrenze.

Was diese Daten für die Praxis bedeuten

Wer in München ein Frühbeet anlegt oder empfindliche Pflanzen ins Freie setzt, sollte den 15. März als frühestmöglichen Termin betrachten – aber mit Vorsicht. Die 33,3 % Wahrscheinlichkeit heisst: Statistisch gesehen erlebt man alle drei Jahre eine Frostnacht genau an diesem Datum. Der letzte Frost kann aber auch deutlich später kommen: Der späteste in der Messreihe liegt am 28. März 2026.

Ein anschaulicher Vergleich: Wer jedes Jahr am 15. März aussät, riskiert in einem von drei Jahren einen Totalausfall durch Frost. Wer dagegen bis Anfang April wartet (wenn die mittlere Tiefsttemperatur bereits bei 3,7 °C liegt), reduziert das Risiko erheblich – denn dann liegt die durchschnittliche Tiefsttemperatur bereits deutlich über dem Gefrierpunkt.

Die Monate Mai bis August zeigen mit mittleren Tiefstwerten zwischen 10,5 °C und 15,2 °C, dass Frost in dieser Zeit praktisch ausgeschlossen ist. Der Frühsommer ist also die sichere Phase für alle frostempfindlichen Kulturen.

Ein wichtiger Hinweis: Die Daten basieren auf der Messstation München-Stadt, die repräsentativ für das Stadtgebiet steht. In Tallagen oder am Stadtrand können die Tiefsttemperaturen lokal abweichen – besonders in klaren Nächten kann es dort noch kälter werden als an der offiziellen Station.

Fazit: Frost in München – ein berechenbares Risiko

Die Münchner Froststatistik ist klar: Der letzte Frost tritt im Durchschnitt um den 28. März auf, mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 33,3 % am 15. März. Wer sicher gehen will, wartet mit der Aussaat bis April. Gartenfreunde können den 15. März als frühen Startpunkt nutzen, müssen aber in jedem dritten Jahr mit einem Kälteeinbruch rechnen. Die Daten des DWD – erhoben an der Station München-Stadt seit 1954 – bieten dafür eine verlässliche Grundlage.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station München-Stadt (Kennung 03379). Lizenz: GeoNutzV. Auswertungszeitraum: 1. Juni 1954 bis 16. Juli 2026. Die Frostwahrscheinlichkeit bezieht sich auf den 15. März und wurde aus allen verfügbaren Jahren berechnet. Die Monatsmittel der Tiefsttemperatur stammen aus dem Jahr 2022.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act