Aktualisiert: 2026-07-17 – Datenstand: DWD Klimastation Köln/Bonn (02667), 1957–2026
In Köln liegt die historische Wahrscheinlichkeit, dass die Temperatur am 15. März unter 0 °C fällt, bei 26,1 %. Das bedeutet: In etwa jedem vierten Jahr ist um die Iden des März noch mit Frost zu rechnen. Die früheste dokumentierte frostfreie Zeit begann 1958 bereits am 3. März – ein Rekord, der seither nicht wieder erreicht wurde.
Für Hobbygärtner und Landwirte im Kölner Raum ist das Datum der letzten Frostnacht entscheidend. Die offizielle DWD-Reihe der Station Köln/Bonn (02667) reicht vom 1. September 1957 bis zum 16. Juli 2026 – 69 Jahre lückenlose Tagesdaten. Daraus lässt sich ableiten, wie verlässlich der März für die Aussaat ist.
Die älteste Aufzeichnung, ab der im Frühjahr (März bis Mai) kein Frost mehr gemessen wurde, stammt vom 3. März 1958. Seit diesem Datum gab es in der Messreihe keinen einzigen Minusgrad mehr – ein Extremwert, der bis 2026 ungeschlagen blieb. Das ist besonders bemerkenswert, denn 1958 liegt noch vor dem offiziellen Start vieler automatischer Wetteraufzeichnungen. Für alle anderen Jahre liegt der letzte Frosttermin später; die Wahrscheinlichkeit von 26,1 % am 15. März zeigt, dass selbst Mitte des Monats noch Vorsicht geboten ist.
Wie kalt die Nächte in Köln werden, zeigt der Jahresverlauf 2024. Auffällig: Der Januar ist der einzige Monat mit einer negativen Durchschnittstemperatur. Die vollständige monatliche Tabelle der Tiefstwerte (Tagesminimum) für 2024:
| Monat | Ø Tagesminimum (°C) |
|---|---|
| Januar | −0,1 |
| Februar | 5,4 |
| März | 5,1 |
| April | 6,4 |
| Mai | 10,3 |
| Juni | 10,7 |
| Juli | 13,2 |
| August | 14,3 |
| September | 10,8 |
| Oktober | 8,2 |
| November | 3,9 |
| Dezember | 1,7 |
Der Januar 2024 liegt mit −0,1 °C knapp unter der Frostgrenze. In einem durchschnittlichen Jahr messen die Kölner im Januar also fast immer eine Nacht mit Minusgraden, während die restlichen Monate bereits über 5 °C liegen. Die Übergangsmonate März und November haben mit 5,1 °C bzw. 3,9 °C ein mildes Niveau – aber die 26,1 % am 15. März erinnern daran, dass einzelne Frostereignisse möglich sind.
Bezogen auf die gesamte Messperiode (1957–2026) gab es am 15. März in gut einem Viertel der Jahre einen Frosttag. Das sind 26 von 100 Jahren – oder statistisch gesehen alle vier Jahre ein Mal. Wer also vor dem 15. März auspflanzt, riskiert in jeder vierten Saison einen Frostschaden. Erst nach dem 3. März (dem Rekorddatum) geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null; aber die Unsicherheit bleibt bis Ende März spürbar.
Ein Vergleich mit späteren März-Terminen würde noch genauere Risikostufen liefern, doch die vorliegende Berechnung konzentriert sich auf das konkrete Datum aus der Datenbank – die 26,1 % sind der offizielle Wert der DWD-Reihe für Köln/Bonn.
Alle genannten Zahlen stammen aus der Klimareihe des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Climate Data Center, Station Köln/Bonn mit der Kennung 02667. Die Tagesdaten der Minimaltemperatur (tmin) wurden für die Jahre 1957 bis 2026 ausgewertet. Der letzte in der Datenbank verzeichnete Frostfrei-Beginn (tmin ≥ 0 °C zwischen März und Mai) fällt auf den 3. März 1958 – ein Extremwert, der gleichzeitig den Beginn der modernen Messreihe markiert.
Datenquelle: DWD – Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), Station Köln/Bonn (02667). Lizenz: GeoNutzV. Berechnung auf Basis der Tageswerte 1957–2026. Alle Angaben ohne Gewähr. | DWD Klima Deutschland
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