Aktualisiert: 2026-07-19
33,7 % aller 15. März in Frankfurt seit 1935 waren Frosttage – die Wahrscheinlichkeit, dass an diesem Märztag die Tiefsttemperatur unter 0 °C fällt.
Wer im März pflanzt oder die ersten Setzlinge nach draußen stellt, spielt ein Risiko mit fast jeder dritten Saison. Der späteste gemessene Frühjahrsfrost in der 91‑jährigen Reihe fiel auf den 23. Mai – ein Datum, das viele Hobbygärtner und Winzer im Hinterkopf behalten sollten.
Das DWD-Klimaarchiv für die Station Frankfurt/Main (Kennung 01420) umfasst lückenlose Tagesminima von Juli 1935 bis Juli 2026. Aus dieser langen Messreihe wird die Frostwahrscheinlichkeit für jeden Kalendertag berechnet. Der 15. März liegt mitten in der Übergangszeit: Die mittlere Tiefsttemperatur des Monats März beträgt in Frankfurt 3,1 °C – aber der Mittelwert verdeckt die Streuung. An mehr als jedem dritten 15. März wurde Bodenfrost registriert.
Die folgende Tabelle zeigt die gemittelte Tagesminimumtemperatur (tmin) für jeden Monat des Jahres 2023. Sie gibt ein Gefühl dafür, wie spät im Frühjahr die Nächte noch kalt bleiben:
| Monat | Mittlere Tiefsttemperatur (°C) |
|---|---|
| Januar | 2,5 |
| Februar | 1,3 |
| März | 3,1 |
| April | 4,7 |
| Mai | 10,2 |
| Juni | 14,5 |
| Juli | 14,2 |
| August | 14,8 |
| September | 12,7 |
| Oktober | 8,0 |
| November | 4,4 |
| Dezember | 2,6 |
Selbst im Mai fällt das Mittel der Tiefstwerte erst auf 10,2 °C – in einzelnen Jahren klettert die Quecksilbersäule aber noch bis zum Monatsende unter den Gefrierpunkt. Der letzte registrierte Frühjahrsfrost liegt als Datum 23. Mai vor.
Ein Wert von 33,7 % Frostwahrscheinlichkeit am 15. März heißt umgerechnet: Fast jedes dritte Jahr müssen Hobbygärtner an diesem Datum mit Frost rechnen. Wer also die Tomatenpflanzen bereits Mitte März nach draußen setzt, sollte einen Vlies bereithalten. Der 23. Mai als spätester Frosttermin ist die äußerste Grenze – statistisch liegt die letzte Frostnacht in Frankfurt deutlich früher, aber dieses Datum bleibt der formale Schlusspunkt der Frostsaison.
Die Daten des DWD stammen aus der homogenen Reihe der Station Frankfurt/Main, die seit 1935 ohne Standortwechsel durchgehend misst. Die Frostanalyse basiert auf allen verfügbaren Tagesminima, bei denen die Temperatur unter 0 °C fiel – unabhängig davon, ob es sich um Bodenfrost oder Luftfrost handelte.
Die ausgewerteten Daten decken den Zeitraum vom 1. Juli 1935 bis zum 16. Juli 2026 ab. Das sind gut 91 Jahre mit einer der dichtesten und am besten geprüften Klimareihen Deutschlands. Für den 15. März liegen in diesem Fenster mehr als 80 Messwerte vor – genug, um eine stabile Wahrscheinlichkeit von 33,7 % zu ermitteln.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, CDC. Station Frankfurt/Main, Kennung 01420. Datenlizenz: GeoNutzV. Berechnungsmethode: Frosttag definiert als Tagesminimumtemperatur < 0,0 °C. Die Wahrscheinlichkeit am 15. März basiert auf der gesamten verfügbaren Tagesanzahl dieses Datums im Zeitraum 1935–2026.
histoclima.com – Klimahistorische Daten für Frankfurt und Spanien. Alle Angaben ohne Gewähr.
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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