Aktualisiert: 2026-08-05
Die höchste jemals gemessene Tiefsttemperatur in Frankfurt/Main liegt bei 25,7 °C – gemessen in der Nacht vom 26. Juli 2019. In jener Julinacht kühlte es in der Mainmetropole nicht unter 25,7 Grad ab, was für Frankfurt eine tropische Nacht der extremen Sonderklasse bedeutet. Es ist die wärmste Nacht seit Beginn der offiziellen Wetteraufzeichnungen an der DWD-Station Frankfurt/Main im Jahr 1935.
Das ist der offizielle Rekordwert der Tiefsttemperatur für Frankfurt.
Eine Tiefsttemperatur von 25,7 Grad Celsius bedeutet: Selbst in der kühlsten Phase der Nacht, kurz vor Sonnenaufgang, fiel das Thermometer nicht unter diese Marke. Für Menschen, die in Frankfurt leben, heißt das konkret: Schlafen ohne Klimaanlage war in dieser Nacht praktisch unmöglich, die Wohnungen kühlten auch über Nacht nicht ab. Solche Nächte werden als "tropische Nächte" bezeichnet – in Frankfurt sind sie selten und dieser Wert übertrifft alles, was die Messreihe seit 1935 kennt.
Bemerkenswert ist die Einordnung: Der Rekordwert von 25,7 °C stammt aus dem Jahr 2019 und ist damit ein sehr junger Rekord. Die Messreihe der Station Frankfurt/Main reicht kontinuierlich bis in die 1930er-Jahre zurück – der früheste verfügbare Datenpunkt stammt vom 1. Juli 1935, der jüngste vom 3. August 2026. Über diesen Zeitraum von rund neun Jahrzehnten hat sich kein anderer Tag mit einer höheren Tiefsttemperatur ereignet.
Die folgende Liste zeigt die fünf höchsten jemals registrierten Tiefsttemperaturen an der Station Frankfurt/Main, sortiert vom höchsten Wert abwärts. Es sind die absolut extremsten Nächte der gesamten Messreihe:
| Datum | Tiefsttemperatur (°C) |
|---|---|
| 26. Juli 2019 | 25,7 |
| 26. Juni 2026 | 25,5 |
| 25. Juni 2026 | 23,7 |
| 4. August 2003 | 23,5 |
| 4. Juli 2015 | 23,5 |
Auffällig: Gleich zwei der fünf wärmsten Nächte aller Zeiten fielen in den Juni 2026 – die Nächte vom 25. und 26. Juni 2026 gehören mit 23,7 °C und 25,5 °C zu den extremsten der Frankfurter Messgeschichte. Der Rekord von 2019 bleibt mit 25,7 °C aber knapp an der Spitze.
Die folgende Tabelle zeigt für jeden Monat die höchste jemals gemessene Tiefsttemperatur sowie den langjährigen Monatsmittelwert der Tiefsttemperatur. So lässt sich einordnen, wie extrem die Rekordwerte im Vergleich zum Normalwert ausfallen:
| Monat | Rekord-Tiefsttemp. (°C) | Mittlere Tiefsttemp. (°C) |
|---|---|---|
| Januar | 10,6 | -1,7 |
| Februar | 11,3 | -1,2 |
| März | 12,8 | 1,4 |
| April | 15,5 | 4,4 |
| Mai | 20,0 | 8,4 |
| Juni | 25,5 | 11,9 |
| Juli | 25,7 | 13,7 |
| August | 23,5 | 13,4 |
| September | 19,1 | 10,1 |
| Oktober | 16,6 | 6,1 |
| November | 14,2 | 2,4 |
| Dezember | 11,8 | -0,5 |
Die Tabelle zeigt das Jahresmuster: Die wärmsten Nächte konzentrieren sich erwartungsgemäß auf die Sommermonate Juni, Juli und August. Der Juli hält mit 25,7 °C den Gesamtrekord – dicht gefolgt vom Juni mit 25,5 °C aus dem Jahr 2026. Im Winter sind Tiefsttemperaturen über 10 °C extrem selten, kommen aber in allen Monaten vor, selbst im Januar mit 10,6 °C.
Die folgende Tabelle zeigt für jedes Jahr die höchste gemessene Tiefsttemperatur – also die wärmste Nacht des jeweiligen Jahres. Gut zu erkennen ist, wie sich die Werte über die Jahrzehnte entwickelt haben und wo die Ausreißer liegen:
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Höchste Tiefsttemp. (°C) |
|---|---|
| 1945 | 6,8 |
| 1952 | 22,6 |
| 2003 | 23,5 |
| 2015 | 23,5 |
| 2018 | 23,2 |
| 2019 | 25,7 |
| 2026 | 25,5 |
Besonders auffällig in der Jahresübersicht: Die 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre blieben fast durchgehend unter der 21-Grad-Marke, während ab den 1980er-Jahren regelmäßig Werte über 20 Grad erreicht wurden. Die 2000er- und 2010er-Jahre brachten dann mehrere extreme Ausreißer: 2003 mit 23,5 °C, 2010 und 2013 jeweils mit 22,6 °C, 2015 mit 23,5 °C und schließlich 2019 mit dem bis heute gültigen Rekord von 25,7 °C. Das Jahr 2026 liegt mit 25,5 °C nur knapp unter dem Rekordwert.
Wenn die Tiefsttemperatur über 20 °C bleibt, spricht man in der Meteorologie von einer "tropischen Nacht". Der Frankfurter Rekord vom 26. Juli 2019 übertraf diese Schwelle um 5,7 Grad – das ist keine gewöhnliche warme Nacht, sondern ein Extremwert, der in der gesamten Messgeschichte seit 1935 nur ein einziges Mal aufgetreten ist. Zum Vergleich: Die mittlere Tiefsttemperatur im Juli liegt in Frankfurt bei 13,7 °C. Eine Nacht mit 25,7 °C liegt also um 12 Grad über dem, was in einer durchschnittlichen Julinacht gemessen wird.
Solche Nächte haben konkrete Auswirkungen auf den menschlichen Körper: Der Schlaf wird nachhaltig gestört, der Kreislauf belastet, und in dicht bebauten Stadtvierteln kühlen die Gebäude auch nach Sonnenuntergang kaum ab. Für vulnerable Gruppen – ältere Menschen, Kleinkinder, chronisch Kranke – kann eine solche Nacht gesundheitlich riskant sein. Der Frankfurter Rekordwert von 25,7 °C gehört zu den höchsten Tiefsttemperaturen, die je in Deutschland gemessen wurden.
Die Messreihe der Station Frankfurt/Main beginnt am 1. Juli 1935 und reicht bis zum 3. August 2026. Über diesen Zeitraum von mehr als neun Jahrzehnten zeigt sich ein klares Muster: Die wärmsten Nächte der 1930er- bis 1970er-Jahre lagen meist zwischen 17 und 20 Grad. Erst ab den 1980er-Jahren wurden regelmäßig Werte über 20 Grad erreicht. Die Extremwerte der letzten beiden Jahrzehnte – 2003, 2010, 2013, 2015, 2018, 2019 und 2026 – stechen deutlich heraus.
Der Rekord vom 26. Juli 2019 mit 25,7 °C ist dabei kein Einzelfall, sondern Teil einer Entwicklung. Das Jahr 2026 hat mit 25,5 °C am 26. Juni bereits den zweithöchsten Wert der gesamten Messgeschichte geliefert – nur 0,2 Grad unter dem Rekord. Ob dieser Rekord in den kommenden Jahren Bestand haben wird, lässt sich nicht vorhersagen, aber die jüngsten Messwerte deuten darauf hin, dass die wärmsten Nächte in Frankfurt noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben könnten.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Stationsdaten Frankfurt/Main, Messperiode 1935–2026.
HistoClima-Werkzeuge: entdecke das Wetter an deinem Geburtstag, eurem Hochzeitstag oder die Statistik deiner Geburtstagswoche.
Inhalte mit KI-Unterstützung auf Basis offizieller DWD-Daten, automatisch geprüft. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
© 2026 HistoClima · Daten: DWD (GeoNutzV) · kein Bezug zu DWD · Zitat erlaubt mit Quellenangabe.