Aktualisiert: 2026-08-13
Ein normaler Sommertag in Berlin bringt es auf durchschnittlich 19,5 °C Tagesmitteltemperatur. Als normaler Sommertag gilt dabei ein Julitag mit einer Tagesmitteltemperatur, die dem langjährigen Mittel des Monats Juli entspricht – also ein durchschnittlicher Hochsommertag, ermittelt über die gesamte Messreihe an der Station Berlin-Tempelhof. Der Juli ist schließlich der wärmste Monat des Jahres in der Hauptstadt. Wer also einen typischen Hochsommertag in Berlin plant, sollte sich auf diese Temperatur einstellen.
Die Daten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und werden an der Referenzstation Berlin-Tempelhof (Kennung 00433) erhoben. Die Auswertung berücksichtigt den Zeitraum von 1948-01-01 bis 2026-08-11 – eine fast acht Jahrzehnte umspannende, lückenlose Klimareihe, die verlässlich Auskunft darüber gibt, wie warm es in Berlin im Sommer tatsächlich ist.
So warm wird es wirklich: Die mittlere Tageshöchsttemperatur im Juli erreicht an der Station Tempelhof 26,0 °C. Gleichzeitig liegt die mittlere Tagestemperatur im selben Monat bei 20,3 °C. Das bedeutet: Wer im Hochsommer nach Berlin kommt, erlebt Tage, an denen es nachmittags regelmäßig die 26-Grad-Marke knackt.
Interessant ist der Unterschied zwischen den Monaten. Der Juni bringt es auf eine mittlere Höchsttemperatur von 25,5 °C und eine mittlere Tagestemperatur von 19,7 °C. Der August folgt mit 24,6 °C beziehungsweise 19,9 °C. Der September erreicht 25,1 °C bei der Höchsttemperatur und 18,9 °C im Tagesmittel – liegt also bei der Tagestemperatur unter August und Juli, nur die Höchstwerte fallen höher aus als im August. Wer einen Spätsommertag erwartet, sollte sich also nicht allein an den Maxima orientieren.
Die folgende Tabelle zeigt die mittleren Temperaturen für jeden Monat an der Station Berlin-Tempelhof. Sie beantwortet die Frage, wie sich die Wärme über das Jahr verteilt – und wo der normale Sommertag seinen Platz im Jahreszyklus hat.
| Monat | Mittlere Höchsttemperatur (°C) | Mittlere Tagestemperatur (°C) |
|---|---|---|
| Januar | 6,8 | 4,7 |
| Februar | 6,9 | 3,6 |
| März | 10,1 | 6,2 |
| April | 12,8 | 8,4 |
| Mai | 20,0 | 14,4 |
| Juni | 25,5 | 19,7 |
| Juli | 26,0 | 20,3 |
| August | 24,6 | 19,9 |
| September | 25,1 | 18,9 |
| Oktober | 15,9 | 12,3 |
| November | 8,7 | 6,1 |
| Dezember | 6,0 | 4,2 |
Die Grafik macht die Saisonkurve deutlich: Von den winterlichen Werten um 4 bis 5 °C klettert die Temperatur im Frühjahr stetig an, erreicht ihren Gipfel im Juli und fällt dann allmählich wieder ab. Bemerkenswert ist der Mai, der mit 20,0 °C Höchsttemperatur bereits sommerliche Züge trägt – ein Hinweis darauf, dass der Frühsommer in Berlin früher beginnt, als man es von anderen Regionen Deutschlands kennt.
Ein Julitag mit 19,5 °C Tagesmittel heißt konkret: Die Nacht kühlt auf Werte um 15 °C ab, der Nachmittag bringt 26 °C. Das ist ideales Wetter für Biergärten, Freibäder und Abende an der Spree. Wer sich auf einen normalen Sommertag in Berlin einstellt, packt leichte Kleidung ein – und weiß, dass die Temperaturen statistisch gesehen selten über die 30-Grad-Marke hinausgehen.
Die Werte dieser Auswertung beziehen sich auf die Station Berlin-Tempelhof, die seit Jahrzehnten als Referenz für das Stadtklima dient. Die innerstädtische Lage macht die Messwerte repräsentativ für das dicht bebaute Stadtgebiet – wer in den Außenbezirken wohnt, erlebt im Sommer meist ein bis zwei Grad weniger.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Station Berlin-Tempelhof (00433), Auswertungszeitraum 1948–2026.
Datenbasis: Climate Data Center, GeoNutzV.
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Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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