Aktualisiert: 2026-07-23 · Datenstand: DWD Climate Data Center
Der Rekord stammt aus dem Februar 1956 – ein Winter, der im ganzen Alpenvorland als einer der strengsten des 20. Jahrhunderts gilt. Seitdem wurde dieser Wert an der DWD-Station nicht mehr erreicht. Das Jahr 1956 steht damit als kältester Brocken der ganzen Reihe: Die Jahresdurchschnittstemperatur lag bei 6,1 °C, die Höchsttemperatur erreichte nur 21,3 °C. Wer also fragt, wie stark die Temperatur mit der Höhe sinkt, bekommt hier ein echtes Extrem.
Die offizielle Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Garmisch-Partenkirchen liegt auf 719 m über dem Meeresspiegel. Seit 1936 zeichnet sie auf, was die Höhenlage für das Klima bedeutet. Im Flachland (etwa München, 519 m) liegen die Jahresmittel rund 1,5 bis 2 °C höher – aber schauen wir auf die konkreten Zahlen aus dem Alpenort. Die Mesereihe umfasst 90 vollständige Jahre (1936–2025) und reicht bis in den Juli 2026 hinein.
Das langjährige Mittel der Station beträgt 7,4 °C (Durchschnitt aller Jahresmitteltemperaturen). Der kälteste Jahrgang war 1945 mit einem Mittel von −1,9 °C – allerdings ist hier zu bedenken, dass die Messreihe durch die Kriegs- und Nachkriegsjahre starke Lücken aufweist. Der wärmste vollständige Jahresdurchschnitt stammt aus 2024 mit 9,2 °C, dicht gefolgt von 2022 und 2023 (je 9,1 °C). Die jüngste Dekade (2015–2025) liegt konstant über 8,0 °C – ein deutliches Zeichen der Erwärmung auch in den Bayerischen Alpen.
Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Temperaturen im Lauf eines Jahres auf 719 m Höhe verteilen. Die Werte basieren auf dem Referenzjahr 2023 und geben die mittleren Tagesminima und -maxima je Monat wieder.
| Monat | Min. Mittel (°C) | Max. Mittel (°C) |
|---|---|---|
| Januar | −3,7 | 4,3 |
| Februar | −3,7 | 8,0 |
| März | 0,2 | 10,8 |
| April | 1,9 | 11,8 |
| Mai | 6,9 | 17,5 |
| Juni | 9,5 | 24,7 |
| Juli | 12,3 | 24,9 |
| August | 11,9 | 24,0 |
| September | 9,9 | 23,1 |
| Oktober | 5,6 | 19,0 |
| November | −0,8 | 7,6 |
| Dezember | −2,4 | 5,7 |
Die nachfolgende Tabelle enthält alle 90 Jahreswerte der Station – Durchschnitts-, Minimum- und Maximumtemperatur jedes Jahres. In der grafischen Ansicht (aktiviert durch das System) wird der langfristige Trend besonders deutlich.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Mittel (°C) | Min (°C) | Max (°C) |
|---|---|---|---|
| 1945 | −1,9 | −15,0 | 9,4 |
| 1952 | 7,0 | −13,2 | 25,3 |
| 1957 | 7,8 | −15,0 | 26,3 |
| 2013 | 7,4 | −9,9 | 24,9 |
| 2015 | 8,5 | −6,0 | 25,6 |
| 2019 | 8,7 | −8,4 | 25,1 |
| 2026 | 8,5 | −12,3 | 26,6 |
Die 719 m machen sich besonders in den Nächten bemerkbar. Während das Tal im Sommer tagsüber auf bis zu 26,6 °C (2026) kommt, fallen die Minima selbst im Juli auf 12,3 °C im Mittel. Im Winter sind −20 °C und darunter keine Seltenheit: 1987 erreichte das Jahresminimum −21,6 °C, 1985 −20,7 °C. Der absolute Tiefstwert der gesamten Reihe bleibt aber der Februar 1956 mit −25,7 °C. Wer also wissen will, wie viel kälter es mit der Höhe wird: In Garmisch-Partenkirchen liegt das Jahresmittel 2,2 °C unter dem Münchner Wert – ein Gradient von rund 0,6 °C pro 100 m, der sich in den Extremen noch deutlicher zeigt.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, offizielle Station Garmisch-Partenkirchen (01550). Höhe: 719 m. Zeitreihe 1936–2026, basierend auf der vollständigen konsolidierten Tagesreihe. Lizenz: GeoNutzV. · Diese Seite wird automatisch mit den geprüften Originaldaten erstellt und enthält keine abgeleiteten Werte.
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