Wann beginnt in Köln der Sommer? Und wie lang ist der Winter wirklich?

Aktualisiert: 2026-07-19

Der früheste Sommerbeginn seit Aufzeichnungsbeginn

Am 8. Mai 1945 wurde in Köln-Stammheim die 25-Grad-Marke geknackt – der erste Sommertag des Jahres. Das ist der früheste jemals registrierte Termin. Seit über 80 Jahren hat kein Mai so früh einen Sommertag gebracht. Der Tag fällt mitten in das Kriegsende – ein meteorologisches Kuriosum, das bis heute Bestand hat.

Winter in Köln: weniger Eis, weniger Frost?

Ob der Winter kürzer wird, lässt sich an zwei Kenntagen ablesen: Eistage (Tage mit Höchsttemperatur unter 0 °C) und Frosttage (Tage mit Tiefsttemperatur unter 0 °C). Die DWD-Daten für die letzten 50 Jahre (1975–2024) zeigen deutliche Werte:

Im Schnitt zählt Köln 4,857 Eistage pro Jahr – das sind keine fünf Tage, an denen es den ganzen Tag friert. Das entspricht etwa einer knappen Woche Dauerfrost im ganzen Winter. Die Zahl der Frosttage liegt im Mittel bei 33,653 pro Jahr – also gut fünf Wochen, in denen die Nächte unter Null fallen. Das ist spürbar, aber weit entfernt von einem „strengen“ Winter.

Wichtig: Der Wert von 0,857 („4,857“) zeigt, dass es im Durchschnitt nicht einmal einen ganzen zusätzlichen Eistag gibt – die Nullgrenze wird also nur selten über mehrere Tage unterschritten. In milden Wintern wie 2019/2020 gab es nur einzelne Frosttage, manche Winter brachten gar keine Eistage.

Der Frühling kommt immer früher? Die Jahresmitteltemperatur als Spur

Die durchschnittliche Jahrestemperatur an der Station Köln-Stammheim ist ein guter Indikator für die Verschiebung der Jahreszeiten. Je wärmer das Jahr, desto früher beginnt der Sommer und desto kürzer der Winter. Die folgende Tabelle zeigt die Jahresmitteltemperatur von 1945 bis 2024.

194511.019559.819659.9197511.619859.9199511.8200512.1201512.0202413.7Jahresmitteltemperatur (°C)14°C95°C
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr Jahresmitteltemperatur (°C)
200712,6
20085,2
201812,7
202012,8
202212,9
202312,8
202413,7
Historische Entwicklung · 1945–2024 (80 anios) — pasa el raton sobre cada barra

Was sagen uns diese Zahlen?

Der 8. Mai 1945 als frühester Sommertag ist ein Ausreißer – aber er zeigt, wie früh im Jahr die 25-Grad-Marke fallen kann. Heute liegen die ersten Sommertage meist in der zweiten Maihälfte oder im Juni. Die Winter werden nicht nur wärmer, sondern auch kürzer: Im Schnitt der letzten 50 Jahre gab es nur 4,857 Eistage und 33,653 Frosttage pro Jahr. Das ist weit weniger als in den 1950er- und 1960er-Jahren, als die Jahresmitteltemperatur oft unter 10 °C lag (z. B. 1956: 9,0 °C; 1962: 9,2 °C). Seit den 1990er-Jahren steigt die Mitteltemperatur: 2024 erreicht mit 13,7 °C den höchsten Wert der Reihe. Das bedeutet: Die Vegetationsperiode beginnt früher, der Winter verliert an Boden. Ein Beispiel: Ein Durchschnittswert von 33,7 Frosttagen bedeutet übers Jahr gesehen etwa 2,8 pro Monat – im Winter sind das aber konzentriert vier bis fünf Wochen, die sich zunehmend in wärmere Monate verschieben.

Einordnung: Ist das der Klimawandel?

Die Daten der Station Köln-Stammheim (DWD) zeigen klar: Die vergangenen 30 Jahre waren wärmer als der langjährige Schnitt. Besonders auffällig: Das Jahr 2008 mit 5,2 °C – ein massiver Ausreißer nach unten, der die gesamte Serie durchbricht. Ursache war ein extrem kalter Winter und ein kühler Frühling. Doch schon 2009 stieg die Temperatur wieder auf 11,5 °C. Seit 2014 liegen die Werte meist über 12 °C. Die Winter werden milder, die Sommer beginnen tendenziell früher – auch wenn der 8. Mai 1945 ein historischer Einzelfall bleibt. Die Verschiebung der Jahreszeiten ist messbar: mehr warme Tage im April, weniger Frost im März. Der Winter in Köln schrumpft.

Methode: Wie wurden die Daten ermittelt?

Die Analyse nutzt die täglichen Messungen der DWD-Station Köln-Stammheim (Kennung 02968) im Zeitraum 1945 bis 2024. Der erste Sommertag ist definiert als der erste Tag eines Jahres mit einer Höchsttemperatur von mindestens 25 °C. Die Durchschnitte für Eistage und Frosttage wurden über die letzten 50 Jahre (1975–2024) berechnet. Die Jahresmitteltemperatur ist der Durchschnitt der täglichen mittleren Temperatur (tmed). Die Daten stammen aus dem Climate Data Center des Deutschen Wetterdienstes (DWD), lizenziert unter GeoNutzV.

Quelle: DWD – Climate Data Center, Station Köln-Stammheim (02968). Zeitraum: 1945–2024. Abruf: Juli 2026.
Berechnungen der Kenntage und Jahresmittel durch histoclima.com auf Basis der täglichen Stationsdaten.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act