Aktualisiert: 2026-07-21
13,1 %
aller Ostersonntage seit 1954 brachten Frost (Tmin unter 0 °C)
Das bedeutet: Jeder achte Ostersonntag in München beginnt mit Frost. Die Daten der Station München-Stadt (DWD) zeigen: Von insgesamt 360 Ostersonntagen mit vollständigen Temperaturaufzeichnungen im Zeitraum 1954–2026 gab es an 47 Tagen Bodenfrost. Die Wahrscheinlichkeit liegt damit bei exakt 13,1 % – ein Wert, der überrascht, denn die Osterzeit fällt meteorologisch in den Frühjahrsübergang, in dem die Nächte noch empfindlich kalt sein können.
Ostern fällt jedes Jahr zwischen den 22. März und den 25. April. Der April ist in München der Monat, in dem die Natur erwacht, aber die Nächte noch frostig sein können. Die offiziellen Monatsmittel der Station München-Stadt belegen das:
| Monat | Mitteltemperatur (°C) | Mittel Tmin (°C) | Niederschlag (mm) | Sonnenstunden (h) |
|---|---|---|---|---|
| März | 8,9 | 4,4 | 56,9 | 143,6 |
| April | 11,1 | 5,7 | 51,7 | 173,6 |
| Mai | 14,9 | 9,8 | 205,2 | 223,0 |
Die Monatsmittelwerte täuschen leicht: Im April liegt die durchschnittliche Tiefsttemperatur bei 5,7 °C, doch einzelne Nächte können deutlich darunter fallen. Der März zeigt mit einer mittleren Tiefsttemperatur von 4,4 °C das größte Frostpotenzial – und genau in diesen Monat fällt Ostern in manchen Jahren. Wer also die Osterfeiertage im Freien plant, sollte die Nachtfröste nicht unterschätzen.
Die Berechnung basiert auf der gesamten digital verfügbaren Wetterreihe der Station München-Stadt (DWD-Kennung 03379) vom 1. Juni 1954 bis zum 20. Juli 2026. Aus diesem Datenbestand wurden alle Ostersonntage identifiziert – das sind genau die Sonntage zwischen dem 22. März und dem 25. April. Für 360 dieser Tage liegen vollständige Temperaturdaten vor. An 47 davon fiel die Tiefsttemperatur unter 0 °C. Der Quotient ergibt die 13,1 % – ein statistisch robuster Wert aus über sieben Jahrzehnten Messung.
Da Ostern jedes Jahr auf ein anderes Datum fällt, verteilen sich die 360 Ostersonntage über März und April. In Kombination mit den Monatsmittelwerten wird klar: Ein Ostersonntag im März hat ein deutlich höheres Frostrisiko als einer Ende April. Die folgende Tabelle zeigt das durchschnittliche Klima während der Osterzeit:
| Monat | Tmed (°C) | Tmin (°C) | Tmax (°C) | Niederschlag (mm) | Sonnenstunden (h) |
|---|---|---|---|---|---|
| März | 8,9 | 4,4 | 14,2 | 56,9 | 143,6 |
| April | 11,1 | 5,7 | 16,6 | 51,7 | 173,6 |
Die mittlere Höchsttemperatur im April erreicht bereits angenehme 16,6 °C – ideal für Ostereiersuche am Nachmittag. Aber die Nächte bleiben kühl: Die durchschnittliche Tiefsttemperatur liegt im April bei 5,7 °C, im März sogar nur bei 4,4 °C. In klaren Aprilläichten kann die Temperatur schnell auf Werte um den Gefrierpunkt fallen.
Der Winter hält in München bis in den März hinein an. Im Januar liegt die mittlere Tiefsttemperatur bei -1,7 °C, im Februar bereits bei 4,6 °C (durch milde Jahre aufgeweicht). Der Dezember bringt eine mittlere Tiefsttemperatur von -0,4 °C. Erst ab Mai sind Frostnächte statistisch kaum noch zu erwarten – die Tiefsttemperatur liegt dann bei 9,8 °C.
Im November steigt die Frostgefahr wieder an: Die mittlere Tiefsttemperatur beträgt 2,3 °C, einzelne Nächte können bereits unter 0 °C fallen. Die Schneehöhe im November liegt im Mittel bei 0,3 cm – ein erster Hinweis auf den nahenden Winter.
Die 13,1 % Frostwahrscheinlichkeit bedeuten nicht, dass es an Ostern alle sieben bis acht Jahre friert – sie sagen, dass statistisch jeder achte Ostersonntag Frost bringt. Wer in München die Osterfeiertage verbringt, sollte also immer eine frostklare Nacht einplanen: Die beliebten Osterfeuer, das Frühstück im Garten oder der Ostermarkt am Viktualienmarkt können durchaus mit eisigen Temperaturen beginnen. Die 47 Frosttage an Ostersonntagen in 360 Jahren zeigen, dass dieses Szenario alles andere als selten ist.
Alle Angaben beruhen auf den offiziellen Messreihen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Climate Data Center, für die Station München-Stadt mit der Kennung 03379. Die Daten umfassen den Zeitraum von 1954-06-01 bis 2026-07-20. Die Frostdefinition folgt dem Standard der Klimatologie: Tiefsttemperatur unter 0 °C. Die Ostertermine wurden anhand der kirchlichen Osterregel (Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond) im Bereich 22. März bis 25. April ermittelt. Die Auswertung erfolgte auf Basis der täglichen Messwerte.
Ja, an Ostern kann es in München frieren. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 13,1 % – basierend auf 360 Ostersonntagen mit Daten. 47 davon brachten Frost. Wer also die Ostereier im Garten versteckt oder das Frühstück auf der Terrasse plant, sollte die Wettervorhersage der Nacht genau im Auge behalten. Die historischen Daten zeigen: Frost an Ostern ist kein Ausnahmephänomen, sondern ein regelmäßiges Ereignis im Münchner Frühling.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station München-Stadt (03379). Datenstand: 2026-07-21. Lizenz: GeoNutzV. Die Auswertung umfasst den Zeitraum 1954-06-01 bis 2026-07-20 für 360 Ostersonntage mit vollständigen Temperaturdaten.
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