Letzter Frost im Frühjahr in Köln – wann Pflanzen nach draußen?

Aktualisiert: 2026-07-20

3. Juni 1962 spätester Frost seit Beginn der Aufzeichnung

Am 3. Juni 1962 fiel die Temperatur in Köln/Bonn auf -10,7 °C – ein Spätfrost, der jeden Garten vernichtet hätte. Seit diesem Jahr ist kein späterer Frost mehr aufgetreten. Der 3. Juni 1962 markiert die absolute Grenze: Wer seine Tomaten, Basilikum oder Dahlien vor diesem Datum auspflanzt, spielt russisches Roulette mit dem Wetter. Die Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen: Statistisch gesehen ist das Risiko ab Mitte Mai gering, aber null ist es erst nach dem 3. Juni.

Das Rekordereignis: Kälte mitten im Frühsommer

Der 3. Juni 1962 ist kein Einzelfall, aber der Extremfall. An jenem Tag maß die Station Köln/Bonn eine Tiefsttemperatur von -10,7 °C – das ist kein leichter Bodenfrost, sondern ein strenger Frost, der Blüten und zarte Triebe in Stunden zerstört. Zum Vergleich: Der absolute Kälterekord der Station liegt bei -23,4 °C am 14. Januar 1985. Der Juni 1962 liegt also zwar weit unter dem Winterrekord, aber für die Gartensaison ist er der späteste Schock. Seit 1962 gab es keinen späteren Frost mehr – das heißt aber nicht, dass es keinen geben wird. Die Klimareihe zeigt: Spätfröste treten in Köln unregelmäßig auf, manchmal noch Mitte Mai.

Wie viele Frosttage gibt es im Frühjahr? – Monatsmittel

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Tage mit Frost (Temperatur unter 0 °C) in Köln/Bonn durchschnittlich pro Monat auftreten. Besonders wichtig für Gärtner: Im Mai sind es im Mittel nur 0,6 Tage, im Juni sogar 0,0 Tage. Aber der Juni 1962 mahnt: Der Durchschnitt ist nicht das Maximum.

Monat mittlere Frosttage (Ø pro Jahr)
Januar14,5
Februar13,5
März10,4
April4,9
Mai0,6
Juni0,0
September0,1
Oktober2,0
November6,6
Dezember12,7

Datenbasis: DWD-Station Köln/Bonn, 1957–2026. Nur Monate mit mindestens einem Frosttag gelistet (Juli und August ohne Eintrag).

Spätester Frost jedes Jahres – die komplette Reihe seit 1957

Die Saison 2026 brachte den letzten Frost am 27. April 2026 mit -8,2 °C. Das ist früh im Jahresvergleich. Sehr späte Termine gab es 1962 (3. Juni), 1975 (1. Juni) und 2013 (25. Mai). In der unten stehenden Tabelle sieht man jedes Jahr mit Datum und der dazugehörigen Tiefsttemperatur. Die Grafik zeigt den Trend: Die spätesten Fröste konzentrieren sich in den 1960er–1980er Jahren, aber auch 2013 und 2020 (16. Mai) lagen spät.

1958-12.81966-16.01974-7.71982-20.81990-4.31998-13.02006-11.22014-4.02022-4.92026-8.2Temperatur (°C)-4°C-14-23°C
Jahresreihe · Quelle: DWD

Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.

Jahr letzter Frost (Datum) Temperatur (°C)
19851985-04-26-23,4
19881988-04-26-5,8
19891989-04-30-4,3
19901990-04-28-4,3
20142014-04-16-4,0
20202020-05-16-5,6
20222022-04-10-4,9

Gärtner-Regel: Wann auspflanzen?

Wer auf Nummer sicher gehen will, wartet bis zum 3. Juni – das ist der späteste jemals gemessene Termin. In der Praxis wagen die meisten Kölner Gärtner das Auspflanzen ab Mitte Mai, denn im Mai gibt es durchschnittlich nur 0,6 Frosttage. Allerdings zeigen die Jahre 1962 und 2013 (25. Mai), dass ein später Kälteeinbruch möglich ist. Ein Vlies oder Kübel, die bei Frostwarnung reingeholt werden können, geben zusätzliche Sicherheit. Die Daten der Station Köln/Bonn (DWD) sind die offizielle Grundlage – sie reichen von 1957 bis 2026 und bieten für jedes Jahr den exakten letzten Frosttag.

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Station Köln/Bonn (Indikativ 02667), 1957–2026.
Die Analyse umfasst die täglichen Minimumtemperaturen der Monate Januar bis Juni. Als Frost gilt tmin < 0 °C. Die Aufzeichnung beginnt am 1. September 1957 und reicht bis 18. Juli 2026.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act