Aktualisiert: 2026-09-27
In Frankfurt am Main blieb es in der längsten zusammenhängenden Tropennacht-Serie der Messreihe 4 Nächte lang durchgehend über 20 Grad. Die Serie lief vom 2. Juli 2015 bis zum 5. Juli 2015.
4 Nächte in Folge über 20 Grad – die längste Serie an der DWD-Station Frankfurt/Main in der Messreihe 1937–2025
Von einer Tropennacht spricht die Meteorologie, wenn die Lufttemperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad fällt. Für den DWD ist das ein sogenannter Kenntag: ein Tag, an dem ein fest definierter Schwellenwert über- oder unterschritten wird. Für die Tropennacht gilt die Nachttemperatur – also das Minimum zwischen Abend und Morgen. Solche Nächte sind für den Schlaf und für den Körper deutlich belastender als ein heißer, aber kühler ausklingender Tag, weil die Wohnung nicht mehr abkühlt. In Frankfurt, im dicht bebauten Mainbecken gelegen, sind Tropennächte deshalb ein wiederkehrendes Thema.
Der längste zusammenhängende Block von Tropennächten an der Station Frankfurt/Main dauerte 4 Nächte. Er begann am 2. Juli 2015 und endete am 5. Juli 2015. Vier Nächte in Folge über 20 Grad bedeuten für die Stadt eine fast einwöchige Phase, in der die nächtliche Erholung ausbleibt: Die Wände der Gebäude speichern die Tageswärme, geben sie nachts wieder ab und halten die Temperatur oben.
Auffällig ist, wie weit diese Spitze zurückliegt oder wie alt die Vergleichswerte sind. Die längste Serie von 2015 ist nicht allein: Gleich zwei weitere Phasen erreichen denselben Wert von 4 Nächten – eine im Juni 1994 und eine im Juli 1952. Das zeigt, dass extreme Tropennacht-Blöcke in Frankfurt kein Phänomen der vergangenen Jahre allein sind, sondern die Messreihe über Jahrzehnte hinweg begleiten.
Die folgende Übersicht zeigt die nach Dauer stärksten zusammenhängenden Tropennacht-Blöcke der Station Frankfurt/Main. Hinweis: Auf den Plätzen zwei und drei liegt dieselbe Dauer von 4 Nächten vor; die Liste umfasst fünf Einträge, in denen zwei Episoden den Wert teilen.
| Beginn | Ende | Nächte in Folge |
|---|---|---|
| 2015-07-02 | 2015-07-05 | 4 |
| 1994-06-26 | 1994-06-29 | 4 |
| 1952-07-04 | 1952-07-07 | 4 |
| 2020-08-10 | 2020-08-12 | 3 |
| 2019-07-24 | 2019-07-26 | 3 |
Das Bemerkenswerte an der Frankfurter Bilanz: Die längste Serie ist nicht einmalig. Mit dem 2. bis 5. Juli 2015, dem 26. bis 29. Juni 1994 und dem 4. bis 7. Juli 1952 erreichen drei völlig unterschiedliche Epochen denselben Spitzenwert von 4 Nächten. Die beiden jüngeren Beispiele – 2019 und 2020 – bleiben bei 3 Nächten. In der Serie von 2019 fällt die Phase in den Hochsommer (24. bis 26. Juli), 2020 dagegen in den August (10. bis 12. August).
Eine Serie von 4 Tropennächten in Folge ist für eine Stadt der Größe Frankfurts eine spürbare Zäsur. Sie markiert jene Phasen, in denen die Hitze nicht mehr abreißt und die Belastung über den Tag hinaus anhält. Wer einen Umzug in die Region plant oder eine Veranstaltung in den Hochsommer legt, sollte wissen: Solche Nächte treten nicht jedes Jahr in dieser Dichte auf. Die längste gemessene Serie bleibt bei 4 Nächten – ein Wert, der in der Messreihe von 1937 bis 2025 mehrfach erreicht, aber nicht übertroffen wurde.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, Station Frankfurt/Main. Auswertungszeitraum 1937–2025.
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