Aktualisiert: 2026-08-01
Die längste zusammenhängende Periode ohne messbaren Niederschlag in Memmingen (Flugplatz) dauerte 7 Tage – vom 20. Juni bis zum 26. Juni 2001. Das ist der absolute Rekord in der gesamten Messreihe, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) an dieser Station führt. Wer im Hochsommer 2001 in Memmingen oder Umgebung auf den Regen wartete, musste sich eine volle Woche gedulden, ohne dass auch nur ein einziger Tag mit Niederschlag registriert wurde.
Die längste Trockenperiode an der Station Memmingen (Flugplatz) seit Beginn der Aufzeichnungen:
7 Tage
ohne Niederschlag, vom 20. bis 26. Juni 2001
Damit liegt der Rekord im Frühsommer – eine Zeit, in der die Landwirtschaft besonders auf Niederschlag angewiesen ist und Gedanken an Bewässerung oder Ernteausfälle aufkommen.
Memmingen liegt im Alpenvorland, einer Region, die für ihre wechselhafte Witterung bekannt ist. 7 Tage ohne Regen klingen für manche Regionen Europas banal, für das Voralpenland sind sie eine echte Durststrecke. Der Rekord von 2001 stammt aus einer Zeit, in der die Station mit einer täglichen Niederschlagsmessung arbeitete; ein Wert von 0,0 mm gilt dabei als trockener Tag. Die Messreihe beginnt am 1. Januar 1969 und endet am 29. November 2002 – in diesen knapp 34 Jahren wurde nie eine längere Trockenphase registriert.
Nicht nur der Rekord selbst ist interessant, sondern auch die Verteilung der längsten Trockenphasen. Alle Spitzenwerte konzentrieren sich auf die Jahre 2001 und 2002 – eine Häufung, die auf eine besonders stabile Wetterlage im späten Frühjahr und Frühsommer jener Jahre hindeutet. Hier sind die fünf längsten zusammenhängenden Perioden ohne Niederschlag, wie sie das DWD-Archiv verzeichnet:
| Beginn | Ende | Tage ohne Regen |
|---|---|---|
| 20. Juni 2001 | 26. Juni 2001 | 7 |
| 7. April 2002 | 11. April 2002 | 5 |
| 25. Mai 2001 | 29. Mai 2001 | 5 |
| 19. Mai 2001 | 23. Mai 2001 | 5 |
| 29. April 2001 | 3. Mai 2001 | 5 |
Interessant ist, dass der Rekord nicht etwa in einem Hochsommer mit Hitzewelle fiel, sondern im Juni – mitten in der Zeit, in der die Natur am meisten Wasser braucht. Die fünf längsten Trockenperioden der Station umfassen allesamt mindestens 5 Tage, wobei der Sprung von 5 auf 7 Tage deutlich zeigt, wie außergewöhnlich die Woche im Juni 2001 war. Drei dieser Perioden liegen im Mai oder Juni 2001, was auf einen ungewöhnlich trockenen Spätfrühling jenes Jahres schließen lässt – die Messdaten zeigen es schwarz auf weiß.
Vom 20. bis zum 26. Juni 2001 blieb der Niederschlag an der Station Memmingen (Flugplatz) an sieben aufeinanderfolgenden Tagen aus. Für die Region um Memmingen, die durchschnittlich deutlich mehr Regentage pro Monat kennt, war das eine spürbare Trockenphase. Die Messreihe des DWD umfasst dabei nur den Zeitraum von 1969 bis 2002; für die Jahre davor liegen an dieser Station keine lückenlosen Daten vor. Der Rekord aus dem Jahr 2001 ist also der offizielle Spitzenwert für den gesamten verfügbaren Messzeitraum.
Zum Vergleich: Die zweitlängsten Trockenperioden erreichen jeweils nur 5 Tage. Die 7 Tage im Juni 2001 stechen damit deutlich heraus – eine komplette Woche ohne einen einzigen Tag mit Niederschlag, was in dieser Form im gesamten Betrachtungszeitraum nur einmal vorkam. Wer in Memmingen lebt oder einen Besuch plant, kann sich an dieser Zahl orientieren: Trockenperioden von einer Woche sind hier die absolute Ausnahme, auch wenn man das Gefühl haben mag, dass es manchmal länger dauert.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center. Station: Memmingen (Flugplatz). Zeitraum: 1969–2002.
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