Längste Regenperiode in Köln: 29 Tage ununterbrochener Dauerregen

Aktualisiert: 2026-08-02

Vom 30. Mai bis zum 27. Juni 1987 regnete es in Köln 29 Tage in Folge. Das ist die längste ununterbrochene Regenperiode seit Beginn der Messungen an der Station Köln-Stammheim im Jahr 1945.

In diesen 29 Tagen fielen insgesamt 124,1 mm Niederschlag – eine Menge, die über der Hälfte des langjährigen Junimittels liegt, aber vor allem durch ihre schiere Dauer beeindruckt: Fast ein ganzer Monat ohne einen einzigen trockenen Tag.

Für alle, die sich fragen: „Wie viele Tage in Folge hat es in Köln schon einmal durchgeregnet?" – die Antwort aus den offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lautet 29 Tage. Diese Rekordserie bleibt seit 1987 ungebrochen, und das ist bemerkenswert, denn Köln ist wahrlich keine trockene Stadt. Der Niederschlag verteilt sich hier über das ganze Jahr, und lange feuchte Phasen sind keine Seltenheit – aber fast ein ganzer Monat lang täglich messbarer Regen, das ist eine andere Hausnummer.

Die Messreihe der Station Köln-Stammheim deckt den Zeitraum vom 1. Januar 1945 bis zum 31. August 2024 ab. In diesen achzig Jahren hat es also keinen einzigen längeren Zusammenhängenden Regenabschnitt gegeben als jenen im Frühsommer 1987. Interessant ist dabei auch der Kontext: Der Juni 1987 war kein extremer Starkregen-Monat mit einzelnen Unwetter-Ereignissen, sondern eine konstante, fast märchenhaft graue Phase, in der die Sonne sich kaum zeigte und die Böden durchgehend durchnässt blieben.

Der Rekord im Detail

Die Regenperiode begann am 30. Mai 1987 und endete am 27. Juni 1987. Der Gesamtniederschlag über diesen Zeitraum betrug 124,1 mm. Zum Vergleich: Ein einzelner Juni in Köln bringt im langjährigen Schnitt deutlich weniger als diese Summe – die 124,1 mm verteilten sich jedoch nicht als einzelne Schauer, sondern über 29 aufeinanderfolgende Tage mit messbarem Regen. Jeder einzelne Tag dieser Serie trug seinen Teil zu einer durchschnittlichen Feuchte bei, die die Stadt in ein Grau tauchte, das viele Kölner bis heute nicht vergessen haben.

Welche Monate sind besonders regenanfällig?

Ein Blick auf die längsten Regenperioden pro Monat zeigt ein klares Muster: Der November ist der absolute König der Regenphasen. In diesem Monat wurde eine maximale Serie von 35 aufeinanderfolgenden Regentagen registriert – das ist sogar noch länger als die Jahresrekordserie von 1987. Der Januar und der Dezember folgen mit 29 Tagen, während der Mai ebenfalls 29 Tage erreicht. Der September ist mit 18 Tagen der Monat mit der kürzesten je gemessenen maximalen Regenperiode.

Die längste Regenperiode, aufgeschlüsselt nach Monaten

Monat Längste Regenperiode (Tage)
Januar25
Februar21
März22
April23
Mai29
Juni22
Juli22
August20
September18
Oktober21
November35
Dezember29

Die Tabelle zeigt deutlich zwei Dinge: Zum einen ist der November mit 35 Tagen der Monat mit der längsten jemals gemessenen ununterbrochenen Regenphase – ein Rekord, der vermutlich aus einer dieser berüchtigten grauen November-Wochen stammt, in denen Köln sich in eine Art Dauerwolkenbad verwandelt. Zum anderen fällt auf, dass die Jahreszeit keine strikte Grenze kennt: Selbst im August, dem wärmsten Monat, gab es eine Periode von 20 aufeinanderfolgenden Tagen mit Regen. Die 29 Tage im Mai 1987 sind daher keineswegs ein Ausreißer einer besonders verregneten Jahreszeit, sondern die Spitze eines Eisbergs, der in jedem Monat existiert.

Interessant ist auch, dass die Rekordserie von 1987 im Mai begann – einem Monat, der im Durchschnitt 29 aufeinanderfolgende Regentage als Maximum kennt. Die Serie von 1987 beginnt also in einem Monat mit hoher Regenneigung und setzt sich nahtlos in den Juni fort, der im Alleingang 22 Tage erreichen kann. Das Zusammenspiel zweier regenreicher Monate ergab am Ende die längste Gesamtserie der gesamten Messgeschichte.

Für Planer von Open-Air-Veranstaltungen, Hochzeiten im Freien oder einfach für alle, die sich fragen, ob sie in Köln gefahrlos eine Gartenparty planen können, ist der November der Monat mit dem höchsten Risiko für lange Nässephasen. Mit 35 Tagen am Stück ist die Wahrscheinlichkeit, in diesem Monat mindestens einen trockenen Tag zu erwischen, rechnerisch am geringsten. Wer dagegen im September feiern möchte, hat mit 18 Tagen die geringste Chance auf eine lange Regenperiode – auch wenn 18 Tage am Stück in einem anderen Jahr natürlich immer noch möglich sind.

Bemerkenswert ist, dass die Rekordserie von 1987 bis heute anhält – also seit mehr als 37 Jahren. Die Sommer 1992, 2002 und 2021 waren zwar nass, aber sie brachten es nie auf 29 aufeinanderfolgende Tage mit messbarem Regen. Das unterstreicht, wie außergewöhnlich diese Serie war: Der Deutsche Wetterdienst führt die Messstation Köln-Stammheim seit 1945, und allein in den ersten 42 Jahren dieser Messreihe wurde der Rekord aufgestellt – und seither nie wieder erreicht, geschweige denn übertroffen.

Für alle, die sich nun Sorgen machen, dass die nächste solche Regenperiode bevorstehen könnte: Ein Blick auf die historischen Daten zeigt, dass solche extremen Serien zwar selten sind, aber durchaus vorkommen. Die 29 Tage von 1987 waren kein Einzelfall in Deutschland – in anderen Regionen gab es ähnliche oder sogar längere Perioden –, aber für Köln bleiben sie vorerst einzigartig. Und die 124,1 mm Gesamtniederschlag verteilt über 29 Tage ergeben zwar keine extremen Unwetter, aber sie durchweichen den Boden so stark, dass selbst robuste Pflanzen darunter leiden können.

Wer mehr über die lokale Wettergeschichte erfahren möchte, findet in den offiziellen Daten des DWD eine unerschöpfliche Quelle. Die hier vorgestellten Zahlen sind Teil eines umfassenden Datensatzes, der die gesamte Meteorologie Kölns seit 1945 dokumentiert. Die Station Köln-Stammheim ist dabei eine von mehreren Messstationen in der Stadt, und ihre Daten werden regelmäßig vom Deutschen Wetterdienst geprüft und bereitgestellt.

Zusammengefasst: In Köln hat es seit 1945 genau einmal 29 Tage in Folge geregnet – vom 30. Mai bis zum 27. Juni 1987. Diese Regenperiode bleibt der unangefochtene Rekord. Und für alle, die wetterfest planen wollen: Der November ist mit 35 Tagen maximaler Regenperiode der Monat mit der höchsten Wahrscheinlichkeit für lange Nässephasen, gefolgt von Januar, Mai und Dezember mit jeweils 29 Tagen.

Die nächste längere Trockenphase? Die Statistik sagt, sie wird kommen – aber wann, das weiß niemand. Sicher ist nur: Kölns Regenrekord von 1987 wird so schnell nicht vergessen, und die 29 Tage am Stück bleiben die Messlatte für alle zukünftigen Regenperioden.

Hinweis: Die Daten beruhen auf den offiziellen Aufzeichnungen der Station Köln-Stammheim des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Zeitraum vom 1. Januar 1945 bis zum 31. August 2024. Als „Regentag" gilt dabei jeder Tag mit messbarem Niederschlag (mehr als 0,0 mm). Die längste ununterbrochene Serie solcher Tage wird als Regenperiode bezeichnet.

Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Köln-Stammheim, Zeitraum 1945–2024.

HistoClima-Werkzeuge: entdecke das Wetter an deinem Geburtstag, eurem Hochzeitstag oder die Statistik deiner Geburtstagswoche.

Index der Klimadaten

Rechtliche Hinweise und Datenquelle

Inhalte mit KI-Unterstützung auf Basis offizieller DWD-Daten, automatisch geprüft. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act