Längste Regenperiode in Hamburg: 32 Tage ohne Unterbrechung

Aktualisiert: 2026-08-08

32Tage in Folge mit Niederschlag

Vom 17. Dezember 1983 bis zum 17. Januar 1984 regnete es in Hamburg an 32 aufeinanderfolgenden Tagen. In diesem gesamten Zeitraum fielen insgesamt 173,8 mm Niederschlag – ein Extrem, das bis heute unerreicht bleibt. Die längste Regenperiode der Stadt fiel also mitten in den Winter und zog sich von der Vorweihnachtszeit bis tief in den Januar.

Wer in Hamburg lebt, kennt das Gefühl, wenn graue Wolken wochenlang nicht weichen wollen. Doch die Messreihe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) an der Station Hamburg-Fuhlsbüttel zeigt: So lange wie im Winter 1983/84 hat es seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen nie wieder durchgeregnet. Die 32 Tage mit messbarem Niederschlag (mehr als 0,0 mm pro Tag) sind der absolute Spitzenwert innerhalb eines Beobachtungszeitraums, der vom 1. Januar 1936 bis zum 6. August 2026 reicht – also knapp neun Jahrzehnte umfasst.

Die längste Regenperiode Hamburgs ist damit keine junge Erinnerung, sondern ein historisches Ereignis aus den 1980er-Jahren. Sie begann an einem kalten Dezembertag und endete erst Mitte Januar 1984. Die Summe von 173,8 mm, die in diesen 32 Tagen zusammenkam, verteilt sich über die gesamte Strecke – doch ohne diese Zahl in einzelne Tageswerte zu zerlegen, lässt sich festhalten: Es war nicht nur außergewöhnlich lange nass, sondern auch insgesamt ergiebig. Wer damals in Hamburg lebte, erlebte mehr als einen Monat, in dem er ohne Regenschirm kaum vor die Tür kam.

Die längste Regenperiode im Detail

Die offiziellen Daten des DWD für Hamburg-Fuhlsbüttel nennen für diese Rekordphase eindeutige Werte. Der Zeitraum begann am 17. Dezember 1983 und endete am 17. Januar 1984. Das entspricht genau 32 aufeinanderfolgenden Tagen mit Niederschlag. Die Gesamtniederschlagsmenge dieser Periode belief sich auf 173,8 mm. Dieser Wert stammt direkt aus der Langzeitmessung der Station und wird als Summe über die gesamte Regenperiode ausgewiesen.

Was bedeutet eine solche Phase für die Stadt? Im Dezember und Januar ist die Sonnenscheindauer in Hamburg ohnehin gering, die Tage sind kurz und die Temperaturen liegen meist knapp über dem Gefrierpunkt. 32 Tage Regen bedeuten in dieser Jahreszeit, dass die Luft nahezu durchgehend gesättigt war. Der Boden blieb weich und aufgeweicht, Flüsse und Bäche führten konstant viel Wasser. Dass eine solche Serie ausgerechnet über den Jahreswechsel fiel, machte sie für die Menschen besonders spürbar: Vom vierten Advent bis weit in den Januar hinein gab es keinen einzigen vollständig trockenen Tag.

In welchen Monaten beginnen die längsten Regenperioden?

Die Daten des DWD lassen sich auch danach auswerten, in welchem Monat die längsten Regenphasen der Hamburger Klimageschichte jeweils ihren Anfang nahmen. Diese monatliche Betrachtung zeigt, ob solche Serien eher in der dunklen Jahreshälfte entstehen oder auch im Sommer vorkommen können. Die folgende Tabelle listet für jeden Monat die längste jemals verzeichnete Regenperiode mit ihrem Start in diesem Monat auf – die Anzahl der Tage ist jeweils der Höchstwert für diesen Monat innerhalb des gesamten Messzeitraums.

Monat Tage am Stück (Maximum)
Januar24
Februar43
März30
April20
Mai32
Juni39
Juli36
August29
September26
Oktober26
November32
Dezember49

Hinweis zur Tabelle: Jeder Wert in dieser Tabelle gibt an, wie lange die längste jemals verzeichnete Regenperiode dauerte, die in dem jeweiligen Monat begann. So bedeutet der Dezember-Wert von 49 Tagen: Die längste Serie mit Beginn im Dezember umfasste 49 Tage. Diese Zahl ist nicht mit dem Rekord von 32 Tagen aus dem Jahr 1983 zu verwechseln, der als absolute längste durchgehende Serie im gesamten Datenbestand gilt.

Auffällig ist die Spannbreite: Während die längste Regenperiode mit Start im April nur 20 Tage erreichte, steht der Dezember mit einer Serie von 49 aufeinanderfolgenden Regentagen ganz oben – das ist die längste je im Dezember begonnene Regenphase in Hamburg. Auch der Februar liegt mit 43 Tagen weit vorn, und der Juni erreicht beachtliche 39 Tage. Die Zahlen zeigen: Extrem lange Regenphasen sind keineswegs auf den Winter beschränkt, kommen dort aber besonders häufig vor.

Der Rekordhalter der Gesamtserie – die 32 Tage ab dem 17. Dezember 1983 – ist allerdings nur eine von mehreren langen Phasen. Dass der Dezember mit 49 Tagen den höchsten Monatswert aufweist, bedeutet nicht, dass diese Serie die längste insgesamt ist; es heißt lediglich, dass die längste in einem Dezember begonnene Regenperiode 49 Tage dauerte. Die 32 Tage der Rekordphase ab Dezember 1983 bleiben die längste durchgehende Serie im gesamten Datenbestand der Station Hamburg-Fuhlsbüttel seit 1936.

Für alle, die genauer wissen möchten, wie sich solche Serien über das Jahr verteilen, ist die Tabelle oben der direkte Blick in die Klimageschichte. Sie basiert auf denselben offiziellen DWD-Daten wie die Rekordzahl selbst.

Was das für das Hamburger Klima bedeutet

Die längste Regenperiode Hamburgs zeigt, dass die Stadt immer wieder von lang anhaltenden Niederschlagsphasen heimgesucht wird. Der Zeitraum von 90 Jahren, der die Messungen seit 1936 einschließt, macht deutlich, dass solche Serien nicht regelmäßig auftreten, sondern seltene Extremereignisse sind. Die 32 Tage ohne trockenen Tag sind seither nicht mehr erreicht oder übertroffen worden.

Besonders bemerkenswert ist, dass der Rekord nicht im Hochsommer, sondern mitten im Winter aufgestellt wurde. In den dunklen Monaten verdunstet weniger Wasser, und die Atmosphäre kann Niederschlag leichter über längere Zeiträume liefern. Genau diese Bedingungen herrschten im Dezember 1983 und Januar 1984 – und sorgten für eine der längsten nassen Phasen, die in einer deutschen Großstadt je gemessen wurde.

Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Station Hamburg-Fuhlsbüttel, Zeitraum 1936–2026

HistoClima-Werkzeuge: entdecke das Wetter an deinem Geburtstag, eurem Hochzeitstag oder die Statistik deiner Geburtstagswoche.

Index der Klimadaten

Impressum und Datenquelle

Inhalte mit KI-Unterstützung auf Basis offizieller DWD-Daten, automatisch geprüft. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act