Aktualisiert: 2026-08-08
24 Tage in Folge – so lange regnete es in Frankfurt am Stück. Diese Rekordserie begann am 5. Dezember 1982 und endete erst am 28. Dezember 1982. In diesen fast vier Wochen fielen insgesamt 76,5 mm Niederschlag an der DWD-Station Frankfurt/Main.
Die längste zusammenhängende Regenperiode in Frankfurt seit Beginn der Aufzeichnungen ist eine Geschichte vom Ende des Jahres 1982. Wer damals in der Mainmetropole lebte, erlebte einen Dezember, der kaum eine trockene Stunde bot. Vom 5. bis zum 28. Dezember fiel jeden Tag messbar Niederschlag – eine Serie von 24 aufeinanderfolgenden Tagen, die bis heute unerreicht ist. Diese Zahl stammt aus den offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Station Frankfurt/Main und umfasst den gesamten Zeitraum von 1935 bis Mitte 2026.
Die Gesamtmenge von 76,5 mm an diesen 24 Tagen klingt auf den ersten Blick nicht extrem – der Frankfurter langjährige Mittelwert liegt höher. Doch entscheidend ist hier die Kontinuität: Es gab nicht einen einzigen Tag ohne Niederschlag zwischen dem 5. und dem 28. Dezember 1982. Solche Phasen sind in Frankfurt selten. Die Stadt liegt in einer gemäßigten Klimazone, in der Regen oft von längeren Trockenperioden unterbrochen wird – selbst im Winterhalbjahr.
Zum Vergleich: Die Datenreihe des DWD für Frankfurt reicht vom 1. Juli 1935 bis zum 6. August 2026. In diesen über 91 Jahren gab es keine längere ununterbrochene Regenphase. Die Serie aus dem Dezember 1982 markiert also einen echten Extremwert für die Messgeschichte der Station. Auch wenn einzelne Jahre oder Monate mehr Niederschlag brachten – eine längere Durststrecke für die Sonnenanbeter hat es seitdem nicht gegeben.
Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Messwerte der längsten Regenperiode zusammen. Die Daten sind direkt der DWD-Auswertung entnommen.
| Beginn der Periode | Ende der Periode | Tage in Folge | Niederschlag gesamt |
|---|---|---|---|
| 5. Dezember 1982 | 28. Dezember 1982 | 24 | 76,5 mm |
Wetterlagen, die so lange Regen bringen, sind meist an eine stationäre Tiefdruckzone über West- oder Mitteleuropa gekoppelt. Im Dezember 1982 lag über längere Zeit eine Großwetterlage, die feuchte atlantische Luftmassen direkt nach Hessen führte. Die Folge war eine fast ununterbrochene Wolken- und Regenlage. Bemerkenswert ist, dass diese Serie nicht durch einen einzelnen Starkregen, sondern durch eine anhaltende, gleichmäßige Niederschlagstätigkeit geprägt war.
Für die Menschen in Frankfurt bedeutete das: Weihnachten 1982 war absolut nass. Die 24 Tage ohne Unterbrechung sind ein markantes Beispiel dafür, wie sich eine persistente Wetterlage über Wochen halten kann. In der Klimatologie gelten solche Ereignisse als wichtige Indikatoren für die Variabilität des Wetters – unabhängig vom langfristigen Trend.
Die DWD-Daten für Frankfurt/Main umfassen einen langen Zeitraum. Der erste verfügbare Datensatz stammt vom 1. Juli 1935, der jüngste vom 6. August 2026. In dieser Zeitspanne hat keine andere Regenperiode die 24 Tage aus dem Jahr 1982 erreicht oder übertroffen. Das macht diese Serie zu einem herausragenden Ereignis in der jüngeren Klimageschichte der Stadt.
Es ist wichtig zu betonen: Diese Auswertung bezieht sich ausschließlich auf die Station Frankfurt/Main des DWD. Andere Stationen in der Region können je nach lokaler Topografie andere Werte aufweisen. Für Frankfurt selbst bleibt der Dezember 1982 aber der Maßstab für außergewöhnlich lange Regenphasen.
In der offiziellen DWD-Auswertung gilt ein Tag als Regentag, wenn die gemessene Niederschlagshöhe über 0 mm liegt. Entscheidend ist also, dass an jedem Tag der Serie tatsächlich messbarer Niederschlag gefallen ist. Eine bloße Bewölkung oder Sprühregen, der nicht messbar war (unter 0,1 mm), würde die Serie nicht fortsetzen. Die Bedingung „Niederschlag > 0“ ist streng und führt zu robusten Ergebnissen.
Die längste Regenperiode wird dabei als ununterbrochene Sequenz von Tagen mit Niederschlag definiert. Die Aggregation erfolgt nach dem sogenannten Gaps-and-Islands-Verfahren, das alle zusammenhängenden Zeiträume erkennt und auswertet. Für Frankfurt ergibt sich daraus die oben genannte Rekordkette vom 5. bis 28. Dezember 1982.
Die 76,5 mm Gesamtniederschlag an diesen 24 Tagen sind beachtlich, auch wenn einzelne Monate in Frankfurt deutlich höhere Summen aufweisen. Entscheidend ist hier die Gleichmäßigkeit: Im Durchschnitt fielen an den Tagen der Serie moderate Mengen – aber eben an jedem einzelnen Tag. Es gab keinen einzigen Tag mit 0,0 mm. Das ist die eigentliche Besonderheit.
Solche langen Regenphasen sind für das Stadtklima von Frankfurt von Bedeutung, da sie die Luftfeuchtigkeit hoch halten, die Sonnenscheindauer drastisch reduzieren und zu erhöhtem Abfluss in den städtischen Kanälen führen. Für die Menschen war die Serie vor allem eine Geduldsprobe – und ein alljährlich wiederkehrendes Thema in Wetterrückblicken.
Die Auswertung basiert auf den täglichen Niederschlagsmessungen der DWD-Station Frankfurt/Main. Die Datenreihe ist lückenlos und wird zentral im Climate Data Center des DWD bereitgestellt. Zur Bestimmung der längsten Regenperiode werden die täglichen Messwerte in eine Sequenz von „Regentagen“ (Niederschlag > 0) und „Trockentagen“ (Niederschlag = 0) umgewandelt. Anschließend werden alle zusammenhängenden Abfolgen von Regentagen analysiert und die längste Kette ausgegeben.
Für die Rekordphase wurde zusätzlich die Gesamtniederschlagsmenge über den gesamten Zeitraum vom 5. bis 28. Dezember 1982 summiert. Diese Summe von 76,5 mm ist ein offizieller DWD-Wert und wird in der Auswertung als separate Größe mitgeführt. Es handelt sich also um keine Schätzung oder Modellrechnung, sondern um die direkt aus den Tageswerten abgeleitete Summe.
Die längste Regenperiode von Frankfurt ist nicht nur eine kuriose Zahl, sondern auch ein Beleg für die natürliche Wettervariabilität in Deutschland. Der Dezember 1982 zeigt, dass auch in einer gemäßigten Klimazone extreme Puffer möglich sind. Die Serie ist heute noch unerreicht – das verdeutlicht, wie außergewöhnlich lang die Phase war. Selbst in den sehr feuchten Wintern der letzten Jahrzehnte wurde die 24-Tage-Marke nie erreicht.
Für Klimainteressierte und Stadtbewohner ist diese Kennzahl ein gutes Beispiel, wie sich ein einzelnes monatelanges Ereignis inmitten einer langen Messreihe abhebt. Die Daten des DWD dokumentieren diese Phänomene verlässlich über fast ein Jahrhundert – vom 1. Juli 1935 bis zum 6. August 2026.
| Kenngröße | Wert |
|---|---|
| Längste Regenperiode | 24 Tage |
| Beginn | 5. Dezember 1982 |
| Ende | 28. Dezember 1982 |
| Niederschlag gesamt in der Periode | 76,5 mm |
| Datenzeitraum der Station | 1. Juli 1935 bis 6. August 2026 |
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Station Frankfurt/Main, Zeitraum 1935–2026.
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