Die längste Hitzewelle in Berlin Brandenburg: 3 Tage über 35°C

Aktualisiert: 2026-07-20

Wann war die Hitzewelle in Berlin und Brandenburg am längsten? Gab es schon einmal vier Tage am Stück mit Temperaturen über 35 Grad? Der Deutsche Wetterdienst zeichnet seit 1957 an der Station Berlin Brandenburg (Indikativ 00427) auf, wie oft die Quecksilbersäule über diese Schwelle klettert. Die Antwort ist kurz und präzise: Der Rekord liegt bei drei aufeinanderfolgenden Tagen – und wurde bisher nur in zwei anderen Sommern wiederholt.

3 Tage
vom 10. bis 12. Juli 2010 – die längste ununterbrochene Serie mit Temperatur ≥35°C seit 1957 in Berlin Brandenburg.

Es war der Hochsommer 2010. Vom 10. Juli bis zum 12. Juli 2010 herrschte in Berlin und Brandenburg eine extreme Hitzeperiode. An drei Tagen in Folge stieg die Höchsttemperatur auf mindestens 35 Grad – eine Schwelle, die in der Region selten erreicht wird. Das war der längste zusammenhängende Zeitraum mit solchen Werten, den die DWD-Station 00427 in der gesamten Messreihe von 1957 bis 2026 verzeichnet hat.

Die fünf längsten Hitzewellen seit 1957

Nur zwei weitere Episoden erreichten ebenfalls drei Tage Länge. Danach folgen mehrere zweitägige Serien. Die folgende Tabelle zeigt die fünf längsten Hitzeabschnitte der Region:

Beginn Ende Tage ≥35°C
2010-07-10 2010-07-12 3
1994-07-30 1994-08-01 3
1959-07-09 1959-07-11 3
2026-06-27 2026-06-28 2
2022-07-19 2022-07-20 2

Der Sprung von zwei auf drei Tage ist bemerkenswert. Über 69 Jahre Messgeschichte – vom 1. Januar 1957 bis zum 17. Juli 2026 – gab es nur drei Sommer, die es auf drei heiße Tage in Folge brachten. Die ersten beiden Episoden liegen Jahrzehnte zurück: die Serie vom 30. Juli bis 1. August 1994 und die vom 9. bis 11. Juli 1959. Die letzte und jüngste, vom 10. bis 12. Juli 2010, teilt sich den Rekord mit diesen beiden früheren Ereignissen.

Auffällig: Die Hitzeperioden treten fast immer im Hochsommer auf, zwischen Ende Juni und Anfang August. Die Serie von 2026 (27.–28. Juni) und die von 2022 (19.–20. Juli) zeigen, dass auch die jüngste Vergangenheit zweitägige Extremphasen hervorgebracht hat. Der Rekord von drei Tagen bleibt jedoch ungebrochen – seit 2010 hat sich keine längere Serie mehr ereignet.

Warum ist der Rekord so niedrig?

Berlin und Brandenburg liegen in der gemäßigten Klimazone. Temperaturen von 35°C oder mehr sind hier selten. Die Schwelle, die für diese Analyse verwendet wird, liegt bei 35°C – das ist bereits die Definition einer starken Hitzewelle (in der Meteorologie oft als „heißer Tag“ oder „Hitzetag“ bezeichnet). In Regionen wie dem Mittelmeerraum sind 35°C häufiger, aber in Nordostdeutschland braucht es eine ganz besondere Wetterlage, um die Luft so stark aufzuheizen. Dass der Rekord bei nur drei Tagen liegt, unterstreicht, wie extrem diese kurzen Phasen im regionalen Klima sind.

Perspektive für die Zukunft

Die Daten zeigen: Bisher gab es keine viertägige Hitzewelle in Berlin Brandenburg. Ob der Klimawandel in den kommenden Jahren längere Serien bringen wird, bleibt abzuwarten. Die jüngsten Messungen (2026) zeigen mit einer zweitägigen Episode im Juni, dass die Bedingungen für extreme Hitze weiterhin bestehen. Die Rekordjahre 1959, 1994 und 2010 sind jedoch noch nicht übertroffen worden.

Hinweis zur Datengrundlage

Die Analyse basiert auf den täglichen Höchsttemperaturen der offiziellen DWD-Station Berlin Brandenburg (Indikativ 00427). Ausgewertet wurde der gesamte verfügbare Zeitraum vom 1. Januar 1957 bis zum 17. Juli 2026. Eine Hitzewelle wird hier als mindestens ein Tag mit einer Höchsttemperatur von 35°C oder mehr definiert; die längste Serie ist die größte Anzahl aufeinanderfolgender Tage, die diese Bedingung erfüllen. Die Daten wurden mit der Methode „gaps-and-islands“ berechnet, um exakte zusammenhängende Blöcke zu identifizieren.

Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (CDC). Station Berlin Brandenburg (Indikativ 00427).
Datenreihe: 1957-01-01 bis 2026-07-17. Lizenz: GeoNutzV.

Alle Angaben basieren auf den offiziellen, unveränderten Messwerten des DWD. Keine Berechnung oder Schätzung durch Dritte.

Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act