Aktualisiert: 2026-08-13
Erreicht am 28. Juni 2026, einem Tag, der die 40-Grad-Marke in der Region erstmals seit Beginn der Messreihe durchbrach. Die bisherige Bestmarke von 38,4 °C aus dem Juni 2019 wurde damit um fast zwei Grad übertroffen. Schon am Vortag, dem 27. Juni 2026, war mit 39,5 °C ein Wert gemessen worden, der alle früheren Rekorde übertraf – bevor der 28. Juni die Marke noch einmal nach oben setzte.
Die Messreihe der Station Berlin-Brandenburg (DWD) zeigt, wie sich extreme Hitze in den letzten Jahrzehnten zugespitzt hat. Die fünf höchsten Tagesmaxima seit Aufzeichnungsbeginn 1957 sind bereits im aktuellen Jahrzehnt und 2019/2022 gefallen:
| Datum | Tagesmaximum (°C) | Tagesminimum (°C) |
|---|---|---|
| 2026-06-28 | 40,3 | 23,5 |
| 2026-06-27 | 39,5 | 19,4 |
| 2019-06-30 | 38,4 | 15,1 |
| 1959-07-11 | 38,3 | 18,6 |
| 2022-07-20 | 38,1 | 18,8 |
Bemerkenswert: Der einzige Tag aus dem 20. Jahrhundert in dieser Liste stammt aus dem Juli 1959. Alle anderen Rekordwärme-Tage konzentrieren sich auf die letzten Jahre – ein deutliches Signal der jüngsten Erwärmung. Die Nachttiefstwerte an diesen Tagen lagen zwischen 15,1 °C (2019) und 23,5 °C (2026), was ebenfalls die Intensität der Hitzewellen zeigt.
Die monatlichen Rekordhöchstwerte zeigen, dass extreme Wärme in Berlin von April bis September möglich ist – der Spitzenwert wird jedoch eindeutig im Juni erreicht. Die folgende Tabelle listet für jeden Monat den höchsten je gemessenen Wert sowie das langjährige Monatsmittel der Tageshöchsttemperatur:
| Monat | Rekordmaximum (°C) | Mittel der Tagesmax (°C) |
|---|---|---|
| Januar | 16,0 | 2,6 |
| Februar | 19,3 | 4,4 |
| März | 25,8 | 8,8 |
| April | 30,8 | 14,2 |
| Mai | 32,7 | 19,2 |
| Juni | 40,3 | 22,9 |
| Juli | 38,3 | 24,4 |
| August | 38,0 | 24,2 |
| September | 34,1 | 19,7 |
| Oktober | 27,7 | 14,0 |
| November | 20,9 | 7,5 |
| Dezember | 17,8 | 3,7 |
Der Juni sticht mit dem absoluten Rekord von 40,3 °C heraus, während der Juli mit 38,3 °C folgt. Auffällig ist auch der Januar: 16,0 °C wurden dort schon gemessen – ein Wert, der eher an einen milden Mai denken lässt und die ganze Bandbreite des Berliner Klimas zeigt.
Die folgende Übersicht zeigt für jedes Jahr seit 1957 die höchste gemessene Temperatur. Deutlich zu erkennen ist, wie die Spitzenwerte in den letzten beiden Jahrzehnten mehrheitlich über 36 °C lagen, während in den 1960er- und 1970er-Jahren oft Werte um 32 °C die Obergrenze bildeten.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Höchsttemperatur (°C) |
|---|---|
| 1959 | 38,3 |
| 1993 | 29,8 |
| 2015 | 37,8 |
| 2018 | 38,0 |
| 2019 | 38,4 |
| 2022 | 38,1 |
| 2026 | 40,3 |
Besonders markant ist das Jahr 2026: Mit 40,3 °C wurde der bisherige Rekord von 38,4 °C (2019) nicht nur eingestellt, sondern deutlich übertroffen – der bislang höchste Wert der gesamten Messreihe. Auch 2022 und 2018 lagen mit 38,1 °C bzw. 38,0 °C in unmittelbarer Nähe des alten Rekords. Im Gegensatz dazu fiel das Maximum 1993 mit 29,8 °C sehr moderat aus – ein Hinweis auf die natürliche Schwankungsbreite innerhalb der Erwärmungstendenz.
Der Rekord von 40,3 °C ist kein isolierter Ausreißer: Die fünf heißesten Tage seit 1957 verteilen sich auf nur drei Jahre (2026, 2019, 2022) und eine Ausnahme im Jahr 1959. Seit 2018 erreicht Berlin regelmäßig Werte über 38 °C, während in den 40 Jahren zuvor nur 1992 und 1994 kurzzeitig die 37 °C-Marke knackten. Die Messdaten des DWD (Station Berlin-Brandenburg) zeigen damit eine klare Verschiebung extremer Hitze in die Gegenwart.
Quelle: DWD – Deutscher Wetterdienst, Station Berlin-Brandenburg, Zeitraum 1957–2026.
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