Aktualisiert: 2026-07-22
Seit Beginn der Aufzeichnungen an der DWD-Wetterstation Hamburg-Fuhlsbüttel am 1. Januar 1936 bis zum 19. Juli 2026 wurden 25355 Tage registriert, an denen die mittlere Tagestemperatur unter 15 °C lag. Dies ist die definierte Schwelle, ab der in Hamburg Heizung häufig notwendig ist, um die Wohnräume angenehm zu temperieren.
Anzahl der kalten Tage mit Heizbedarf 1936–2026Die Zahl von genau 25355 Tagen Heizbedarf in der historischen Wetterserie der Station Hamburg-Fuhlsbüttel beschreibt eindrücklich, wie oft die Temperaturen in der Hansestadt unterhalb dieses Schwellenwertes liegen. Diese Daten beruhen auf kontinuierlichen Messungen fast 90 Jahre lang und bieten ein selten detailliertes Bild vom Bedarf an Heizung in Hamburg. Erwähnenswert ist, dass diese Berechnung alle Tage mit einer durchschnittlichen Temperatur unter 15 °C erfasst, was üblicherweise der Zeitpunkt ist, an dem Heizungen in Betrieb genommen werden, um das Wohnumfeld auf angenehme Temperaturen zu bringen.
Schon im ersten vollständigen Aufzeichnungsjahr 1936 war das mittlere Jahresmittel der Temperatur 8,7 °C bei einem jährlichen Minimum von 5,0 °C. Solche Werte erfordern eine lange Heizperiode, die sich durch die gesamte Zeitreihe zieht. Die langjährige Beobachtung bis zum Sommer 2026 zeigt deutliche Temperaturschwankungen innerhalb der Jahreszeiten, die den Heizbedarf maßgeblich bestimmen.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Mittlere Jahrestemperatur (°C) | Jährliches Minimum (°C) |
|---|---|---|
| 1940 | 6.8 | 2.6 |
| 1990 | 10.4 | 6.5 |
| 1994 | 10.1 | 6.5 |
| 2000 | 10.3 | 6.7 |
| 2014 | 10.8 | 6.6 |
| 2023 | 10.8 | 6.6 |
| 2024 | 11.2 | 7.2 |
Betrachtet man den Verlauf der mittleren Jahrestemperaturen vom historischen Anfang 1936 bis 2026, fällt auf, dass Hamburg-Fuhlsbüttel im Laufe der Jahrzehnte tendenziell wärmere Jahre erlebt, wobei die mittleren Jahrestemperaturen zugenommen haben – ein Faktor, der den Heizbedarf theoretisch reduzieren könnte. Trotzdem zeigt die Gesamtanzahl von 25355 Heiztagen deutlich, dass die kalten Perioden weiterhin einen großen Anteil am Jahresverlauf haben. Der kälteste Jahresmittelwert wurde 1940 mit 6,8 °C gemessen – ein Jahr, das für lange Heizperioden steht. Demgegenüber liegen in den letzten Jahren wie 2024 mit 11,2 °C mittlere Jahrestemperaturen, die relativ mild sind, aber dennoch an vielen Tagen die 15-Grad-Grenze unterschreiten. Somit bleibt die Heizung ein elementarer Bestandteil des Hamburger Alltagsbetriebes.
Die vorliegenden Daten zeigen auf, dass in einer Großstadt wie Hamburg die Heiztage zahlreich sind und sich über mehrere Monate im Jahr erstrecken. Für Bewohner und Planer ist diese Information zentral, um den Energiebedarf einzuschätzen und entsprechend vorzubereiten – sei es für Wohnkomfort, Kostenkalkulation oder infrastrukturelle Entscheidungen.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Kennziffer 01975). Zeitraum: 01.01.1936 bis 19.07.2026.
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