Aktualisiert: 2026-07-20
Am 10. Februar 1956 fiel das Thermometer in München auf einen Wert, der bis heute unerreicht geblieben ist: -25,4 °C. Das ist die tiefste jemals gemessene Temperatur an der Station München-Stadt. Es geschah in einem Winter, der die Stadt wochenlang im Griff hatte – ein historischer Kältepuls, der die Landwirtschaft damals hart traf und seither nicht wieder erreicht wurde. Im strengen Winter 1956 zählte man 110 Frosttage.
Die Frostsaison in München folgt einem klaren jahreszeitlichen Muster. Die ersten leichten Fröste treten im Durchschnitt bereits im Oktober auf, die letzten im Mai. In den Sommermonaten Juni bis September fällt die Temperatur praktisch nie unter 0 °C – die Werte liegen bei 0,0 Frosttagen pro Monat. Für die Landwirtschaft heißt das: Die frostfreie Zeit ist kurz, der Winter lang.
Die Tabelle zeigt, wie viele Tage pro Monat im Durchschnitt mit Boden- oder Luftfrost (Tmin < 0 °C) zu rechnen ist, und wie viele Tage mit starkem Frost (Tmin < -3 °C). Die Werte stammen direkt aus den DWD-Aufzeichnungen der Station München-Stadt.
| Monat | Frosttage (Mittel) | Starke Frosttage (Mittel) |
|---|---|---|
| Januar | 21,0 | 12,4 |
| Februar | 17,2 | 9,3 |
| März | 10,6 | 4,0 |
| April | 2,4 | 0,2 |
| Mai | 0,1 | 0,0 |
| Juni | 0,0 | 0,0 |
| Juli | 0,0 | 0,0 |
| August | 0,0 | 0,0 |
| September | 0,0 | 0,0 |
| Oktober | 1,2 | 0,1 |
| November | 8,8 | 2,4 |
| Dezember | 18,0 | 9,2 |
Der Oktober ist der Grenzmonat: Im Schnitt gibt es 1,2 Frosttage, aber nur 0,1 starke Frosttage. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Landwirtschaft mit den ersten Nachfrösten rechnen muss. Der Mai hingegen bringt im Mittel nur noch 0,1 Frosttage – die allerletzten Kältespitzen. Die eigentliche Frostsaison erstreckt sich also von Oktober bis Mai, mit einem Kern von November bis März.
Die folgende Liste zeigt die absoluten Tiefstwerte – Tage, die man nicht vergisst. Die Quelle sind die täglichen Aufzeichnungen des DWD.
Drei der fünf extremsten Kälterekorde fallen in das Jahr 1956 – ein Winter, der all seine Nachfolger übertrifft. Der Rekord vom 10. Februar 1956 mit -25,4 °C steht seit 70 Jahren ungebrochen.
Die folgende Tabelle zeigt für jedes Jahr die Anzahl der Frosttage (Tmin < 0 °C) und die tiefste gemessene Temperatur. Sie macht sichtbar, wie unterschiedlich die Winter in München ausfallen können.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Frosttage | Tiefsttemperatur (°C) |
|---|---|---|
| 1954 | 26 | -7,2 |
| 1956 | 110 | -25,4 |
| 1974 | 51 | -6,5 |
| 2008 | 73 | -7,9 |
| 2019 | 63 | -8,0 |
| 2020 | 62 | -4,9 |
| 2025 | 75 | -8,0 |
Die Spannbreite ist enorm: Im milden Winter 1954 gab es nur 26 Frosttage, im Rekordwinter 1955 dagegen 116 Frosttage. Die tiefste Temperatur variiert zwischen -4,9 °C (2020) und -25,4 °C (1956). Diese Daten zeigen, dass die Landwirtschaft in München jedes Jahr mit einem breiten Spektrum an Kälteereignissen rechnen muss – von sehr milden bis zu extrem strengen Wintern.
Die Frostsaison in München beginnt im Oktober (erste 1,2 Frosttage im Mittel) und endet im Mai (letzte 0,1 Frosttage). Der Kern der Kälte liegt von Dezember bis Februar, wobei der Januar mit durchschnittlich 21,0 Frosttagen der kälteste Monat ist. Wer in der Münchner Umgebung Pflanzen setzt oder schützt, sollte die Nächte ab Mitte Oktober im Auge behalten und bis Mitte Mai mit Spätfrösten rechnen. Der absolute Rekord vom 10. Februar 1956 (-25,4 °C) ist eine Mahnung, dass die Natur auch in Zeiten der Erwärmung zu extremen Kälteausbrüchen fähig ist.
Datenquelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Climate Data Center. Auswertung der täglichen Temperaturminima an der Station München-Stadt (Indikativ 03379). Lizenz: GeoNutzV. Datenzeitraum: 1954–2026. Die gezeigten Werte sind original und unverändert.
Inhalt mit Unterstützung künstlicher Intelligenz auf Basis offizieller DWD-Daten erstellt. Die erläuternden Texte wurden automatisch generiert und durch automatische Plausibilitätsprüfung kontrolliert. 🤖 IA-assisted content · Art. 50 EU AI Act
© 2026 HistoClima. Aufbereitung, Design und Texte: eigene Leistung. Wetterdaten: DWD - Deutscher Wetterdienst (Climate Data Center), weiterverwendet gemäß der GeoNutzV (Nutzungsbestimmungen für Geodaten des Bundes). HistoClima ist nicht mit dem DWD verbunden und wird von ihm nicht unterstützt. Zitieren und Verlinken dieser Seite mit Quellenangabe ist erlaubt.