Aktualisiert: 2026-08-06
Die Antwort auf die Frage, wie viele Tage im Jahr in Dresden-Hosterwitz die 35-Grad-Marke überschritten wird, liefern die offiziellen DWD-Daten: Im Rekordjahr 2015 waren es 8 Tage, gefolgt vom Jahr 2026 mit 7 Tagen über 35 °C. Am 28. Juni 2026 wurde dabei mit 40,1 °C die höchste jemals dort gemessene Temperatur registriert – der absolute Rekordwert der Messreihe. Diese Extreme zeigen, wie nah die Region an die Schwelle zur extremen Hitze herankommt.
Betrachtet man den gesamten Zeitraum von 1949 bis 2026, so gab es insgesamt bemerkenswerte Schwankungen: Jahre mit null Tagen über 35 °C stehen solchen mit zahlreichen Hitzetagen gegenüber. Der Spitzenreiter bei den heißen Tagen ist das Jahr 2003 mit 32 Tagen über 30 °C, wobei in diesem Jahr nur ein einziger Tag die 35-Grad-Schwelle überschritt. Im Extremjahr 2015 waren es immerhin 8 Tage mit Temperaturen über 35 °C – ein Wert, der von keinem anderen Jahr in der Serie übertroffen wurde.
Um die Dimension solcher Extremhitze zu verstehen, lohnt der Blick auf die fünf höchsten gemessenen Temperaturen an dieser Station. Sie zeigen, dass die Region grundsätzlich für extreme Ausschläge anfällig ist, auch wenn sie generell als gemäßigt gilt.
| Datum | Temperaturmax |
|---|---|
| 2026-06-28 | 40,1 °C |
| 2012-08-20 | 39,8 °C |
| 2022-06-19 | 38,9 °C |
| 2026-06-27 | 38,6 °C |
| 2015-08-07 | 38,5 °C |
Interessant ist auch die Verteilung dieser extremen Hitzetage auf die Monate. Der DWD hat für die Station Dresden-Hosterwitz berechnet, wie viele Tage mit Temperaturen über 38 °C im Durchschnitt pro Monat auftreten. Dies zeigt, dass der Hochsommer – insbesondere der Juni – die höchste Wahrscheinlichkeit für solche Extreme bietet.
| Monat | Mittlere Anzahl der 38-Grad-Tage |
|---|---|
| Juni (06) | 1,3 |
| August (08) | 1,0 |
Diese Werte sind Durchschnittswerte über die gesamte Messperiode. Sie unterstreichen, dass Tage mit Temperaturen jenseits der 38-Grad-Marke in Dresden-Hosterwitz selten sind, aber durchaus vorkommen. Der Juni 2026 mit seinem Rekordtag und zusätzlich einem weiteren Tag über 38 °C zeigt, wie die Erderwärmung solche Extreme begünstigt – auch wenn ein einzelnes Jahr keine Trendaussage erlaubt.
Die folgende Tabelle zeigt die komplette Jahresreihe seit 1949. Pro Jahr sind die Anzahl der Tage mit einer Höchsttemperatur von mindestens 30 °C (Heiße Tage), die Anzahl der Tage über 35 °C (Wüstentage) sowie die Tage über 38 °C aufgeführt. Zusätzlich wird die höchste gemessene Temperatur des jeweiligen Jahres angegeben.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Tage ≥ 38 °C | Tage ≥ 35 °C | Tage ≥ 30 °C | Jahresmaximum (°C) |
|---|---|---|---|---|
| 1994 | 1 | 6 | 27 | 38,2 |
| 2012 | 1 | 1 | 15 | 39,8 |
| 2013 | 0 | 0 | 0 | 26,9 |
| 2015 | 1 | 8 | 29 | 38,5 |
| 2019 | 1 | 3 | 28 | 38,1 |
| 2022 | 1 | 5 | 20 | 38,9 |
| 2026 | 2 | 7 | 18 | 40,1 |
Für die Einordnung dieser Zahlen: Die Klimatologie zählt Tage mit einer Höchsttemperatur von 30 °C oder mehr als heiße Tage. Ab 35 °C spricht man von extremen Hitzetagen, und die 38-Grad-Marke wird nur in Ausnahmejahren erreicht. Die Daten für Dresden-Hosterwitz zeigen, dass die 35-Grad-Schwelle in den meisten Jahren gar nicht überschritten wird – allerdings häufen sich solche Ereignisse in den letzten Jahrzehnten. So verzeichneten die Jahre 2015, 2018, 2022 und 2026 besonders viele solcher Tage.
Bemerkenswert ist die Häufung extremer Temperaturen in den 2020er Jahren: Das Jahr 2026 brachte mit 7 Tagen über 35 °C und 2 Tagen über 38 °C Werte, die in der langen Messreihe ihresgleichen suchen. Zusammen mit dem Rekordsommer 2015 (8 Tage über 35 °C) zeigt sich eine deutliche Zunahme – ein Befund, der zu den Erwartungen der Klimaforschung passt.
Für Dresden, das auf der wetterabgewandten Seite des Elbtals liegt, sind solche Hitzeperioden eine besondere Belastung. Die geografische Lage begünstigt die Aufheizung, was sich in den Daten widerspiegelt. Der DWD weist darauf hin, dass solche Extreme mit fortschreitender Erderwärmung häufiger werden können – die Messreihe von Dresden-Hosterwitz mit ihrem jüngsten Rekordwert von 40,1 °C ist ein deutliches Indiz dafür. Für Planungen – etwa bei Veranstaltungen, im Gesundheitswesen oder in der Landwirtschaft – sind diese Daten eine wertvolle Grundlage.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Dresden-Hosterwitz – Auswertungszeitraum 1949 bis 2026.
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