Aktualisiert: 2026-07-17
Ein Eistag ist ein Tag, an dem die Höchsttemperatur unter 0 °C bleibt – es taut den ganzen Tag nicht. Für Hamburg-Fuhlsbüttel, die offizielle Klimastation der Hansestadt, zeigt die Messreihe des Deutschen Wetterdienstes, wie häufig dieses Phänomen seit 1936 auftrat. Die folgende Übersicht fasst die 81 Jahre zusammen, für die vollständige Jahresdaten vorliegen (die Reihe endet vorläufig im Juli 2026).
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Eistage im Jahr 1963
Der Winter 1962/63 bleibt der kälteste der Hamburger Nachkriegsgeschichte. Vom 1. Januar bis zum 28. Februar 1963 lag die Tageshöchsttemperatur an sage und schreibe 59 Tagen unter dem Gefrierpunkt. Das sind fast zwei volle Monate Dauerfrost. Dieser Rekord ist bis heute ungebrochen – mehr als 60 Jahre später hat ihn noch kein anderer Winter auch nur annähernd erreicht. Zum Vergleich: Ein normaler Hamburger Winter bringt es auf etwa 15 bis 20 Eistage.
Neben dem Spitzenreiter 1963 gab es einige weitere außergewöhnlich frostige Jahre. Die fünf höchsten Werte der Reihe:
Diese fünf Winter zwischen 1940 und 2010 bedeuten jeweils mehr als sieben Wochen am Stück, in denen es in Hamburg nie über null Grad stieg.
Auf der anderen Seite gab es Winter, in denen die Eiszeit fast ausfiel. In den Jahren 1975, 1990, 2015, 2023 und 2025 wurde das Thermometer nur an einem Tag nicht über 0 °C gehoben. 1951 blieb die Zahl der Eistage mit 4 ebenso niedrig wie 1999, 2019 und 2021. Der milde Winter 2007/08 brachte es auf lediglich 5 Eistage. Die Spanne zwischen den Extremen ist enorm: zwischen 1 und 59 Tagen pro Jahr.
Die folgende Tabelle zeigt alle Jahre der Messreihe an der Station Hamburg-Fuhlsbüttel. Fehlende Jahre in der Liste bedeuten, dass für dieses Jahr keine vollständige Datenreihe vorliegt.
Die Grafik zeigt die vollständige Jahresreihe. Die Tabelle enthält die markantesten Jahre; die vollständige Reihe stammt vom DWD.
| Jahr | Eistage |
|---|---|
| 1940 | 57 |
| 1942 | 54 |
| 1947 | 58 |
| 1963 | 59 |
| 1969 | 47 |
| 1975 | 1 |
| 2010 | 55 |
Um eine Einordnung zu ermöglichen, zeigt die folgende Tabelle die mittleren monatlichen Höchsttemperaturen des Jahres 2023 an der Station Hamburg-Fuhlsbüttel – ein Jahr mit nur drei Eistagen.
| Monat | Ø Tagesmaximum (°C) |
|---|---|
| Januar | 7,0 |
| Februar | 7,3 |
| März | 9,4 |
| April | 12,6 |
| Mai | 18,2 |
| Juni | 24,8 |
| Juli | 22,4 |
| August | 22,1 |
| September | 23,4 |
| Oktober | 14,8 |
| November | 8,5 |
| Dezember | 6,3 |
Es fällt auf: Selbst in den kältesten Monaten Januar und Dezember liegt das mittlere Tagesmaximum bei 6–7 °C – das bedeutet, dass einzelne Frosttage die Ausnahme sind. Nur in strengen Wintern sinkt die Durchschnittstemperatur so weit ab, dass die Nullgradgrenze über Wochen hinweg nicht überschritten wird.
Die Hamburger Eistag-Reihe zeigt eine außergewöhnliche Spanne von 1 bis 59 Tagen pro Jahr. Der Rekord von 1963 ist der absolute Ausreißer – kein anderer Winter kam ihm seither nahe. Zwar gab es auch im 21. Jahrhundert noch einzelne harte Winter (2010 mit 55 Eistagen), doch die langjährige Tendenz zeigt eher milde Winter mit einstelligen Werten. Die Daten sind offiziell und stammen von der DWD-Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Kennung 01975).
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD) – Climate Data Center, Station Hamburg-Fuhlsbüttel (Kennung 01975). Daten lizenziert unter GeoNutzV. Zeitraum: 1. Januar 1936 bis 15. Juli 2026. Die Zahl der Eistage ergibt sich aus Tagen mit einer Höchsttemperatur unter 0 °C.
Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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