Aktualisiert: 2026-08-12
Die längste ununterbrochene Trockenperiode in Köln seit Beginn der Wetteraufzeichnungen an der Station Köln-Stammheim dauerte 32 Tage – vom 4. April bis zum 5. Mai 2007. Während dieser 32 Tage fiel in der Domstadt messbar 0,0 Millimeter Niederschlag. Die Serie vollkommen trockener Tage ist damit fast doppelt so lang wie die längste Trockenphase im Januar, die im selben Zeitraum nur 16 Tage erreichte. Dieser Rekord aus dem Frühjahr 2007 markiert den Höhepunkt einer Sonnen- und Trockenperiode, die in ganz NRW für austrocknende Böden und frühe Waldbrandwarnungen sorgte – gestützt auf die offiziellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Kein Regen, kein Tau, kein Nass – zumindest messtechnisch erfasst. Die 32 aufeinanderfolgenden Tage ohne Niederschlag sind kein rechnerischer Mittelwert, sondern die exakte Länge der längsten Null-Niederschlags-Serie an der Kölner Station. Der Zeitraum vom 4. April bis zum 5. Mai 2007 ist für die Region bemerkenswert, denn gerade der April gilt sonst als Übergangsmonat mit wechselhaftem Wetter. Stattdessen erlebte Köln eine komplette Trockenphase von über einem Monat. Der Gesamtniederschlag in dieser Zeit betrug exakt 0,0 Millimeter – nicht ein einzelner Tag brachte messbare Feuchtigkeit.
Im Kontext der Jahreszeiten ist das außergewöhnlich: Selbst im Hochsommer, wenn die Luft oft stabil ist, wurde die längste Trockenperiode im August auf 31 Tage beziffert – also ein Tag kürzer als der Rekord aus dem April/Mai 2007. Der Rekord liegt damit nicht im Hochsommer, sondern im beginnenden Frühjahr. Der April 2007 war in Köln ein Monat der Extreme: viel Sonne, Wärme und eben diese historische Trockenheit. Die nächste Dürre dieser Größenordnung hat es laut Stationsdaten bis zum jüngsten Auswertungsstand (Ende August 2024) nicht wieder gegeben.
Nicht jeder Monat ist gleich anfällig für lange Trockenphasen. Die folgende Übersicht zeigt die längste jemals gemessene Serie trockener Tage (Niederschlag = 0) für jeden Monat, in dem die Serie begann – basierend auf der gesamten Zeitreihe von 1945 bis 2024 an der Station Köln-Stammheim. Deutlich wird: Frühjahr und Spätsommer sind die Jahreszeiten mit den extremsten Rekorden – April mit 32 Tagen und August mit 31 Tagen. Wintermonate bleiben dagegen deutlich unter 20 Tagen, was die feuchte Luft und die häufigen Tiefdruckgebiete widerspiegelt.
| Monat (Beginn) | Längste Serie trockener Tage |
|---|---|
| Januar | 16 |
| Februar | 17 |
| März | 24 |
| April | 32 |
| Mai | 24 |
| Juni | 21 |
| Juli | 20 |
| August | 31 |
| September | 23 |
| Oktober | 17 |
| November | 18 |
| Dezember | 19 |
Die Tabelle macht zwei Dinge deutlich: Der April hält den absoluten Rekord mit 32 Tagen, aber der August ist mit 31 Tagen fast gleichauf – nur ein einziger Tag trennt die beiden Extremmonate. Diese Werte sind keine theoretischen Konstrukte, sondern die tatsächlich gemessenen längsten Serien ohne Niederschlag für jeden Monatsbeginn im gesamten Auswertungszeitraum.
Die Dürre von 2007 ist ein statistischer Ausreißer, aber kein isoliertes Ereignis: Auch der August erreichte fast dieselbe Länge. Der Unterschied zwischen den Monaten verdeutlicht die Wetterdynamik: Während der Winter durch atlantische Tiefs oft befeuchtet wird, können im April und August stabile Hochdrucklagen über Mitteleuropa die Niederschläge für Wochen blockieren. Die 32 Tage im April 2007 sind die längste jemals verzeichnete Trockenperiode in Köln seit 1945 – und sie bleibt bis zum Ende der Datenreihe im August 2024 unübertroffen.
Dass ein einzelner Monat komplett ohne messbaren Regen bleibt, ist für Köln außergewöhnlich, aber nicht beispiellos, wie die Monatsstatistik zeigt. Der Unterschied zwischen dem milden Winter (16 Tage im Januar) und dem Dürre-Frühling (32 Tage) zeigt, wie variabel das Kölner Klima sein kann – von feucht-gemäßigt bis zu fast mediterran anmutender Trockenheit.
Diese fünf Punkte fassen zusammen, was den Dürre-Rekord von Köln ausmacht. Er ist nicht nur ein historischer Einzelfall, sondern auch ein Beleg dafür, wie stark die Klimavariabilität in einer einzigen Dekade sein kann – vom extrem nassen Winter bis zum völlig trockenen Frühjahr.
Der April 2007 begann mit einer stabilen Hochdrucklage, die sich über Mitteleuropa festsetzte. Der Himmel blieb oft wolkenlos, die Temperaturen stiegen regelmäßig über 20 Grad – und es fiel kein Tropfen. Die 32 trockenen Tage wurden zur Bewährungsprobe für die Vegetation: Frisch gesäte Feldfrüchte brauchten dringend Wasser, die Waldbrandgefahr stieg auf ein Niveau, das sonst nur im Hochsommer erreicht wird. Diese Phase dauerte genau vom 4. April bis zum 5. Mai – erst dann beendete ein Regengebiet die Serie.
Für die Klimaforschung ist diese Episode ein Referenzwert: Sie zeigt, wie lange eine vollständige Niederschlagsblockade in Westdeutschland anhalten kann. Die Messwerte der Station Köln-Stammheim, die seit 1945 Daten liefert, dokumentieren diesen Rekord lückenlos. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) führt die offizielle Klimareihe, auf der diese Zahlen beruhen – von der ersten Messung bis zum aktuellen Tag.
Im strengen Sinn handelt es sich hier um eine „Trockenperiode“: eine Abfolge von Tagen mit Niederschlag von genau 0,0 Millimetern. Der DWD wertet solche Serien als Kenntage, wenn sie bestimmte Schwellen überschreiten. Im Fall von Köln wurde diese Definition auf die Spitze getrieben: 32 aufeinanderfolgende Tage ohne messbaren Niederschlag – das ist die maximale Dauer, die an dieser Station jemals aufgezeichnet wurde.
Die Länge dieser Serie lässt sich nicht durch einzelne Wetterlagen erklären, sondern durch das anhaltende Hochdruckgebiet, das alle Tiefdruckrouten blockierte. Während normalerweise alle 5 bis 7 Tage ein Regengebiet Westdeutschland streift, hielt die Blockade fast fünf Wochen. Solche Konstellationen sind selten, aber nicht unmöglich – und sie hinterlassen klare Spuren in der Klimareihe.
Die Monatsauswertung über den gesamten Zeitraum von 1945 bis 2024 zeigt, dass nicht nur der April extrem sein kann. Der August hält mit 31 Tagen fast den Rekord – nur ein Tag fehlt zur Einstellung des April-Wertes. Diese beiden Monate sind die Spitzenreiter, gefolgt von März und Mai mit jeweils 24 Tagen. Die Sommermonate Juni und Juli bleiben mit 21 bzw. 20 Tagen dahinter zurück, obwohl man dort oft lange Trockenphasen erwartet. Der Winter ist die feuchteste Jahreszeit: Maximale Trockenperioden von 16 bis 19 Tagen sind dort die Regel.
Diese Verteilung unterstreicht, dass lange Dürren in Köln vor allem im Übergangsbereich von kalt zu warm oder im Spätsommer auftreten. Der April 2007 ist das extreme Beispiel, aber der August zeigt, dass ähnliche Serien auch im Hochsommer möglich sind – ein wichtiger Aspekt für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft in der Region.
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Rechtliche Hinweise und Datenquelle
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