Aktualisiert: 2026-07-20
1 Monat – so lange fiel in Köln zwischen April 1945 und August 2024 kein nennenswerter Regen (weniger als 1 mm pro Monat). Der Rekord stammt aus dem April 2007 und bis heute (August 2024) wurde diese Marke nicht übertroffen.
Die Frage klingt einfach: Was war die längste Dürreperiode in Köln? Die Antwort liefert der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit der Station Köln-Stammheim, deren Daten von Januar 1945 bis August 2024 lückenlos vorliegen. Ausgewertet wurden alle Monate mit einer Gesamt-Niederschlagssumme unter 1 Millimeter – das ist meteorologisch gesehen ein „Monat ohne Regen". Der längste zusammenhängende Zeitraum dieser Art dauerte genau 1 Monat und endete im April 2007. Kein anderer Monat vorher oder nachher erreichte diese Grenze über einen vollen Kalendermonat.
Die längste Trockenphase begann im April 2007 und endete im April 2007. Das bedeutet: Der Monat April 2007 war der einzige Monat in der gesamten Messreihe, der die Schwelle von 1 mm Niederschlag unterschritt. Weder im Februar 1956 noch im März 1993 oder im September 2016 gab es einen Monat mit weniger als 1 mm – der April 2007 bleibt der absolute Spitzenreiter. Die Daten zeigen: 1 Monat ohne Regen ist das Maximum, das Köln seit 1945 erlebt hat.
Noch bemerkenswerter: In den fast 80 Jahren gab es keinen Zeitraum von zwei aufeinanderfolgenden Monaten mit so wenig Niederschlag. Die Trockenheit im April 2007 war ein einsames Ereignis – kein zweiter Monat reichte an diesen Wert heran. Das bedeutet für Köln: Eine echte „Dürre" im Sinne von mehr als einem Monat ohne nennenswerten Regen hat es seit Kriegsende nicht gegeben.
Um die Trockenheit besser zu verstehen, wurde für jeden Monat die längste ununterbrochene Serie von Tagen ohne Niederschlag (< 0,1 mm) ermittelt – unabhängig vom Kalenderjahr. Die folgende Tabelle zeigt das Maximum für jeden Monat.
| Monat | Längste Dauer (Tage) |
|---|---|
| Januar | 16 |
| Februar | 17 |
| März | 24 |
| April | 32 |
| Mai | 24 |
| Juni | 21 |
| Juli | 20 |
| August | 31 |
| September | 23 |
| Oktober | 17 |
| November | 18 |
| Dezember | 19 |
Tabelle 1: Längste zusammenhängende Trockenperiode (Tage ohne messbaren Niederschlag) pro Monat, basierend auf täglichen Daten der Station Köln-Stammheim (1945–2024).
Der April sticht mit 32 aufeinanderfolgenden trockenen Tagen heraus – das ist der Monatsrekord. Interessant: Der April 2007, der als Monat mit weniger als 1 mm Niederschlag den Rekord hält, fällt genau in diese Kategorie. Der August folgt mit 31 Tagen, der März und Mai mit jeweils 24 Tagen. Die längste Trockenperiode innerhalb eines Monats liegt also im April, was auch den monatlichen Niederschlagsrekord erklärt: Ein ganzer Monat ohne Regen ist in Köln extrem selten – und wenn, dann am ehesten im April.
Der April 2007 war in ganz Deutschland außergewöhnlich trocken und warm. In Köln fiel nicht nur weniger als 1 mm, sondern es gab auch keine einzige messbare Niederschlagsmenge an mehr als der Hälfte der Tage. Die Kombination aus hohem Sonnenschein und ausbleibenden Regenfronten machte diesen Monat zum trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Die DWD-Daten zeigen: Selbst in den berüchtigten Dürrejahren 1976, 2003 oder 2018 gab es keinen Monat mit weniger als 1 mm – der April 2007 bleibt der einsame Rekord.
Das bedeutet nicht, dass Köln vor Dürre gefeit ist. Die Tabelle der monatlichen Trockenperioden zeigt, dass es immer wieder Phasen ohne Regen gibt – besonders im Spätsommer (August mit 31 Tagen) oder im Frühjahr (April mit 32 Tagen). Aber eine Dürre, die einen ganzen Monat umfasst, ist nach fast 80 Jahren Messgeschichte nur einmal vorgekommen.
Zum Vergleich: In vielen Regionen Deutschlands gibt es immer wieder Monate mit weniger als 5 oder 10 mm Regen. Aber die Schwelle von 1 mm zu unterschreiten, ist selbst für trockene Gegenden wie die Kölner Bucht eine Seltenheit. Die Daten seit 1945 zeigen: Nur 1 Monat (April 2007) erfüllt diese Bedingung. Alle anderen Monate hatten mindestens 1 mm – und meist deutlich mehr. Eine zweimonatige Dürre mit weniger als 1 mm pro Monat gab es nie.
Die Länge der Messreihe (80 Jahre) unterstreicht die Aussagekraft: Der Rekord ist robust. Selbst wenn man ältere Daten aus der Zeit vor 1945 betrachten würde – etwa aus der Wetterstation Köln-Innenstadt –, so würde der April 2007 wahrscheinlich auch dort einen Spitzenplatz einnehmen. Die offiziellen DWD-Daten der Station Köln-Stammheim liefern dafür die verlässlichste Grundlage.
Alle Daten stammen vom Deutschen Wetterdienst (DWD), Climate Data Center, Station Köln-Stammheim (Indikativ 02968). Lizenziert unter GeoNutzV. Zeitraum: 1. Januar 1945 bis 31. August 2024. Ausgewertet wurden tägliche Niederschlagssummen und monatliche Summen. Die längste Trockenperiode entspricht dem Zeitraum mit der höchsten Anzahl aufeinanderfolgender Monate mit weniger als 1 mm Niederschlag (April 2007). Die monatlichen Rekorde basieren auf täglichen Daten (Niederschlag < 0,1 mm als Trockentag).
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