Aktualisiert: 2026-07-21
Eine der eindrucksvollsten Kälteperioden in der Wettergeschichte von Köln ereignete sich zwischen Weihnachten und Anfang Januar, konkret vom 26. Dezember 1996 bis zum 11. Januar 1997. Während dieser ganzen Zeit blieb die maximale Temperatur in der Wetterstation Köln-Stammheim beständig unter dem Gefrierpunkt. Diese Kältephase erstreckte sich über 17 tägliche Dauerfrosttage – eine Rekorddauer, die seitdem unübertroffen geblieben ist.
Die Wetterstation Köln-Stammheim, eine der zuverlässigsten und am längsten betriebenen Stationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), liefert uns seit 1945 kontinuierliche Temperaturdaten. In diesem Zeitraum gilt die 17-tägige Frostperiode als längste ununterbrochene Phase, in der die Tageshöchsttemperatur niemals die 0 °C erreichte. Besonders im Rheinland, dessen Klima im Winter eher durch milde Temperaturen gekennzeichnet ist, hebt sich diese Frostperiode klar hervor.
Das außergewöhnliche Ereignis begann am zweiten Weihnachtsfeiertag 1996, einem Zeitpunkt, in dem in Köln normalerweise bereits langsam der Übergang zu milderen Frühlings-temperaturen vorbereitet wird. Doch die strenge Kaltluftlage sowie anhaltende Hochdruckeinflüsse sorgten für diese durchgehende Minus-Temperaturperiode, die über mehr als zwei Wochen andauerte und erst am 11. Januar 1997 endete.
Eine Dauerfrostperiode über 17 Tage bedeutet nicht nur anhaltenden Frost in den Nächten, sondern auch tagsüber keine tageszeitlichen Erwärmungen über den Gefrierpunkt. Für Flora, Fauna und den alltäglichen Verkehr stellen solche Phasen eine besondere Herausforderung dar. Straßen und Wege blieben durchgehend vereist, Heizungen liefen auf Hochtouren, und die Natur war komplett von einer frostigen Hülle umschlossen.
Die Analyse des längsten Dauerfrost-Abschnitts basiert auf Daten aus dem Zeitraum vom bis zum . Innerhalb dieser Zeitspanne erfasste die Station Köln-Stammheim alle Temperaturwerte mit hoher Genauigkeit, was die Verlässlichkeit dieses Rekords bestätigt.
Der Begriff „Dauerfrost“ oder „Eistag“ wird hier als Tag mit einer maximalen Temperatur unter 0 °C verstanden. Der Rekord bezieht sich auf die längste ununterbrochene Kette solcher Eistage. Kommt es auch nur an einem Tag zu einem Überschreiten des Gefrierpunkts als Tagesmaximum, so endet die Dauerfrostperiode und eine neue beginnt erst mit einem erneuten Frosttag.
In einer Stadt wie Köln, die gemäßigt ozeanisches Klima besitzt und eher selten lange Frostperioden mit durchgehendem Tagesfrost erlebt, stellt eine solche 17-tägige Dauerfrostphase ein markantes Extremereignis dar. Für Bewohner und Besucher bedeutete dieses Winterereignis eine ungewöhnlich lange Kältephase, die sich nachhaltig in Erinnerung behalten hat.
Weitere nennenswerte Dauerfrostperioden sind nicht im Detail vorliegend, jedoch steht die 17-Tage-Periode seit dem Winter 1996/97 an der Spitze der aufgezeichneten Werte für die Station.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Wetterstation Köln-Stammheim (Stationskennziffer 02968), Datenbasis 1945–2024
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