Aktualisiert: 2026-07-20
Ein außergewöhnliches Kälteereignis prägte den Winter Anfang 1947 in Hamburg: Vom 22. Januar 1947 bis zum 27. Februar 1947 hielt in der Hansestadt eine außergewöhnlich lange Dauerfrostperiode an – 37 Tage lang blieb die Tageshöchsttemperatur unter dem Gefrierpunkt. Dieses seltene und beeindruckende Kältemuster hat sich seit damals nicht mehr übertroffen.
Längste Dauerfrostperiode (max. Temperatur < 0 °C) in Hamburg-Fuhlsbüttel (1936–2026)Die Daten der offiziellen Messstation Hamburg-Fuhlsbüttel zeigen, dass die Stadt im langjährigen Beobachtungszeitraum von Anfang 1936 bis Mitte 2026 meist nur kurze Phasen von Dauerfrost erlebt hat. Doch die Frostperiode im Winter 1947 sticht heraus: Über einen ganzen Monat hindurch wurden keine Temperaturen oberhalb des Gefrierpunkts registriert.
Dauerfrost bedeutet, dass die maximale Temperatur an einem Tag dauerhaft unter 0 °C bleibt. Das ist in Hamburg aufgrund seines norddeutschen Seeklima eher selten, denn milde Luftmassen sorgen sonst oft für zumindest zeitweilige Tauphasen. Die 37 zusammenhängenden Tage im Winter '47 sind deshalb außergewöhnlich und ein prägnantes Beispiel für eine Winterkälte, die man hier kaum noch findet.
Eine solch lange Frostphase hat weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt, Infrastruktur und das tägliche Leben gehabt. Historische Berichte aus dem Winter 1947 bestätigen Herausforderungen in Landwirtschaft, Verkehr und Energieversorgung. Heute erinnern lediglich Wetteraufzeichnungen an dieses Klimaextrem.
Der Rekord stammt aus einer Zeit, in der das Wettergeschehen anders geprägt war als im Klimahalbjahr 2020er, in dem die Winter zunehmend milder werden. Trotz zahlreicher Jahre mit kürzeren Frostabschnitten – auch Temperaturen unter null sind in Hamburg mehr oder weniger regelmäßig – blieb diese Frostperiode seit 1947 unerreicht.
Die Messstation Hamburg-Fuhlsbüttel, mit der Stationsnummer 01975, liefert die verlässlichsten Daten für das Hamburger Klima seit mindestens dem Jahr 1936. Der Zeitraum der verfügbaren Messdaten reicht bis zum 17. Juli 2026 und ermöglicht somit detaillierte Einblicke in den Verlauf und Extremwerte des Wetters im Raum Hamburg.
Die Dauerfrostanalyse basiert auf der Definition, dass jeder Tag eine maximale Temperatur < 0 °C aufweist. Die längste Periode solcher Tage betrug 37 Tage am Stück, vom 22. Januar bis 27. Februar 1947. Diese Zahl ist eine exakte Auswertung der umfangreichen Temperaturreihen der Station.
| Dauer (Tage) | Beginn | Ende |
|---|---|---|
| 37 | 1947-01-22 | 1947-02-27 |
Diese Tabelle zeigt die bei Hamburg-Fuhlsbüttel gemessene längste zusammenhängende Dauerfrostperiode. Eine weitere historische Liste mit kürzeren Frostphasen steht für den genannten Zeitraum nicht zur Verfügung, da keine längere Periode identifiziert wurde.
Die Station Hamburg-Fuhlsbüttel liefert Daten seit dem 1. Januar 1936. Seither ist der größte zusammenhängende Dauerfrostabschnitt der von 1947 mit exakt 37 Tagen. Diese Tatsache unterstreicht, wie außergewöhnlich lange Frostperioden in Hamburg sind, da die übrigen Jahre im Beobachtungszeitraum deutlich niedrigere Dauern aufweisen.
Auch in den aktuellen Jahrzehnten sinken Temperaturen selten so lange hintereinander unter den Gefrierpunkt, worauf der bereits sehr hohe Rekord von 1947 hinweist.
Der Winter 1946/1947 war in Europa besonders streng. Der Rekord in Hamburg fällt in eine Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, die insgesamt durch kalte und lange Winter geprägt war. Solche Extremwetterereignisse waren damals keine Einzelfälle, sind heute aber dank veränderter Klimabedingungen seltener geworden.
Damit ist die Periode von 37 Tagen Dauerfrost nicht nur ein meteorologisches Datum, sondern ein historisches Ereignis, das zeigt, wie stark sich Witterungsphasen auf das Leben in der Region auswirken können.
Diese Daten beruhen auf den offiziellen Messaufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Standort Hamburg-Fuhlsbüttel (Kennziffer 01975) und umfassen den Zeitraum vom 1. Januar 1936 bis 17. Juli 2026.
Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD), Station Hamburg-Fuhlsbüttel (01975), Auswertung Zeitraum 1936–2026.
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